Die Grausamkeit des Zufalls

16. April 2010, 18:45

Die Tragödie von Smolensk im Licht der jahrhundertealten Geschichte des Misstrauens zwischen Moskau und Warschau - von Nina Chruschtschowa

Makabre Bestätigung schicksalshafter Kontinuität oder Auftakt für eine neue Ära?

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Immer wenn in Russland etwas passiert, lauert schon die Frage: Wer hat Schuld? In der Tragödie, bei der der polnische Präsident Lech Kaczynski und 95 weitere Mitglieder der polnischen Führung ums Leben kamen, können wir diese Frage zumindest in einer Hinsicht beantworten: Schuld hat die Geschichte.

Das Geschehen ist so grässlich, dass es wie ein schlechter Witz, ein bösartiges KGB-Komplott oder eine geisteskranke Verschwörung à la James Bond erscheint - oder eine Mischung aus allen dreien. Doch der Absturz, der ganz Polen in Trauer gestürzt hat, ist nichts davon. Eine Tragödie, die jeder logischen Erklärung trotzt, bestätigt nur eins: die Grausamkeit des Zufalls.

Was, wenn kein Nebel die sichere Landung am Flughafen von Smolensk verhindert hätte? Was, wenn es sich bei dem Flugzeug nicht um eine 20 Jahre alte russische Tupolew-154, sondern ein neueres, sicheres Modell gehandelt hätte? Was, wenn der polnische Pilot die Anweisungen des russischen Fluglotsen befolgt hätte, der das Flugzeug nach Moskau oder Minsk umleiten wollte?

Leider bildet die Grausamkeit des Zufalls auch ein Kernelement des Jahrhunderte alten Misstrauens zwischen Polen und Russland. Die Ironie (wenn man überhaupt von Ironie sprechen kann) ist, dass sich diese Tragödie zu einem Zeitpunkt ereignete, als das Misstrauen endlich besseren, sachlicheren Beziehungen und einem stärkeren Verständnis zwischen den beiden Ländern zu weichen schien.

Nach 70 Jahren des Leugnens war die russische Führung (wenn auch nicht der kleine Mann in Russland) bereit, zuzugeben, dass Joseph Stalins NKVD (der Vorgänger des KGB) 1940 im nahe gelegenen Wald von Katyn mehr als 20.000 polnische Offiziere, Intellektuelle und Geistliche abschlachtete. Tatsächlich hatte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin, selbst ein ehemaliger KGB-Offizier, seinen polnischen Amtskollegen Donald Tusk eingeladen, der Tragödie gemeinsam zu gedenken.

Die langen Schatten ...

Doch Kaczynski, in den 1980er Jahren Mitglied der Solidarnosc, die den Sturz des kommunistischen Regimes anstrebte, war den Russen gegenüber misstrauischer als Tusk. Er stellte seine eigene Delegation zusammen, um Katyn zu besuchen, wobei er lauthals die Frage aufwarf, ob die Russen ihm wohl ein Visum erteilen würden. Russen wurden mit Sicherheit keine eingeladen.

Vielleicht misstrauten, als der Pilot der Präsidentenmaschine (ironischerweise sowjetischer Machart) angewiesen wurde, in dem dichten Nebel nicht zu landen, dieser oder möglicherweise der Präsident selbst der russischen Bereitschaft, einen ehrlichen Rat zu geben. Sie könnten sich durchaus gefragt haben, ob die gerissenen Ex-KGB-Leute um Putin Kaczyñskis Trauerfeier in Katyn nicht einfach zum Gespött machen wollten.

Misstrauen und Streit zwischen Russen und Polen reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, als Polen die deutliche stärkere Macht war; das Großherzogtum Moskau war tatsächlich tiefste Provinz. Im Laufe der Jahrhunderte folgten von beiden Seiten angefangene Kriege, die von den Russen umgesetzten polnischen Teilungen und dann Versuche einer "Russifizierung" , bei der sich das russische, christlich-orthodoxe Kaiserreich bemühte, das "silberzungige" , "hinterhältige" , Westeuropa zugewandte katholische Polen unter seine Kontrolle zu bekommen.

Dann kamen die bolschewistische Revolution des Jahres 1917, der sich anzuschließen die Polen sich weigerten, und Marschall Józef Pilsudskis wundersamer Sieg über die Rote Armee vor den Toren Warschaus 1920. Während der Zwischenkriegszeit standen sich Polen und das im Werden begriffene Sowjetregime nahezu ununterbrochen in offener Feindschaft gegenüber.

