Ehemaliger FPÖ-Landesobmann als Ortschef von Bad Deutsch-Altenburg
St. Pölten - Nach den niederösterreichischen Gemeinderatswahlen am 14. März haben sich in Bad Deutsch-Altenburg die SPÖ und die überparteiliche Liste "Team Altenburg" unter BZÖ-Politiker Ernest Windholz laut "Kurier" auf eine Halbzeitlösung geeinigt. Der ehemalige FPÖ-Landesrat wurde in der konstituierenden Sitzung gestern, Montag, für zweieinhalb Jahre zum Bürgermeister gewählt.
Der Landesgeschäftsführer der Grünen, Thomas Huber, zeigte sich "entsetzt": Die Sozialdemokraten würden wieder einmal bestätigen, "dass sie für Brotkrümel der Macht jegliche Moral ignorieren und sich dem rechten Rand annähern". Windholz hatte im Jahr 2000 als frisch gewählter FPÖ-Landesobmann den SS-Spruch "Unsere Ehre heißt Treue" getätigt, angeblich unwissend.
Dem "Kurier" zufolge hätte die ÖVP, die beim Votum stimmenmäßig knapp vor dem "Team Altenburg" auf dem zweiten Platz gelandet war, der SPÖ am Ende ihrer Koalitionsverhandlungen sogar den alleinigen Bürgermeister angeboten. Windholz hatte - mit Abstand - die meisten Vorzugsstimmen bekommen. (APA)