Anzahl der Mitarbeiter bereits unter 7000
Wien - Das Management der AUA hat sich mit den Betriebsräten Boden und Bord auf ein Sparpaket geeinigt. 75 Prozent der Boden-Mitarbeiter haben den Sparmaßnahmen zugestimmt, derzeit läuft die Abstimmung beim fliegenden Personal. Das Sparpaket ist Teil des im Vorjahr beschlossenen Maßnahmenpaketes, das die Kosten von 2010 bis 2015 um 150 Mio. Euro senken soll.
Beim Bodenpersonal wurde die 38,5-Stunden-Woche vereinbart. Bisher gab es hier vier verschiedene Arbeitszeitmodelle. Zudem wurden die Zahlungen an die Pensionskasse auf 3,75 Prozent reduziert, sagte Boden-Betriebsratschef Alf Junghans zum Standard.
Gleichzeitig geht der Mitarbeiter-Abbau weiter. Ende des Vorjahres waren es noch über 7000, mittlerweile sei man bereits bei unter 7000, so ein AUA-Sprecher. Ende Juni werden erneut etliche das Unternehmen verlassen. Gegen Jahresende will die AUAden Personalstand auf 6000 reduziert haben. Dessen ungeachtet untersucht die AUA derzeit, im Winterflugplan 2010/2011 eine neue Langstrecken-Destination (mit einer Boeing 767) aufzunehmen. Welche das sein könnte, war nicht zu eruieren. Ab Sommerflugplan 2011 könnte eine zusätzliche Boeing 777 zum Einsatz kommen.
Fusion auf Eis
Die angedachte Fusion zwischen US Airways und United Airlines wird immer fraglicher. United Airlines habe die Verhandlungen auf Eis gelegt und konzentriere sich jetzt auf Gespräche mit dem Nebenbuhler Continental Airlines, schreibt die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg. Schon nächste Woche könnte eine Entscheidung über die Fusion fallen. Die Fluggesellschaften versuchen derzeit alles, um Geld zu sparen. Sowohl US Airways als auch United Airlines schrieben zuletzt Verluste, Continental flog als eine der wenigen mit Gewinn. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.04.2010)