Die Rückkehr des Spezialisten

20. April 2010, 16:13
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    foto: apa

    Mathias Berthold (li) setzt Akzente, die künftige Verwendung von Hans Pum wird erst entschieden.

Herren-Chef Mathias Berthold kündigt Strategieänderung beim ÖSV an und präsentiert sein neues Trainer-Team - Sichtbare Erfolge sollen sich bis zur WM in Schladming einstellen

Innsbruck  - Mathias Berthold, der neue Rennsportleiter der ÖSV-Herren, hat am Dienstag am Innsbrucker Bergisel vier Wochen nach seiner Bestellung sein neues Trainerteam präsentiert. Galt in den vergangenen Jahren im Skiverband die Philosophie der Förderung von Allroundern, so will Berthold in Zukunft vermehrt Spezialisten forcieren. Gleichzeitig präsentierte Präsident Peter Schröcksnadel erste Strukturänderungen innerhalb des ÖSV.

Neu im Trainerteam der Herren ist der Tiroler Andreas Puelacher, der zuletzt als Trainer der Schweizer Europacup-Herren tätig war. Der 45-Jährige wird die neu geschaffene Trainingsgruppe Kombination mit Leitfigur Benjamin Raich, Stephan Görgl, Romed Baumann, Hannes Reichelt und Philipp Schörghofer übernehmen. Dazu kommen noch einige junge Athleten.

Ausländische Erfahrung für den ÖSV

Puelacher, seit Jahren ein erklärter Wunschtrainer von Berthold,  charakterisierte sich selbst als geradlinigen Betreuer, der sehr auf Disziplin Wert legt. "Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, als Tiroler beim ÖSV tätig zu sein", freute sich Puelacher. "Ich habe im Ausland viel Erfahrung gesammelt, die möchte ich jetzt einbringen."

Die weiteren Betreuer in Bertholds Team sind Christian Höflehner als Techniktrainer und Andreas Evers als Speed-Betreuer. "Höflehner wird hauptsächlich in Richtung Slalom gehen und dabei auch Marcel Hirscher betreuen", erläuterte Berthold. Evers wird in der neu belebten Abfahrtsgruppe mit Fahrern wie Michael Walchhofer, Klaus Kröll, Mario Scheiber, Hans Grugger oder Andreas Buder arbeiten. "Da sind vielversprechende Athleten dabei, es wird eine reine Abfahrtsgruppe", kündigte Berthold an.

Berthold warnte jedoch vor einer Überbewertung des Spezialistentums. "Wichtig wird sein, dass die drei Gruppe sehr stark zusammenarbeiten und wirklich vernetzt denken", skizzierte der Vorarlberger seine Vorstellung.

Eine weitere Personalie: Walter Hlebayna, bisher Chef der Verbindungsgruppe zum Gruppentrainer Europacup befördert. "Für mich ändert sich nicht viel", sagte der. "Ich werde mit unseren Talenten arbeiten." Die Neuaufstellung der Weltcup-Trainingsgruppen soll spätestens bei der Heim-WM in Schladming 2013 und den folgenden Olympischen Spielen 2014 in Sotschi Erfolge bringen.

Zusätzlich stellten Schröcksnadel und Berthold auch die Neustrukturierung im Bereich Nachwuchs vor. Galten bisher 10- bis 14-Jährige als Schüler, so wurde diese Altersgrenze auf elf bis 15 Jahre ausgeweitet. Sie untersteht den Landesverbänden, darüber wird als Neuerung eine Fördergruppe unter Leitung des ÖSV eingeführt, in der Talente zwei bis drei Jahre betreut und an den Europacup herangeführt werden sollen. "Früher war gab es hier einen Flaschenhals, den wir jetzt verbreitert haben", erklärte der Präsident.

Zukunft von Pum offen, keine Veränderungen bei Damen

Alpindirektor Hans Pum war am Dienstag aus privaten Gründen entschuldigt. Schröcksnadel nahm Stellung zur Zukunft des Oberösterreichers: "Wir diskutieren zuerst neue Strukturen, erst wenn diese stehen, können wir über eine Aufwertung der Position von Hans Pum sprechen. Sicher ist, dass er nur nach oben befördert werden kann." Mit der Neustrukturierung des Verbandes will sich Schröcksnadel aber Zeit lassen. "Das kann auch erst in zwei Monaten fertig sein, da stehen wir nicht unter Druck."

