Grüne kritisieren Art und Weise der Amflora-Zulassung

16. April 2010, 19:26

Anbaugenehmigung der Gentechnik-Erdapfel sorge für einen "Eiertanz" in vielen EU-Staaten

Wien/Brüssel - Die schnelle Zulassung, mit der der zuständige EU-Gesundheitskommissar John Dalli im März, also gleich zu Beginn seiner Amtszeit, den Gentechnik-Erdapfel Amflora durchgedrückt hat, sorgt nachträglich für Diskussionen. Zwar wurde in Österreich ein Anbauverbot für die Amflora erlassen, doch wird das Prozedere an sich kritisiert. Dalli hat sich für die Zulassung nämlich die zustimmenden Unterschriften aller Kommissare geholt - und damit auch von dem für Regionen zuständigen Kommissar Johannes Hahn (VP), wie der grüne Landwirtschaftssprecher Wolfgang Pirklhuber kritisiert.

Mit der Zulassung der Amflora zum Anbau komme es nun zu einem Eiertanz in vielen EU-Mitgliedsstaaten, meint er. Beispiel Deutschland: Dort sei der Druck, die Stärkekartoffel anzubauen, besonders groß, wurde die Amflora doch von BASF entwickelt. Zwar ist die Amflora als Stärkeerdapfel (Einsatz: Papier-, Klebstoffindustrie) vorgesehen, doch werden Reststoffe der Knolle an Tiere verfüttert. (ruz, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17./18.4.2010)

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