Die Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Paktes mit Nazideutschland bot Stalin 1939 die Gelegenheit zum Einmarsch in Polen. Das Massaker von Katyn war seine direkte Folge: Stalin befahl den Massenmord an der polnischen Elite, um der polnischen Gesellschaft ihre Führung zu nehmen und sie so fügsamer zu machen.

... von Katyn

Katyn war zugleich der Anlass für die Sowjets zum Abbruch der Beziehungen mit der polnischen Exilregierung der Kriegsjahre in London. Weil die polnische Führung sich weigerte, die Russen von ihrer Schuld freizusprechen, beschuldigte Stalin die Polen der Kollaboration mit den Deutschen bei dem Versuch, den Russen Naziverbrechen unterzuschieben. Wenig später setzte sich die Idee fest, in Warschau ein Marionettenregime zu errichten.

Obwohl der nationalsozialistisch-sowjetische Pakt nicht lange hielt - Deutschland marschierte 1941 in Russland ein -, gab es für Polen kein Entkommen. Mit der Niederlage Hitlers fiel es einmal mehr in den russischen Einflussbereich, diesmal den Sowjetrusslands.

Doch hörte Polen nie auf, sich um seine Unabhängigkeit zu bemühen - und dafür zu streiken. Der Aufstieg der Solidarnosc in den 1980er Jahren war der erste und schwerste Schlag, den das vor sich hin dümpelnde Sowjetsystem erlitt. Im in Polen geborenen Papst Johannes Paul II. kristallisierte sich die antikommunistische "Bedrohung" , die Polen nun für die Sowjetunion darstellte. Der Ruf des Papstes nach Religionsfreiheit weltweit, und damit auch in den sozialistischen Ländern, kam bei den atheistischen Sowjets - und auch den orthodoxen Russen - nicht gut an.

Alte kulturelle Muster

Tatsächlich blieb die Feindseligkeit zwischen Polen und Russland während des gesamten 20. Jahrhunderts auf dem Siedepunkt, was sich nicht allein politisch, sondern auch kulturell äußerte. Auch hiermit setzte sich natürlich ein altes Muster fort: Alexander Puschkin, Nicolai Gogol und Fjodor Dostojewski misstrauten den Polen alle; sie nannten sie "kalt" , "distanziert" und "berechnend" und sahen Polen als Land an, das stets aufseiten des Westens stand, statt seinen slawischen Brüdern beizustehen. Bezeichnender Weise endete Puschkins Freundschaft mit Adam Mickiewicz mit einem Zerwürfnis über den polnischen Aufstand von 1830 gegen die Zarenherrschaft.

Diese Feindseligkeit ging so tief, dass, als beide Länder dann nicht mehr kommunistisch waren und Russland einen Ersatz für den Feiertag zu Ehren der Oktoberrevolution ( 7. November) suchte, es sich für den 4. November entschied - den Jahrestag des Sieges der russischen Bojaren im Jahre 1612 über den polnischen König Sigismund, der kurzfristig Moskau besetzt hatte.

Nun ist iin diesen Tagen sowohl in Warschau wie auch in Moskau davon die Rede, dass die zweite Tragödie von Katyn eine neue Ära in den bilateralen Beziehungen einleiten könnte. Das mag sein, doch wie schon der polnische Essayist Stanislaw Jerzy Lec sagte: "Man kann die Augen vor der Wirklichkeit verschließen, aber nicht vor seinen Erinnerungen." (DER STANDARD, Printausgabe, 17.4.2010)

Nina Chruschtschowa, eine Enkelin von Nikita Chruschtschow und u. a. Autorin des Buches "Imagining Nabokov. Russia between Art and Politics" (2008), unterrichtet Internationale Angelegenheiten an der New School University in New York.

©Project Syndicate, 2010; Übersetzung aus dem Englischen von Jan Doolan

    Kommentar posten
    Posting 1 bis 25 von 39
    1 2
    Walter Tiefenthaler
    12
    18.4.2010, 03:34
    wow...

    ...ein wirklich guter artikel. vielen dank!

    Alexei Pavlov
    43
    17.4.2010, 15:14

    ES WAR KEIN ZUFALL!

