Wegen Flugverbots

BMW und Nissan unterbrechen Produktion

20. April 2010 21:46

Lieferengpässe bei Elektronikbauteilen - Fertigstellung von rund 7.000 Fahrzeugen muss verschoben werden

München - BMW stoppt die Autoproduktion in drei deutschen Werken, weil aufgrund des Flugverbots elektronische Bauteile fehlen. Nissan kündigte für Mittwoch einen Produktionsstopp in den japanischen Autofabriken Oppama und Kyushu an. Weil Luftdrucksensoren aus Irland nicht eingeflogen werden könnten, könnten 2.000 Autos nicht fertiggestellt werden, sagte Sprecher Sachi Inagaki in Tokio.

Im weltweit größten BMW-Werk im niederbayerischen Dingolfing stehen die Bänder ab der Spätschicht am Dienstag still, am Mittwoch und Donnerstag ruht die Arbeit auch in den Werken Regensburg and München. Wie BMW-Sprecher Matthias Schmidt sagte, fällt damit die Produktion von 7.000 Autos aus. Kunden müssten aber keine Verzögerungen befürchten. Der Rückstand solle aufgeholt werden, sobald die Teile wieder angeliefert werden könnten.

Bei Mercedes und Audi läuft die Fahrzeugproduktion momentan noch normal. "Derzeit haben wir keine Auswirkungen des Flugverbots, aber morgen kann das schon anders sein", sagte eine Daimler-Sprecherin in Stuttgart. Auch bei Zulieferern könnten bald Bauteile fehlen. "Unsere Logistiker suchen unter Hochdruck nach alternativen Anlieferungsmöglichkeiten." Bei Audi gebe es derzeit keinerlei Beeinträchtigung; aber "wir müssen tageweise auf Sicht fahren", sagte Sprecher Joachim Cordshagen in Ingolstadt. Bei elektronischen Steuerteilen aus Übersee könnte es am ehesten zu Engpässen kommen. (APA)

heinz feichtinger
21.04.2010 01:12
Hatten wir schon nicht mal das Problem ?

Damals -vor 15 Jahren - stand das Werk Dingolfing bei BMW / Baiern still. Der einzigartige Chip war ausgefallen. Die Dublette musste per Hubschrauber eingeflogen werden aus München, wo Siemens noch ein paar Werkbänke unterhält. Habe an dem Produktionsprogramm für BMW damals mitgearbeitet.
Und jetzt schon wieder Produktionsunterbrechungen bei BMW und Nissan wegen des anarchistischen isländischen ( ausländischen ?) Vulkans und seiner ebenso anarchistischen Luftströmungen in seiner Entourage ?
Ja, wer den Anfängen des Vulkanismus nicht trotzt...

gazometer
20.04.2010 15:19
sskm

sskm --> selber schuld, kein mitleid! erstens könnten diese teile auch sicherlich in deutschland oder österreich produziert werden, und ein kleines lager, statt just in time production könnte sicherlich viele transporte überflüssig machen..

Dante Alighieri
20.04.2010 15:47

Das wäre allerdings ein sehr schlechter Rat da BMW dann zwar jetzt ein paar Tage lang einen Vorteil gehabt hätte aber dafür die restlichen 360 Tage des Jahres jeden Tag draufzahlen würde. Das zahlt sich wohl kaum aus.

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