Neuer genetischer Untercode entdeckt

20. April 2010, 14:36

Entdeckung könnte helfen, Insulin effizienter herzustellen

Zürich - Schweizer ForscherInnen haben auf der Suche nach möglichen Sub-Codes im Genom eine Art neuen genetischen Untercode entdeckt. Diese im Fachmagazin "Cell" publizierte Entdeckung könnte helfen, bestimmte Arzneimittel effizienter herzustellen.

Hintergrund

Jede Zelle eines Organismus enthält eine Kopie seines Erbguts, das als Desoxyribonukleinsäure (DNA) vorliegt. Die Zelle kann aus dieser Information Proteine oder Eiweiße machen, die für das Wachstum eines Organismus, die Reparatur von Gewebe und den Energiehaushalt notwendig sind. Im genetischen Code, der seit den frühen 1960ern bekannt ist, ist festgelegt, welches Eiweiß aus welchem Abschnitt des Erbguts entsteht.

Untercode

Yves Barral, Gina Cannarozzi und Gaston Gonnet von der ETH Zürich und dem Schweizer Institut für Bioinformatik haben nun einen neuen Untercode identifiziert, der bestimmt, mit welcher Geschwindigkeit Zellen ein bestimmtes Produkt herstellen sollen. Diese Information hat mehrere interessante Implikationen, geben die ForscherInnen bekannt: Erstens liefert sie neue Einblicke in die Funktionsweise des Dekodierungsmechanismus. Zweitens ermöglicht sie, die Rate der Genexpression (Proteinbiosynthese) direkt aus den Genomsequenzen abzulesen - dies sei bislang nur durch mühsame und teure Versuchsanordnungen möglich gewesen.

Zudem gibt der neue Untercode Einblicke in zelluläre Prozesse auf molekularer Ebene. Die Entdeckung werde Informationen über die Funktionsweise der Ribosomen, der Orte der Proteinproduktion, und über die Strategien von Zellen im Katastrophenfall liefern. "Eine Zelle muss sehr schnell auf Verletzungen wie DNA-Schäden oder Gifte wie Arsen reagieren. Der neue Untercode ermöglicht uns zu wissen, welche Gene rasch aktiviert und welche besser langsam exprimiert werden. Ein Nutzen dieser Studie ist, dass wir diese Information nun nur durch die Analyse der Kodiersequenz erhalten können", so Gina Cannarozzi.

Das neue Wissen könnte auch genutzt werden, um Arzneimittel wie Insulin effizienter herzustellen. Das für DiabetikerInnen benötigte Insulin zum Beispiel wird zum Teil in - gentechnisch veränderten - Bakterien oder Hefen wie E. coli oder S. cerevisiae produziert. Der neue Untercode könnte nun verwendet werden, um Informationen umzuschreiben und so die Produktionsmengen zu steigern. (red)

F S 3
24
21.4.2010, 10:55
Die Bedeutung der Proteinproduktion für den Körper sind seit fast 100 jahren bekannt. Das ganze Theater um die DNS ist eine rein mechanische Sackgasse, eine weitere praktikable Beschäftigungstherapie für Horden von Wissenschaftern. Die Gensequenzen…

…sind bloß eine Art Instrument,auf dem gewisse Klänge gespielt werden können,eine Art Antenne/Sender. Eine Tatsache,die bereits vor 1.000en Jahren den Eingeweihten u.Schamanen bekannt ist,die f.Heilung u.Restitution des Körpers weitaus sinnvoller genutzt wurde,als es heutzutage vom manisch-mechanisch dominierten Medizinapparat praktiziert wird.

Das Problem der bewußten Fehlinterpretation des körperlichen Todes als angebliches Versagen des materiellen Körpers als "Bringer" in unserem Gesellschaftsystem ist bloß eine rein nutzenorientierte Metapher,die uns per Religion noch weiter obscuriert wird.

Das Herumbasteln per Gensubstitutionen ändert nichts an den Melodien,denn es wird immer nur das Instrument neu gestimmt od.eine Saite ersetzt.

ParanoidBoxdroid
00
26.4.2010, 18:32
sie haben vielleicht recht...

...vielleicht aber auch nicht.
falsifizieren sie die hypothesen, dann reden wir weiter.

in der zwischenzeit freuen sich hundertausende diabetikerInnen, dass insulin unter zuhilfenahme gentechnisch veränderter bakterienkulturen hergestellt werden und ihnen zu verfügung gestellt werden kann.
denn sonst müssten diese sich früher als heute notwendig mit dem ende des irdisch anhaftenden körpers anfreunden.

mal davon abgesehen, dass dieser schamanenpipipapobrimboriumhokuspokus natürlich funktioniert, aber es geht eben auch um das WIE.

menschlein
01
26.4.2010, 02:10
DNS

Desoxyribonukleinsäure-Ketten beim Menschen fungieren wie ein Informationsträger und beinhalten den Plan für die Proteinprodukte und wahrscheinlich den gesamten Aufbau der Zellen, welche zusammen den Menschen ausmachen. In der DNS-Sequenz findet die meiste Evolution statt. Wir sprechen von dem Bauplan des menschlichen Körpers und des irdischen materiellen Lebens. Ist doch faszinierend :-) Heißt aber nicht, dass der Mensch nicht möglicherweise auch eine spirituelle Seite hat, welche die Genetik nicht erfasst, gut möglich.

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