Vulkanasche

Experte sieht höhere Preise für Tickets

20. April 2010, 13:16
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    foto: ap

    Noch verbringen mehr Flugwillige die Zeit am Boden als in der Luft.

Wegen der anhaltenden Beeinträchtigungen im Flugverkehr könnten die Preise für Flugtickets steigen

Erfurt/Wien - Nach Ansicht des Wifo-Ökonomen Markus Marterbauer lassen sich durch die Vulkanasche-Flugverbote "derzeit überhaupt keine größeren Auswirkungen auf die Volkswirtschaft" erkennen. Laut Marterbauer gäbe es keinerlei Grund über eine Revision der Konjunkturprognose nachzudenken. Die Zahlen über "Flugaschen-Wirtschaftsfolgen", die aktuell kursieren, seien "extrem unseriös", wie Marterbauer laut "Salzburger Nachrichten" sagt.

In weiten Teilen der Wirtschaft gäbe es derzeit ungenützte Kapazitäten, so Marterbauer. In einer Situation der Unterauslastung könnten daher temporäre Produktionsausfälle später wieder gutgemacht werden, jedenfalls im Frachtbereich. Das gelte nicht nur für den Bereich der Luftfracht, sondern für das gesamte Transportgewerbe, so der Wifo-Ökonom laut dem Bericht. Es sei daher fraglich, ob es überhaupt einen negativen Effekt auf das Wirtschaftswachstum geben werde, so Marterbauer. 

Ähnlich argumentiert auch der Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV), Christian Helmenstein. Der BIP-Beitrag der Luftverkehrs-Dienstleistungen läge bei nur 0,25 Prozent. Bei 610 Mio. Euro jährlicher Wertschöpfung, seien dies pro Tag 2 Mio. Euro Verlust, denen aber gegenläufige Effekte etwa bei alternativen Verkehrsmitteln (Straßenverkehr, Mietwagen, Bahn) gegenüberstünden. Für einzelne Unternehmen könnten längere Flugverbote aber durchaus "existenzbedrohend" sein, etwa in dem primär betroffenen europäischen Luftfahrtsektor, der ohnedies kapitalschwach sei. Hier könnten schon nach ein bis zwei Wochen liquiditätsbedingte Insolvenzen drohen, meinte der Experte.

Preiserhöhungen möglich

Für Konsumenten könnte das ein bisschen anders aussehen, zumindest wenn es nach dem deutschen Luftfahrtexperten Cord Schellenberg geht. Wegen der anhaltenden Beeinträchtigungen im Flugverkehr rechnet der Mann mit leichten Preiserhöhungen bei Flugtickets. "Die Preise könnten um durchschnittlich drei bis vier Euro ansteigen", sagte er der "Thüringer Allgemeinen".

Stärkere Preiserhöhungen wären für die Fluggesellschaften aufgrund des intensiven Wettbewerbs eher kontraproduktiv - wer seine Tickets zu teuer anbiete, habe keine Chance, sie auch loszuwerden. "In der heterogenen Luftfahrtbranche geht es anders zu als bei den Tankstellenbetreibern, die die Benzinpreise immer gleich stark anheben und senken", erklärte Schellenberg.

Billigaangebote

Sollten einige der 166 beim Deutschen Luftfahrtbundesamt gemeldeten Unternehmen Konkurs anmelden müssen, könne der Preisanstieg bei Flugtickets allerdings höher ausfallen: Dann gebe es weniger Wettbewerber, die eventuell mit Billigangeboten Kunden locken wollten.

Größtes Problem für die Fluggesellschaften sei derzeit ein gewisser Vertrauensverlust: "So lange sich die Passagiere nicht hundertprozentig darauf verlassen können, dass sie mit dem Flugzeug ihr Ziel erreichen, steigen sie auf die Bahn um", sagte Schellenberg. Langfristig seien aber keine negativen Auswirkungen für die Branche zu befürchten. Die deutsche Air Berlin schließt jedenfalls nicht aus, um Staatshilfen anzusuchen. "Wenn wir zum Normalbetrieb zurückgekommen sind, werden wir sicherlich ein Fazit ziehen und dann werden wir gucken, ob wir hier nicht eine vergleichbare Situation mit den Terroranschlägen vom September 2001 haben", sagte der Vorstandsvorsitzende Joachim Hunold auf die Frage, ob das Unternehmen Staatshilfe beantragen werde. "Tatsache ist, dass wir hier riesige Verluste erleiden."

Österreich evaluiert Schäden

In Österreich schließt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) finanzielle Entschädigungen für die Ausfälle der Airlines aufgrund der Vulkanasche nicht aus. Derzeit werde der durch die Luftraumsperre entstandene wirtschaftliche Schaden erhoben, sagte er. Gelassen zu den angedrohten Schadenersatzklagen durch die Fluglinien zeigte sich Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ). Bures betonte einmal mehr, dass es keine Kompromisse geben könne, wenn es um die Sicherheit der Passagiere gehe. "Man kann nicht in die Knie gehen, wenn es um Menschen geht."

