Frequenzen

Digitale Dividende: Privatsender bekräftigen Anspruch

20. April 2010, 16:08

Breitenecker: "Medienpolitische und volkswirtschaftliche Notwendigkeit"

Wien - Die österreichischen Privatsender pochen deutlich auf ihren Anspruch an der Digitalen Dividende: In einer Aussendung des Verbandes der Österreichischen Privatsender (VÖP) verlangen diese klar, die freiwerdenden Frequenzen für terrestrisches Fernsehen nutzen zu können.

Puls 4-Chef Markus Breitenecker, der als stellvertretender VÖP-Vorsitzender für den Bereich Fernsehen zuständig ist, betonte, dass die offenen Bänder nicht der Telekommunikation zugeschlagen werden dürften: "Es kann nicht angehen, dass diese Frequenzen, die ja wir Sender durch unseren Umstieg auf DVB-T mit Millioneninvestitionen erst freigemacht haben, nun für die Mobilfunker verwendet werden sollen, anstatt für die Weiterentwicklung des Fernsehens." Man wolle an der Terrestrik auch in Zukunft festhalten, aber ohne Digitale Dividende gehe das nicht. Für den VÖP sei es eine medienpolitische und volkswirtschaftliche Notwendigkeit, in die technische Weiterentwicklung des Rundfunks zu investieren.

Studie

Im Dezember 2009 hat die österreichische Regulierungsbehörde RTR eine Studie in Auftrag gegeben, die Nutzungsmöglichkeiten aus volkswirtschaftlicher Sicht bewerten und Handlungsempfehlungen für die politischen Entscheidungsträger entwickeln soll. Mit der Erstellung der Studie wurde die Arbeitsgemeinschaft "AB Consulting (Arne Börnsen)/Infront Consulting & Management GmbH" ("ARGE ABI)" mit Sitz in Hamburg) beauftragt. In den nächsten Tagen soll die Endfassung vorliegen und dann umgehend Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Infrastrukturministerin Doris Bures (S) übergeben werden, so die RTR.

Die Digitale Dividende, die durch die Digitalisierung des Antennenfernsehens frei geworden ist, eignet sich auf Grund ihrer Wellenlänge besonders, um ländliche Gebiete mit schnellem Internet zu versorgen. Über die Frequenzen soll dann bereits die nächste, 4. Generation des Mobilfunks laufen: LTE oder Long Term Evolution wird die Nachfolgegeneration für UMTS. Auf der weltgrößten Mobilfunkmesse "mobile world congress" in Barcelona wurde heuer ein LTE-Test mit österreichischer Beteiligung demonstriert. Ein Musikvideo wurde dabei während eines Wimpernschlages heruntergeladen. Mit LTE sind Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich. In Deutschland werden die Digitalen Frequenzen gerade an die Mobilfunkfirmen versteigert. In Österreich ist eine Entscheidung, wer die Dividende erhält, für das Jahr 2014 anvisiert. (APA)

kleeklee
10
24.4.2010, 17:49
IKT Kaputt

Die Freigebe der ehemaligen TV Frequenzen für mobiles Internet spült kurzfristig Geld in die Steuerkasse,


Wie alle Experten bestätigen ist Glasfaserausbau teuer, es führt aber kein Weg daran vorbei, bezahlt wird dieser wohl per Steuergeld.

FATALER Error:
Jeder Funkzepfel mehr für Mobiles Breitband verringert die Bereitschaft des Konsumenten sich am Glasfaserausbau Finanziell zu beteileinge.

Mobiles Breitband über Rundfunkfrequenzen (Digitale Dividende) kommt dem Staat noch teuer, sehr sehr Teuer.

+DieMeinung+
00
21.4.2010, 11:16
Die Qual der Wahl

Noch mehr sinnloses TV oder noch mehr sinnloses Blabla am Handy.

mika33
00
21.4.2010, 10:10
Österreich wartet bis 2014????? Auf was???

Franz BRAZDA
00
20.4.2010, 16:13
Es gibt eh genug Kanäle bzw. Frequenzen -

da kommt es wirklich nicht auf die Kanäle 61-69 an. Durch die DVB-T Umstellung sind zahlreiche Kanalresourcen frei geworden, da ja jetzt soweit es möglich ist in Gleichkanalbetrieb gesendet wird. Wie etwa das Beispiel K53 MUX-C In Wien/Nö zeigt, werden noch immer 2-3 mögliche TV-Veranstalter zusätzlich zu WIENTV bzw. RT24 gesucht. Also so groß kann die Nachfrage nach Fequenzen dann schon nicht sein.
LG
Franz aus Wien

Orjares
00
21.4.2010, 08:51

Solche Frequenzen sind eben eine gute Investition.

Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung können sie nur wertvoller werden.

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