    Auch Katyn-2 wurde vom bösen NKWD organisiert.Hier sind die Beweise:

    http://pics.livejournal.com/lexus13/p... /0006sfz7/

    (Unterschrift: I. Stalin und L. Beria wählen eine Stelle für die Pflanzung eines Baums. Flugfeld bei Smolensk,10.4.1940)

    Also taggenau vor 70 Jahren wurde der Mord einer polnischen Kartoffel konzipiert und vorbereitet. Der Krieg hinderte vorerst das böse NKWD bei seiner Teufelsarbeit,doch danach setzte es diese fort:

    http://www.7image.ru/pics/0410... 695393.jpg

    (Unterschrift: NKWD-Offiziere pflanzen Bäume auf Stalins persönlichen Befehl,Smolensk 1947)

    (Das Flugzeug,mit dem die Kartoffel transportiert wurde,stützte bekanntlich ein,nachdem er die Bäumenkronen nahe Flughafen Smolensk angerührt hatte).

    obernegg
    00
    18.4.2010, 10:15
    Beweise ??

    Beweise für Katyn-1 gibts genug aber nicht so schwachsinnige

    Alexei Pavlov
    10
    18.4.2010, 20:27

    Und Sie wären in der Lage, diese zu liefern?

    Dante Alighieri
    21
    18.4.2010, 00:36

    "Nach 70 Jahren des Leugnens war die russische Führung (wenn auch nicht der kleine Mann in Russland) bereit"

    Beschreibt Sie und die anderen Moskau-Narren sehr gut ^^

    Alexei Pavlov
    00
    18.4.2010, 07:27

    Übrigens gehöre ich nicht zur Moskauer Führung. Wie kommen Sie dann dazu, mich als "Narren" zu bezeichnen?

    philidor85
    00
    21.4.2010, 08:10

    nun ja alexei versuchen sie beim nächsten posting, ihre beleidigungen etwas subtiler zu verpacken, dann klappts auch mit der zensur)

    damit sie verstehen was dante meinte, erkläre ich es ihnen liebenswürdiger weise:

    nach 70 jahren des leugnens war die russische führung bereit nicht mehr weiter zu leugnen

    in klammer befindet sich eine amerkung, nämlich, dass der kleine mann - unter anderem auch sie herr pavlov - nicht bereit ist mit dem leugnen aufzuhören

    des weiteren bin ich sicherlich kein nazi und die westeuropäischen länder sind mittlerweile auch nicht faschistisch

    ebenso wenig vom russenhass verblendet, hab genau 0 gegen diese nationalität

    warum auch?

    Alexei Pavlov
    00
    21.4.2010, 13:17

    Also nochmals:

    Im 1. Satz haben wir a) "die russische Führung" und b) "den kleinen Mann in Rußland"

    Da gibt es keinen Hinweis darauf, ob ich zur "Führung" oder zu den Iwan-Normalverbrauchern gehören würde.

    Im 2. Satz "Beschreibt Sie und die anderen Moskau-Narren" gibt es diesen Hinweis: Ich gehöre zu den "Moskau-Narren". Also, zur 1. Kategorie, denn die Führung lebt (zumeist) in Moskau,"der kleine Mann" hauptsächlich außerhalb.

    Ist es nun auch für die rassistischen Betonköpfe klar?

    Für Ihre Behauptung,"nämlich, dass der kleine mann - UNTER ANDEREM AUCH SIE herr pavlov" gibt es hingegen keine Anhaltspunkte.

    Die westeuropäischen Länder -- und UNTER ANDEREM AUCH SIE -- diskriminieren mich und andere Russen aus rein rassistischen Gründen.

    philidor85
    00
    21.4.2010, 13:52

    nun ja vielleicht fragen sie bei dante noch mal explizit nach wenn sie es mir nicht glauben

    den hinweis liefern sie selbst, denn dieser satz bezieht sich ja auf ihre relativierenden postings

    das könnten sie leicht widerlegen indem sie sagen: ja in katyn fand ein massenmord statt, ja der nkwd ist dafür verantwortlich und es ist ein verbrechen

    bezüglich der westeuropäischen länder sehe ich die moralische verfehlung anderorts: man hat wichtige wirtschaftsbeziehungen, die man nicht gefährden will, deshalb hofiert man putin und geht nicht auf etwaige menschenrechtsverletzungen bzw. demokratische defizite ein

    noch mal pavlov: ich empfinde gegenüber russen keinen hass, woran machen sie den bitte aus?

    Alexei Pavlov
    00
    21.4.2010, 19:09

    Ist mir egal,wie er oder Sie sich jetzt aus der Patsche helfen wollen.

    Ich zeigte,was seine Aussage bedeutet,und daß Ihre Belehrungen ("er meint sie auch nicht mit moskauer führung...lesen sie noch einmal genau") nichts weiter,als ein Großmaulauftritt waren.

