Flugstopp

AUA hält sich bedeckt zu Regressforderungen

19. April 2010, 13:36

Sprecher verweist auf "große Lücke" bei Flugverbots-Entscheidungen der nationalen Behörden in Europa

Wien - Die Austrian Airlines (AUA) werden sich zu gegebener Zeit mit dem Thema möglicher Regress-Forderungen wegen der tagelangen Flugverbote aufgrund der Vulkanasche aus Island beschäftigen, sagte AUA-Sprecher Martin Hehemann am Montag. Derzeit wolle man dazu noch keine Aussage treffen, ebenso wenig zur Höhe der Schäden, die die Luftraumsperren der Lufthansa-Tochter bisher beschert haben. Derzeit habe man "andere Sorgen, nämlich die Flugzeuge wieder nach oben und die Kunden heimzubringen", so Hehemann. Bisher sprachen die AUA von Schäden in Millionenhöhe pro Tag, ohne dies näher zu beziffern. Die Lufthansa rechnet mit 25 Mio. Euro Kosten pro Tag, für den Flughafen Wien sprechen Analysten von 1 bis 2 Mio. Euro täglich.

Dank an Austro Control

Zum Regress-Thema meinte der AUA-Sprecher, bei den Flugverbots-Entscheidungen der Gemeinschaft der nationalen Behörden in den vergangenen Tagen sei "eine große Lücke" offenbar geworden, in physikalischer wie auch rechtlicher Hinsicht. Es gebe kein ein klares Messsystem und keine verbindlichen Grenzwerte für derartige Partikelbelastungen. Eurocontrol, die EU und andere hätten "das bisher nicht geregelt". Bei der Austro Control bedanke man sich aber für die rasche Reaktion auf die neue Situation und die Flugfreigabe per Montagfrüh. Damit sei Österreich Vorreiter. "Deutschland, die Schweiz und Norditalien sind noch immer zu", so der AUA-Sprecher.

Die AUA-Mutter Lufthansa erwägt jedenfalls Regress-Ansprüche, wie deren Konzernsprecher Klaus Walther am Sonntag zu Reuters sagte: "Wir behalten uns auch vor, die Frage zu stellen, wer haftet eigentlich, wer kommt für die Schäden auf?". Es sei korrekt, dass der Luftraum anfangs ohne Messungen gesperrt worden sei, um Gefahren zu vermeiden. Aber danach hätten die Behörden sofort mit Tests und Messungen beginnen müssen, um das weitere Vorgehen zu untermauern. Zudem hätten mehrere Informationsquellen genutzt werden müssen. Das sei aber tagelang nicht passiert, während der leere Himmel und das Chaos am Boden die Volkswirtschaft Milliarden kosteten, so Walther. (APA)

Allmächtiger Satan
00
20.4.2010, 11:15

Dass es bei Erdbeben auch Tage dauert, bist Hilfe vor Ort ist und effektiv geholfen werden kann, obwohl der halbe Planet Hilfe anbietet muss dann wohl auch zu Regressansprüchen der dort ansässigen Airliner führen. Kann ja nicht, sein, dass die Welt die Runway nicht sofortigst repariert, damit die Airliner ungestört Kohle machen können.

Liebe Fluglinien, wenn ihr finanziell so schwach seid, dann geht bitte pleite und überlasst den Markt den fitteren Airlines anstatt jedesmal die Hand aufzuhalten, wenn es wo rumpelt und donnert. Oder wollt ihr eines Tages auch Staatsentschädigung, wenn ihr wegen Schlechtwetter nicht fliegen könnt?

Lächerlich ist hier nur die Performance und Reaktion mancher Airlines, nicht die der Flugsicherung und Politik.

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