Kardinal von Havanna fordert Reformen und Dialog mit USA

20. April 2010, 07:50

Das Land brauche diese Schritte, um wirtschaftliche Krise zu überwinden - Kritik an Unterdrückung der Oppositionellen

Havanna - Der Kardinal von Havanna, Jaime Ortega, hat die kubanische Führung zu raschen Reformen aufgefordert, um die wirtschaftliche Krise des sozialistischen Inselstaates zu überwinden. Der Führer der katholischen Kirche Kubas verlangte zudem am Montag den Beginn eines Dialoges mit den Vereinigten Staaten, zu denen Kuba seit den 1960er Jahren keine Beziehungen mehr hat.

Ortega sagte, das Land befinde sich in einer seiner schlimmsten Krisen in der jüngeren Geschichte des Landes. Das Land leide an der schlimmsten wirtschaftliche Krise seit der Rezession, die auf den Zusammenbruch der Sowjetunion folgte. Dies wie das Hochhalten des US-Handelsembargo und die vergangenen Hurrikans hätten wirtschaftliche Schäden hinterlassen.

Der Kardinal von Havanna rief die Parteiführung außerdem dazu auf, politische Gefangene freizulassen. Seine Kritik erfolgte auch angesichts zunehmender Unterdrückung von Oppositionellen in Kuba: Am Sonntag hatten erneut Regimetreue einen Protestmarsch der "Damas des Blanco" vereitelt, die die Freilassung ihrer 2003 verurteilten Männer verlangen. Immer noch befindet sich der Dissident Guillermo Fariñas in einem Hungerstreik, um die Freilassung erkrankter politischer Häftlinge zu erreichen.

"Kritischen Kreis durchbrechen"

In einem Interview der Internet-Zeitschrift "Palabra Nueva" sagte der Kardinal, das Land befinde sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Deshalb müssten die notwendigen Änderungen sofort ergriffen werden. "Ich glaube, diese Meinung wird landesweit geteilt und ihre Hinauszögerung erzeugt Ungeduld und Unbehagen im Volk."

Der Dialog mit Washington ist nach Meinung Ortegas der erste nötige Schritt, um den "kritischen Kreis zu durchbrechen". US- Präsident Barack Obama habe als Voraussetzung für die Aufhebung der Sanktionen unter anderem eine Verbesserung der Menschenrechtslage in Kuba verlangt.

Laut BBC ist es nicht das erste Mal, dass der 73-Jährige laut Kritik übt. Nur seien seine öffentlichen Stellungnahmen ini diesem Interview schärfer als üblich ausgefallen. Die Menschen würden offen über die Mängel in Kubas Sozialsystem sprechen, bewertet Ortega weiter, und sie würden es "eine stalinistische Bürokratie" nennen, die apathische Arbeiter und magere Erträge zur Folge habe. (red/APA/dpa, derStandard.at, 20.4.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 122
1 2 3
Schlapsi
01
23.5.2010, 11:41
Gebet zu Stalin

Der Familiensinn der Kummerln ist schon sehr auffällig, in Nordkorea und in Kuba. Offensichtich kamm man solche Ideologien nur mehr durch Weitervererbung in der Familie halten, weil sonst auf niemanden mehr Verlass ist. Aber wenn dort einmal der Deckel hoch geht, dann können die Kummerln bei uns nur mehr zum Stalin beten, damit ihre Genossen vom Volk nicht gelyncht werden.

Cello Swiss
21
Die kommunistische Partei Kubas...

... sollte das Feld räumen. Sie hat während der letzten 50 Jahre völlig versagt. Die Familiendiktatur der Castros währt ihre letzten Tage.

Die Kubaner werden den Kommunismus auf den Müllhaufen der Geschichte werfen, genauso, wie es die Mittel- und Osteuropäer getan haben.

Wir freuen uns auf ein freies und unabhängiges Kuba, losgelöst vom Gängelband der Castro-Verbrecherbande und ihrer Korruption und Inkompetenz.

Comandante12
00
25.5.2010, 11:32

aha, wenns so versagt haben, frag ich mich, wie dann kuba im hdi index vor 2 eu-staaten liegen kann ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Huma... ment_Index

asinus
00
23.5.2010, 23:54

Der Raoul ist ja noch ein bisschen offener wenigstens als der versteinerte Fidel, aber ein Land gehört nun einmal nicht einem Familienclan.

Hänsels Gretel
21
22.4.2010, 21:58
Die katholische Kirche

sollte erst mal ihre Vergangenheit aufarbeiten.

Schlapsi
01
23.5.2010, 11:34

Und zu den Verbrechen des kommunistischen Regimes schweigen, damit man ihr dann in 10 Jahren Untätigkeit gegen eine Diktatur vorwerfen kann.