    Wenn ich mich richtig erinnere,waren es doch Sie jener Typ,der mir ebenso großmäulig weismachen konnte,daß das 4. Dt. Reich ein demokratischer Staat sei,wo die Judikative von der Exekutive unabhängig sei? War Ihnen die Niederlage damals keine Lehre?

    "ich empfinde gegenüber russen keinen hass"??

    Kein Hass,nur die Einstellung ggueber Russen als "Untermenschen",denen nur in Ausnahmsfällen die gleichen Rechte und Freiheiten gewährt werden sollen,wie den "Menschen 1. Klasse".

    philidor85
    00
    21.4.2010, 22:30

    ich will mir aus keiner patsche helfen, sondern wollte ihnen lediglich erklären wie der satz zu verstehen war

    aber anscheinend vergeblich, sie sind erkenntnis resistent

    und ja ich bin jener typ, ich erlitt auch keine niederlage sondern habe ihnen erklärt, dass die interpretation von verfassungsgesetzen nicht bedeutet, dass ein staat keine demokratie ist...auch da waren sie lernunwillig dafür aber umso spendabler mit verleumdungen und beleidigungen

    und nein die 3 säulen des staates sind nicht unabhängig von einander...schon mal was von checks and balance gehört?

    schön dass sie eingesehen haben, dass ich russen gegenüber keinen hass empfinde - das hirngespinst mit den untermenschen können sie sich auch gleich aus dem kopf schlagen

    philidor85
    00
    18.4.2010, 17:08

    er meint sie auch nicht mit moskauer führung...lesen sie noch einmal genau

    auch wenn sie damit kaum den gewünscht effekt erzielen werden, muss ich doch sagen, dass sie diesmal etwas humor bewiesen haben ;)

    die theorie ist übrigens plausibel...stalin war ein großer freund der pflanzen

    mit blumen wurde er von mutter keke zum laufen animiert und im hohen alter verbrachte er seine zeit gerne mit anbau in seinen gärten

    also insofern ist er sicher dafür qualifiziert ;)

    Alexei Pavlov
    00
    18.4.2010, 07:25

    Hauptsache, ist die Tussi zu allem bereit.

    Gegen entsprechende Bezahlung, selbstverständlich...

    apio indiget
    01
    17.4.2010, 18:05
    Tolle Fotos!

    Alexei Pavlov
    00
    20.4.2010, 19:36

    Es ist noch schlimmer: Auch am Vulkanausbruch in Island ist der böse Stalin schuld. Er soll das noch 1931 vorbereitet haben:

    http://www.imagehut.net/images/we... 3bfowl.jpg

    (achten Sie auf seine Pfeife!!)

    Alexei Pavlov
    20
    17.4.2010, 21:24

    Finde ich auch!

    Vor allem belegen sie: Wenn man Beweise für die NKWD-Schuld sucht, kann man diese immer finden!

    Wladimir Burdajewicz
     
    00
    20.4.2010, 11:04
    @Alexei Popov. Anscheined reicht es Ihnen auch nicht...

    wenn der RF Präsident Miedwiedjew in Russichen TV klipp und klar über dem Mord an polnischen, aber auch russischen Intellektuellen gesprochen und eindeutig den Namen Stalin und seine NKWD für die Ermordung an tausenden Opfer verantwortlich gemacht hat. Immer mehr Russen wissen, dass hinter dem glorreichen Stalin auch ganze Mordmaschinerie stand. Die Solidarität der russischen Bevölkerung mit den Opfern des Stalinismus nimmt zu und das ist gut so. Das Eis ist gebrochen und Russland geht nicht unter. Beide Nationen POL & RUS müssen zu einander. Aus diesen Korn muss eine Ernte geben. Das ist und war immer mein Wunsch. Schon in Gdansk sprach Putin von einer Familie, jetzt reden die Polen von Russen Brüdern und slawischen Wurzeln.

    Alexei Pavlov
    00
    20.4.2010, 19:23

    Sie irren, und zwar, nicht nur mit meinem Namen. Stalin gewinnt immer mehr Rückhalt in der russischen Bevölkerung, u.a. unter den Jungen. Die Abstimmung über "Rußlands Name" vor 1 Jahr zeigte es deutlich.

    Bzgl. "Opfer" ist noch weitgehend fraglich, wer da als Opfer und wer als Verbrecher anzusehen ist.

