Mitarbeiter-Abbau

AUA mit Betriebsrat über Sparpaket einig

Claudia Ruff, 19. April 2010 17:59

Anzahl der Mitarbeiter bereits unter 7000

Wien - Das Management der AUA hat sich mit den Betriebsräten Boden und Bord auf ein Sparpaket geeinigt. 75 Prozent der Boden-Mitarbeiter haben den Sparmaßnahmen zugestimmt, derzeit läuft die Abstimmung beim fliegenden Personal. Das Sparpaket ist Teil des im Vorjahr beschlossenen Maßnahmenpaketes, das die Kosten von 2010 bis 2015 um 150 Mio. Euro senken soll.

Beim Bodenpersonal wurde die 38,5-Stunden-Woche vereinbart. Bisher gab es hier vier verschiedene Arbeitszeitmodelle. Zudem wurden die Zahlungen an die Pensionskasse auf 3,75 Prozent reduziert, sagte Boden-Betriebsratschef Alf Junghans zum Standard.

Gleichzeitig geht der Mitarbeiter-Abbau weiter. Ende des Vorjahres waren es noch über 7000, mittlerweile sei man bereits bei unter 7000, so ein AUA-Sprecher. Ende Juni werden erneut etliche das Unternehmen verlassen. Gegen Jahresende will die AUAden Personalstand auf 6000 reduziert haben. Dessen ungeachtet untersucht die AUA derzeit, im Winterflugplan 2010/2011 eine neue Langstrecken-Destination (mit einer Boeing 767) aufzunehmen. Welche das sein könnte, war nicht zu eruieren. Ab Sommerflugplan 2011 könnte eine zusätzliche Boeing 777 zum Einsatz kommen.

Fusion auf Eis

Die angedachte Fusion zwischen US Airways und United Airlines wird immer fraglicher. United Airlines habe die Verhandlungen auf Eis gelegt und konzentriere sich jetzt auf Gespräche mit dem Nebenbuhler Continental Airlines, schreibt die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg. Schon nächste Woche könnte eine Entscheidung über die Fusion fallen. Die Fluggesellschaften versuchen derzeit alles, um Geld zu sparen. Sowohl US Airways als auch United Airlines schrieben zuletzt Verluste, Continental flog als eine der wenigen mit Gewinn. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.04.2010)

Elfmeter
19.04.2010 21:30
Ich versteh' nicht, wo sind die Vertreter der Gewerkschaft....

.... um gegen den Mitarbeiterabbau und die Kostenreduktionen beim Personal zu protestieren? Mut verloren? Oder vielleicht doch verstanden, dass die Starrsinnigkeit der vergangenen Jahre den Weg Sackgasse aufgetan hat? Die Mitarbeiter und Betriebsräte hätten es in der Hand gehabt zu einer Zeit gegenzusteuern, als das Unternehmen noch Flügel hatte.

LIONDUB
20.04.2010 11:25
die privilegien

der mitarbeiter sollten abgebaut werden- macht ja kein gutes bild, wenn die staaten die airlines wiederbeleben und deren mitarbeiter weiterhin mit 50,- nach thailand und zurück fliegen.

sysiphos
 
20.04.2010 10:54
wollt grade das gleiche fragen...

und auch ihre antwort entspricht meiner wahrnehmung der recht offensichtlich scheinenden tatsachen. ich würde noch hinzufügen, dass die aua-mitarbeiterInnen sozusagen in der wilden freien marktwirtschaft angekommen sind, und mitkriegen, dass hier die gesetze ein bisschen anders sind als in der geschützten werkstatt. in solch einer umgebung (staatlich / quasi beamtet) eine etwas andere wahrnehmung zu haben, sprich die eigenen privilegien für naturgesetze zu halten ist indes offenbar zutiefst menschlich...

Allmächtiger Satan
20.04.2010 10:53

Die Politik hätte auch die Zeit gehabt, sich aus der AUA zurückzuziehen. Politvorstände züchten als Gegengewicht eben erzrote Politbetriebsräte hervor und beide agieren a la "tust du mir nicht weh, tu ich dir nicht weh" auf dem Rücken der Angestellten.

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