*space
00
21.4.2010, 20:30
Bewertungen von AI I

Natürlich ging es um Kuba und ihre Gesichtsfarbe sah auch etwas anders aus. Es ist schon peinlich wenn ein Vertreterin von AI die Diskussion abbrechen muss, weil Sie der Argumentation oder Fragen anderer intellektuell nicht folgen kann.

Ich persönlich habe nach dem Fall Zapata so etwas vermutet, aber das es so schlimm wird, hätte ich niemals gedacht. Aber tolle Broschüren haben die, Internetpräsenz. Leider kann ich nicht bestätigen, dass AI eine verlässliche Quelle ist und das ist sehr bitter. Wer soll der Welt dann unabhängig Menschenrechtsverletzungen mitteilen, mit diesem Thema spielt man nicht!

Der Neue Mensch
11
21.4.2010, 22:21

Space, ich kann die Vertreterin von AI verstehen, ich kann Ihrer "Argumentation" intellektuell auch nicht folgen. Sie besteht nämlich aus "space", soll heißen, sie ist vollkommen substanz- und auch quellenlos.

Aber ich glaube, zu einem Voluntariatsposten in Harald Neubers Prensa-Latina-Büro könnte es bei Ihnen noch reichen.

*space
00
22.4.2010, 09:29

Ach wissen Sie, wem wundert es.

Quellennachweis ist die Bewertung von Gesetzen selbst, so schwer zu verstehen? Wenn also eine Straftat nicht als Straftat bewertet wird (Aufruf zum Mord), sondern als freie Meinungsäußerung (aus Sicht von NGOs), na was ist dann falsch? Na, die Bewertung... Bekommt nun dieser Straftäter ein Verfahren wegen Mordes (aus Sicht des Staates), dann ist er für (NGOs und AI) ein politischer Gefangener. Weil er für seine freie Meinungsäußerung (politisches Motiv) einsitzt oder sanktioniert wurde.

Der Beweis ist Zapata selbst. Steht ja alles da, sollte ich bei nächsten Mal extra dazuschreiben? Nach der 10. Klasse gibt es keine Klausuren mit einfacher Frage und Antwort.

Na, wenn das so schwer ist zu verstehen...

*space
00
21.4.2010, 23:43

Lustig.

*space
00
21.4.2010, 20:57
Bewertungen von AI I Anfang

Teil "Bewertungen von AI I" ist der letzte Teil...


Weil AI Zapata irgendwann als politischen Gefangenen gelistet hat, obwohl er keiner ist, habe ich die Gelegenheit genutzt und war kürzlich bei einem Vortrag zur Menschenrechtslage in LA von AI.
AI wurde ausdrücklich gelobt für ihre umfassende Arbeit, auch von den linken Vertretern. Doch dann kam Kuba und siehe da Venezuela. Und plötzlich merkte man doch deutlich, dass sich der Wind dreht. Aus 200 politischen Gefangenen sind ja plötzlich auch weniger geworden, obwohl soviel von Raul nicht entlassen wurden. Wie seltsam.

*space
00
21.4.2010, 20:56
Bewertungen von AI II

1. AI behauptet hohe Standards zur Recherche zu nutzen, sie erwähnte, dass mindestens 1 Quelle herangezogen wird. Wie witzig. Sie kann auch 10-20 Quellen nutzen, wenn es bürgerliche sind ist es egal.
2. AI stellt die freie Meinungsäußerung über eine Straftat, was völlig inakzeptabel ist. Bedeutet, wenn ein Fernsehchef seine Meinung äußert und dabei fordert, die Regierung zu stürzen oder Chavez umzubringen, ist das für AI freie Meinungsäußerung und dann gilt die Person, wenn das verfolgt wird, als politische Tat. Und eben nicht als Straftat, selbst wenn er zum Mord aufruft. Sie sprach von der Bestechbarkeit der ven. Justiz, das kann ich mir zumindest vorstellen. Alles andere ist Schwachsinn.

*space
00
21.4.2010, 20:56
Bewertungen von AI IV

3. Gleiches Beispiel gilt für Zapata. Auch wenn die Antworten etwas undurchsichtig waren, sie (AI) hätten Kontakte zu den k. Familien. Ist das die eine Quelle? Was ist denn wenn diese Quelle (Frauen) von den USA Geld bekommt um den Gemeinsamen Standpunkt zu vertreten? Wer kann das ausschließen, wenn ihre Männer genau das gemacht haben? Was soll das dann für eine Quelle sein? Wer für ausländisches Geld zum Kolaborateur wird usw. unterliegt dem Strafrecht.

Grundsätzlich muss ich noch sagen, dass dort jemand genau solche fiktiven Fälle der Bewertung von Delikten geäußert hat und die Dame, die Diskussion plötzlich abgebrochen hat, weil ihr das zu konfus war.