Das Betreuerteam der Damen bleibt unverändert. Unter Rennsportleiter Herbert Mandl arbeiten Jürgen Kriechbaum (Abfahrt/Super-G), Günter Obkircher (Slalom/Riesenslalom) und Bernd Brunner (Gesamtleitung Nachwuchs). "Viele haben zwar mit Änderungen spekuliert", meinte Schröcksnadel, "aber wir haben erst im Vorjahr das Team neu aufgestellt. Bleiben wir von Verletzungen verschont, werden wir stark sein." (APA/red)

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16 Postings
Andreas Unterweger
01
Spezialisten HIN oder HER ...

wenn es wenige oder keine Talente gibt, könnens noch so viele "SPEZIALISTEN" anstellten, wird nix bringen! gscheiter würdens des geld der Jugendförderung und den Landeskadern zur Verfügung stellen

Andreas Unterweger
00
29.9.2010, 08:07
genau so ...

sehe ich das auch. Könnens dem Berthold noch soviel Kohle zahlen, die Talente, wenn es welche gibt werden dadurch nicht besser. die goldene Generation in Vorbei und auf den Nachwuchs habens vergessen. nun stemma da vor dem Schlamassel. jetzt dauerts wieder einige Jahre bis ma ein ordentlichen Maurer, Polizistn oder sonstwas als Skifohrar kriagn ..

Poidi4
00
21.4.2010, 12:35
"Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, als Tiroler beim ÖSV tätig zu sein"

als Wiener wär er nicht gekommen...

Herr Meierl
00
21.4.2010, 11:28
Erfolge sollen sich "einstellen"?

...heisst das, dass der ÖSV Saboteure anstellt, dass sich der Erfolg einstellt? ;)

EiS
01
20.4.2010, 18:33
war nicht alles schlecht...

2008/2009 verlor benni die kugel um 2 pkt. diese saison war schwach. benni muss wieder ein siegfahrer werden in rs, s und kombi, dann braucht er die pkt aus den schnellen bewerben nicht. bei den damen haben wir keine, die in 3-4 disziplinen gut ist. da werden vonn und riesch weiter dominieren.

1116er
11
20.4.2010, 15:20
ich war früher auch fan des allrounders.

aber die erfahrung mit benni raich, der als braver platzfahrer 4. plätze gesammelt und damit bis zuletzt um den wc mitgefahren ist, hat mich eines besseren belehrt:
besser kein mitfahren beim gesamt wc, dafür aber wieder SIEGE!!!

leo_nardo
00
20.4.2010, 22:55
janka

ist auch kein spezialist und hat eine menge siege eingefahren.

EiS
00
21.4.2010, 09:06
eine menge???

6 siege in der saison ist nicht viel, er hat eben viele pkt gesammelt. wenn ein siegfahrer da ist, der seine 10 oder noch mehr rennen gewinnt, wirds auch ein duell um die kugel.

clementinchen
00
20.4.2010, 15:59

seh ich genauso. hin und wieder entwachsen den spezialistengruppen ausnahmetalente, die fahren dann um den gesamtweltcup.

man muss aber auch sagen: naja, sie haben es beim ösv probiert, das ist ja durchaus legitim. nach meinem geschmack hätten sie das experiment schon vor einem jahr abbrechen sollen aber: besser spät als nie.

tom.bogart
31
20.4.2010, 16:24
WARUM ALLES "KLEINSCHREIBEN"?

rick astley
00
21.4.2010, 17:53

warum gleich schreien?

Kendall Von Tharn
00
21.4.2010, 07:32

weil eine schriftgröße von z.b. 60 zu unübersichtlich wäre

achiever
01
20.4.2010, 19:13

oder warum alles groß?
und was hat das mit dem thema zu tun?
warum liegt hier eigentlich stroh?

ach, diese fragen...

Pole
01
Genau ...

... warum liegt hier eigentlich Stroh rum?! he he ;-)

soulknot
 
011
20.4.2010, 16:44

is aerodynamischer. es geht um hundatstel.

HRO
11
20.4.2010, 16:39
Deutsche Sprache - schwere Sprache.

... und dann noch die verflixte Rechtschreibung ...

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