Untersuchung des Fraunhofer-Instituts sorgt für Aufregung - "Propaganda für Hotmail"
Eine von Microsoft mitfinanzierte Studie über Spamaufkommen bei Freemailern sorgt für Schlagzeilen. Ergebnis der vom des Fraunhofer-Instituts durchgeführte Studie: Yahoo-Nutzer wurden im Testzeitraum nur acht Mal von Werbemüll belästigt. An zweiter Stelle liegt Hotmail mit 13 Spam-Mails vor Google mit 18 Eingängen. Das schlechteste Ergebnis ermittelte das Fraunhofer-Institut für web.de mit 57 und GMX mit 116 Werbemails. Mitgezählt wurden jeweils auch die Werbemails der Anbieter selbst.
"Propaganda für Hotmail"
United Internet, die Firma hinter web.de und GMX, reagiert gereizt. Man sei das Opfer eines „Kleinkriegs, den Microsoft gegen Unternehmen begonnen habe." "Die Untersuchungskriterien, die Microsoft mit dem Fraunhofer-Institut vereinbart hat, lassen jedoch vermuten, dass es sich hierbei weniger um eine seriöse Untersuchung, als vielmehr um Propaganda für Microsofts Hotmail handelt", sagte ein Firmensprecher zu Golem.de. Auch wird betont, dass E-Mail-Provider in Deutschland im Gegensatz zu den US-Firmen Microsoft, Yahoo und Google gesetzlich verpflichtet sind, elektronische Post auch zuzustellen.
Das Fraunhofer-Institut betont, dass man die Tests absolut unabhängig durchgeführt habe.
(red)