Mitterlehner erklärte, dass es in Sachen Schadenersatz ein EU-weites Vorgehen geben werde. Grundsätzlich sei aber bei Schuldzuweisungen Vorsicht angebracht. Wie groß der wirtschaftliche Schaden durch die Luftraumsperre tatsächlich ist, werde derzeit evaluiert.Die Steuerprivilegien der Luftfahrt gehören abgeschafft und nicht ausgeweitet, kritisiert hingegen die Verkehrssprecherin der Grünen Gabriela Moser Mitterlehners Überlegungen. Der breiten Masse Steuererhöhungen in Milliardenhöhe anzukündigen, zugleich das Geld schon wieder mit lockerer Hand zu verschenken, sei eine Provokation für alle Steuerzahler, sagt die Grüne Verkehrssprecherin.

Erholung am Boden

Erholt haben sich heute Luftfahrtaktien wie die der Lufthansa und Air Berlin. An der deutschen Börse Frankfurt gehörten heute auch Papiere des Flughafenbetreibers Fraport gehörten zu den Favoriten. Die Titel konnten sich zum Teil von ihren Vortagesverlusten erholen. (APA/red)

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Posting 1 bis 25 von 47
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Der Knecht
00
20.4.2010, 16:55
lauda

i versteh Sie net, bitte, lauda

Mafiastaat Österreich
03
20.4.2010, 16:55

geld für alle...... -.-
banken, supermärkte, fluglines

.......

aber hauptsache der sozialstaat sei nicht leistbar....
ich weiß auch wieso...
wegen korruption

das ist fix
00
20.4.2010, 16:52
Auftrieb


So werden die Tatsachen verschleiert...

"Auftrieb für Flugtickets" - d.h. Flugtickets werden teurer

griechischer wein
01
20.4.2010, 17:19
vielleicht werden sich auch billiger,

wenn der ascheausstoß noch einmal zunimmt, weil sich dann nicht mehr so viele leute buchen trauen. mal sehen.

cannery row
01
20.4.2010, 16:31
nur geduld..

bald dürfts wieder bei 160% überbuchung die leute wie sardinen mit beinfreieit 24cm schlichten.. um topgeile 9,90!

flatus incarceratus
03
20.4.2010, 15:44
ht sich lauda nicht fürs bundesheer untauglich schreiben lassen

und war dann als pilot für große passagierflugzeuge tätig?

Herr Karl3
02
20.4.2010, 15:24
Privatisierungen...?!

Zuerst schreien alle nach Privatisierung von großen Unternehmen, wie z.b. auch AUA, dann sollten die unternehmerisch agieren und gehen praktisch Pleite. Die anderen wirtschaften so schlecht, dass keinerlei Polster da ist, wenn ein paar Tage nicht geflogen werden kann.
Wenn ein Installateur pleite geht, geht er u.U. ins Häfen und sein Leben lang Pfändung. Banken und Airlines kriegen Steuergeld und die Manager Millionen....

Dilbert
00
20.4.2010, 15:22

Hoffentlich hört der Billigflugwahnsinn endlich auf.

flatus incarceratus
04
20.4.2010, 14:56
steuergeld für die hypa alpe adria, steuergeld für griechenland,

steuergeld für die airlines???

wie können wir das bezahlen???

sollte man da die steuern nicht kräftig erhöhen???

Ich bin klug
02
20.4.2010, 15:52
Steuergeld für alle Steuerzahler,

damit sie die Steuern auch bezahlen können!

Der Knecht
05
20.4.2010, 14:51
Strafe Gottes

Wagner fragen!
Vielleicht gehts da ja um die Misstände in der katholischen Kirche...

Meklon von Andromeda
 
01
20.4.2010, 15:12

Antwort aus dem Vatikan:
"Gott straft die Menschen, weil sie die armen unschuldigen Priester und Angestellten der katholischen Kirche so bös verleumden und verfolgen.

Wenn's keine Anzeigen, Prozesse und Medienberichte zu den völlig absurden und lächerlichen Anschuldigungen gibt, wird Gott vielleicht die Vulkane zum Schweigen bringen."

Wasmichstört
01
20.4.2010, 14:31
Der Vulkan als neuer Euro?

Hoch-Zeiten für Preistreiber? - Neues Goldgräbertum?

Der Knecht
01
20.4.2010, 14:01
Fluglinien stützen mit Steuern

Ich hoffe niemand glaubt wirklich, dass Tickets zu den derzeitigen Preisen kostendeckend sind. Ein kleines Packerl mitz der Post zu schicken kostet gleich viel wie ein Ticket? Wer wird da wohl mitzahlen?
Dass die Fluglinien sich übers Hintertürl Tourismusförderung querfinanzieren, liegt auf der Hand, aber deren Wahnsinn auch noch direkt zu stützen. Sorry! Wahlen stehen an!

