Apples-Boss will derartige Inhalte nicht am iPhone haben
Folgt man den Meldungen der vergangenen Tage, so könnte man meinen, dass
Steve Jobs nicht etwa nur an Umsatz- und Gewinnzuwächsen interessiert ist,
sondern vielmehr seine Kundschaft zu besseren Menschen erziehen möchte. Erst
vor wenigen Tagen sorgte Jobs mit der Ablehnung – welche mittlerweile wieder
zurückgezogen wurde - einer satirischen iPhone App für Aufruhr.
Verantwortung
Beim jüngsten Aufreger aber kritisiert der Apple-Chef nicht etwa die
Verunglimpfung politischer Berühmtheiten, sondern den
Pornographie-Konsum auf Smartphones. "Wir glauben daran, dass wir die
moralische Verantwortung dafür tragen, Pornos vom iPhone fernzuhalten", wird
Jobs von TechCrunch zitiert. Weiter führte er aus, dass "jene Leute die Pornos
möchten" zu einem Android Phone greifen sollten. Jobs sei vor allem
wichtig, Pornographie aus Kinderhänden zu verbannen, heißt es weiter.
'Porn store' für Android
Tatsächlich ist es mittlerweile so, dass Smartphones immer öfter als
Vertriebsplattform für Pornographie fungieren. Ein junges und bekanntes
Beispiel dafür ist etwa das Unternehmen MiKandi, das stolz mit einem
Android-fähigen 'porn store' prahlt.
Scheinheiligkeit
Wie ernst Apple das Thema aber nimmt, weiß wohl keiner so recht, zumal im App
Store nach wie vor eine Playboy-Applikation zum Download bereitsteht, meint etwa CNET-Blogger Chris Matyszczyk. Gänzlich
lässt sich Pornographie ohnehin nicht vom iPhone verbannen, immerhin gibt es da
noch den Webbrowser Safari.
(red)