Erzpiefke
 
00
21.4.2010, 10:04
Wozu das Paradies reformieren?

Kuba ist doch ein leuchtendes Beispiel dafür, daß Sozialismus nur mit Sklaverei funktionieren kann. Und dann kann man eigentlich nur von einem funktionieren auf niedrigstem Niveau sprechen. Schuld daran ist natürlich der imperialistische Klassenfeind, der zu wenig Entwicklungshilfe leistet.

Kunigunde IV
00
21.4.2010, 08:04
Das Bild wirft zwei Fragen auf:

1. Warum tragen die alle Präservative auf dem Kopf?

2. Warum sind die Dinger so gross?

Schlapsi
00
23.5.2010, 11:45

Ich finde Ihr posting zwar sehr primitiv, es zeigt aber die Toleranz der Kathoiken, weil es kaum jemand ernst nimmt. Probieren S das einmal mit dem Islam, Sie elender Feigling!

Jürgen Rembremerding
00
21.4.2010, 09:59
Dein Posting wirf die Frage auf,

ob Du je im Leben ein Präservativ gesehen hast.

Kunigunde IV
00
21.4.2010, 10:08

Ich habe es zumindest anders benützt.

Nicolas Castillo
00
22.4.2010, 20:47
und das sah so aus?

da mache ich mir wirklich Sorgen um Sie ...

Hänsels Gretel
12
20.4.2010, 21:30
Männern in Frauenkleidern

sind mir grundsätzlich suspekt.

Hat eigentlich ein Bischof der Amis schon die Kriege der USA und ihre Gefangenenlager weltweit kritisiert?

Trauen sich vermutlich nicht oder sind dafür.
Andere Möglichkeit sehe ich nicht.

Ich weiß, weshalb ich aus diesem Verein ausgetreten bin: Es hatte keine finanziellen Gründe. Aber ich muß mich heute nicht für die tagtäglichen Skandale schämen, was ich tun müßte, wenn ich noch Mitglied wäre.

Schlapsi
00
23.5.2010, 11:48

Es wird höchste Zeit, dass man auch die Verbrechen der Kommunisten auf der ganzen Wet aufarbeitet, auch jene in Österreich, als Deine dr.ckigen Genossen Österreicher nach Sibirien verschleppen ließen.

Jürgen Rembremerding
02
21.4.2010, 07:34
"Hat eigentlich ein Bischof der Amis schon die Kriege der USA und ihre Gefangenenlager weltweit kritisiert? "

Der Bischof von Rom (auch bekannt als sog. "Papst") hat den Krieg der USA gegen des Irak kritisiert:

http://www.uni-kassel.de/fb5/fried... tikan.html

Cello Swiss
11
21.4.2010, 03:44
Männer in Uniformen

sind mir grundsätzlich suspekt.

Familiendikatoren kommunistischer Prägung noch viel mehr.

Die Castro-Brüder stehen am Kopf einer Verberbande und werden eines Tages vom kubanischen Volk zur Rechenschaft gezogen werden. Bis dahin wird das kubanische Volk weiter leiden.

Es braucht keinen katholischen Kleriker um die Unfähigkeit und Korruption der kommunistischen Diktatur zu geiseln. Jeder intelligente und informierte Mensch kann das selbst nachvollziehen.

Schlapsi
00
23.5.2010, 11:50
Warum nicht

Warum soll das ein Kleriker nicht dürfen, damit man der Kirche dann in die Schuhe schieben kann, geschwiegen zu haben und mit dem dr.ckigen Regime gepackelt zu haben? Nein, sie hat einmal geschwiegen und soll es nie mehr wieder tun!!!!

Träume sind Schäume.
44
20.4.2010, 20:57
Stimmt schon

Wenn's ein Kardinal sagt, bringt das die Linken hierzulande allerdings zum Fauchen.

Hmm, wer sollte es sonst sagen?

- Ein Journalist eines freien Mediums, gibts nicht
- Ein Führer einer freien Gewerkschaft, gibts nicht
- Der Vorsitzende eines freien Berufs/Studenten/Gesellschaftsvereins, gibts nicht
- Ein Anführer einer oppositionellen Partei,...kein Komentar.

Also viele Institutionen die nicht vor den Castro Clan kriechen bleiben da nicht.

Ceterum Censeo, wieso bleiben die Kuba Fans nicht mal verpflichtend ein Jahr auf der Insel und leben das tropische Paradies?
Es wäre immerhind eine interessante Erfahrung wie man den Alltag ohne Klohpapier meistert, ein Tipp Castros Parteizeitung scheuert ziemlich am Hinterteil ;)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 122
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.