Quante N. Sprung
02
20.4.2010, 13:54
Mah arg, 3-4 Euro teurer...

Wahnsinn!!!
Dann haette mein Ticket nach Mailand - Beirut und retour statt sparsamer 1624,15 Euro also wucherhafte 1627,15 Euro, ja wenn nicht gar 1628,15 Euro gekostet!!! Geh leck, das haett sich mein Arbeitgeber dann aber nicht mehr leisten koennen...

Anmiro
01
20.4.2010, 12:30
Die eigene Geldbörse liegt so nah

Zuerst möchten d Fluggesellschaften d rasche Freigabe, wieder fliegen zu können. Das persönliche Risiko tragen Passagiere und Flugpersonal-die rechtliche Haftung im Idealfall die Behörde.
Der nächste Schritt ist der Wunsch nach staatl. Haftung–aber wofür denn? Für das unternehmerische Risiko der Fluggesellschaften bezahlt der Kunde. Andere Branchen erhalten für widrige Wettbewerbsumstände ja auch keine Unterstützung. Beispiel Textilbranche: Die Europ. Kommission meinte dereinst zur asiatischen Billigkonkurrenz: Die Europäer sollten ihre besseren Produkte teurer verkaufen–na dann!
Die Europ. Kommission schützt also nicht gegen Wettbewerbsverzerrungen von außen. Nun möchte sie innereuropäische Verzerrungen fördern? Das ist billig und dumm.

Simplicius Simplicissimus
01
20.4.2010, 12:02
Schon möglich, ...

... aber es geht nicht um die drei bis vier Euro, sondern um das Steuergeld aller, auch um das der Nichtflieger. Wer bezahlt denn sonst den Ausfall von Knoblauchlieferungen aus China? Ich frage mich allerdings, weshalb die Flugräume nicht während Sandstürme gesperrt wurden. Oder während anderer Vulkanausbrüche, z.B. St. Helens 1980, Nevado del Ruiz 1985, Pinatubo 1991, dessen Asche Häuserdächer eindrückte und die Erde umrundete! Oder Montserrat, britisch. Ich halte das Flugverbot als überzeugter Nichtflieger zwar für erfreulich, aber mein Gerechtigkeitsempfinden ist größer und deshalb werde ich diesen Betrug anzeigen. Es scheint eine Abzocke von Steuern zu sein, und das soll nicht Schule machen!

Meklon von Andromeda
 
00
20.4.2010, 12:28

Die Preise für praktisch alles werden steigen, mit Verweis auf die "Auswirkungen des Vulkanausbruchs".
Ein willkommener Anlass für alle Abzocker dieser Welt, ein "handfester Grund" für eine allgemeine Verteuerung.

Man darf gespannt sein, ob von der Kirche gemeldet wird, dass uns Gott ob unseres sündhaften Treibens (Verhütung etc.) alle kollektiv mit dem Ausbruch bestraft hat.

Fr. Rosenkranz wird eventuell verbreiten, dass es sich um eine Warnung Wotans an alle Wähler handelt, sie zur Präsidentin zu machen. Wenn nicht - weitere Vulkanausbrüche.

Wasmichstört
00
20.4.2010, 11:46
Wir benötigen dringend...

...Geldspritzen vom Staat! - Unsere Managergehälter sind ernstlich in Gefahr! - gezeichnet Eure Luftfahrtindustrie

Take The Red Pill
01
20.4.2010, 11:29
An der Klima und Umweltforschungs Uni in Graz wurde bestätigt dass die Luftgüte in Graz nach 2 Tagen begonnen hat sich zu verbessern.

Soviel dazu.

zeamount
00
20.4.2010, 11:33

was glauben sie, was erst passieren würde, wenn man das auto öfter stehen liesse oder die elektronischen geräte weniger bzw nur benutzen würde, wenn sie wirklich notwendig sind?

dementsprechend: so what?

Erstschlag
 
01
20.4.2010, 10:22
Ich sehe es schon kommen:

Der Lauda beim AMS am Schalter für Mindestsicherung.

robert rittersmann
00
20.4.2010, 13:14

am Schalter für Flug-Mindestsicherung?

Simplicius Simplicissimus
00
20.4.2010, 12:53
Oder er wird Bundespräsi ...

... und begnadigt Elsner ...

.MS.
10
20.4.2010, 09:45
"So lange sich die Passagiere nicht hundertprozentig darauf verlassen können, dass sie mit dem Flugzeug ihr Ziel erreichen, steigen sie auf die Bahn um"

Meine Erfahrung mit der Bahn ist nicht viel besser. Allerdings ohne Vulkane. Mit der Bahn fährt man, weil man umweltschonend unterwegs sein möchte, oder sich sich nichts anderes leisten kann.

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