Eva Schlegel: Kommissärin für die Biennale Venedig 2011

21. April 2010, 19:10

Schlegel muss "Österreich als zeitgenössische Kunstnation zu positionieren", so Kulturministerin Claudia Schmied

Wien - Kulturministerin Claudia Schmied bestellte die Künstlerin und Kuratorin Eva Schlegel zur Kommissärin für den österreichischen Beitrag zur 54. Biennale von Venedig, die von Anfang Juni bis Ende November 2011 stattfinden wird. Die Aufgabe von Schlegel bestehe darin, so Schmied in einer Presseaussendung, "Österreich als zeitgenössische Kunstnation zu positionieren" .

Schlegel, 1960 in Hall in Tirol geboren, war von 1997 bis 2006 Professorin an der Akademie. Sie gestaltete u. a. die Standard-Schwerpunktausgabe vom 24.Oktober 2009 (alle Ortsbegriffe in Grau).

Schlegel folgt auf Valie Export und Silvia Eiblmayr, die den Biennale-Beitrag des Jahres 2009 konzipierten. Sie werde ihr Konzept im Herbst vorstellen, sagte Schlegel zum Standard. Eines sei aber sicher: "Ich möchte ein räumliches Zeichen setzen." Ein solches hatte sie, nominiert von Kommissär Peter Weibel, 1995 gesetzt: Sie brachte den Österreich-Pavillon hinter einer mit Schrift bedruckten Glasplatte zum Verschwinden. (trenk, DER STANDARD/Printausgabe 22.4.2010)

Weiterlesen:
Kopf des Tages: Eva Schlegel
Das Wissen um das Suchen und das Scheitern

Karl Newole
40
26.4.2010, 19:25
ein guter tag beginnt mir schlegel als kommissärin

es ist wirklich eine freude, dass so eine tolle und kraftvolle frau diese funktion übernimmt. österreich definiert sich - zumindest von seiner positiven seite -letztlich in erster linie über kunst und kultur, worüber sonst? daher ist es auch so wichtig, wer in diesem bereich die dinge in die hand nimmt. und eva schlegel ist dafür die richtige - und wird das auch sicher unter beweis stellen.

Barbara7000
02
29.4.2010, 03:03
schon wieder ...

... Carl?

l'art pour l'art
 
00
21.4.2010, 15:15
"international renommiert" …

… in Österreich!
"bezieht in ihrer Arbeit Position" - zu was?

Aufgrund welcher Kriterien werden hier (einsame) Entscheidungen gefällt?
Um "Österreich als zeitgenössische Kunstnation zu positionieren"? Das ist doch vollkommen absurd.

olala olala
00
21.4.2010, 17:59

ich geb ihnen aber sowas von recht. es läuft wie immer in Ö - vitamin B und sonst gar nichts ......

Franz Klug
00
21.4.2010, 22:07
Ah, geh: und wen hätten Sie nominiert?

Machen wir ein kleines Gedankenexperiment: Sie wären für die Nominierung zuständig! So, nach welchen Kriterien und wen würden Sie nominieren?

hilde peymann
02
22.4.2010, 20:03

es ist doch unmöglich eine derart verhaberte person einzusetzen. andere länder setzen längst internationale kuratorInnen für ihren auftritt ein. die entscheidung für die provinzielle schlegel widerspricht ja schon einer zeitgenössischen kulturnation (was immer das auch sein mag)

l'art pour l'art
 
02
22.4.2010, 12:06
Gedankenexperiment?

Naja, es würde völlig reichen, jemanden zu nominieren der oder die tatsächlich international renommiert ist und Position bezieht.
Nichts gegen Künstler als Kuratoren, aber bevor man jemanden mit einer solchen Aufgabe betraut, der sich bislang weder mit Ausstellungen oder Kunst eine internationale Reputation erarbeitet hat, erwägt man zumindest jemanden mit Erfahrung heranzuziehen.

Selbst die Mumok-Shortlist beherbergt genug Frauen für ministerielle Gedankenexperimente …

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.