    Was die Mafialeutnants Pooh und Me meinen, interessiert mich weniger, als Schnee von gestern. Ebenso wie das Kuscheln der korrupten russischen "Elite" mit der korrupten polnischen oder italienischen.

    Auch das Schwärmen von "Brüdern und slawischen Wurzeln" läßt mich kalt: Im Gegensatz zu Ihnen und Ihren Gesinnungsfreunden hier im Forum bin ich kein Nationalist.

    Wladimir Burdajewicz
     
    00
    20.4.2010, 23:06
    Warum zum Teufel Popov ist mir ungeklärt, aber...

    natürlich zollt Ihnen meine Entschuldigung.Was Sie mit der Mafia meinen kann ich nur als Affront gegenüber Miedwiedjew, der seine harte (angesagt) Vorgangsweise Angekündigt. Über polnische Mafia haben Sie so viel Ahnung wie ich selber.Mit unrechtlichen Dingen glauben Sie mir gehen die Polen hart vor und heute redet man nicht mehr so klein ist der Unkraut gewachsen. "Brüdern und slawischen Wurzeln" läßt mich kalt:deutet auf einen Betonschädel eines Stalinisten.Mich freut aber jede Annäherung der beiden Nationen und vor allem die Meinung der Russen nicht aus der Zeit vor einem Jahr, sondern jetzt und in der Zukunft.Jetzt kennen Katyn nicht nur Polen, aber auch Russland und geben auch Würdenträger dieser Nation das zu Und das zählt.Nicht Sie.

    Alexei Pavlov
    00
    21.4.2010, 18:59

    Übrigens habe ich gerade heute gelesen (meine Übersetzung aus dem Russischen):

    "Die Zerteilung Rußlands liegt der polnischen Ostpolitik zugrunde. (...) Deshalb wird sich unsere mögliche Position nach der folgenden Formel richten: Wer wird an der Teilung teilnehmen? Polen darf nicht in diesem großartigen historischen Zeitpunkt passiv bleiben"

    (aus einem Referat des Generalstabs der polnischen Armee, Dezember 1938)

    http://www.1tv.ru/news/leontiev/15919

    So viel zu "Brüdern und slawischen Wurzeln".

    Andere Zeichen dieser "Bruderschaft" sind die Vernichtung von Zehntausended Rotarmisten, die von den Polen 1920 gefangengenommen wurden, sowie die heutige Visapolitik gegenüber den Russen (verglichen z.B. mit den nichtslawischen Deutschen).

    Wladimir Burdajewicz
     
    00
    23.4.2010, 13:07
    Vernichtung von Zehntausended Rotarmisten, die von den Polen 1920 gefangengenommen wurden, sowie die heutige Visapolitik gegenüber den Russen (verglichen z.B. mit den nichtslawischen Deutschen).

    Sie wissen aber dass die Rotarmisten genauso wie die polnischen Kommunisten wurde nicht vernichtet, liquidiert, erschossen, sondern in der Gefangenschaft an Krankheiten (Typhus, Cholera) verstorben. In der Sowjetischen Gefangenhaltung war aber Makarow im Einsatz. darüber aber sind Russland mit den Polen schon einig. Gemeinsame Kommission schließt darüber seine Arbeit. Visumpflicht nicht mit Russland was zu tun, sondern mit Schengenabkommen der EU. Damit sind nicht nur Russen, aber auch BLRS und die Ukraine getroffen. Darunter leidet, aber sg kleine grenzüberschreitende Wirtschaft auch in Polen. Informieren Sie sich gut stalinistisch eingestellt und noch immer am Kriegsfuß Herr Pavlov..oder Genosse....

    Alexei Pavlov
    00
    21.4.2010, 13:08

    "der seine harte (angesagt) Vorgangsweise Angekündigt"???

    Sie glauben also Politikern aufs Wort? Ihre Dummheit ist nicht zu übertreffen! Gegen wen wolle den Me vorgehen? Gegen die Mafia? Die Korruption? Die Bürokratie?

    Den Kampf gegen diese kündigten in den letzten ein paar Jahrzehnten auch Jelzin, Chubais, Kassianow, Putin an, und? Die Korruption und Bürokratie wachsen nur. Die Mafia läßt sich immer teurere Flugzeuge und Yachten bauen.

    Die polnische Mafia interessiert mich tatsächich wenig, aber ich glaube, bei Ihnen ging es bei der Umverteilung des Eigentums nicht anders, als in Rußland oder in Ungarn, wo der Ex-Komsomolzenanführer heute Multimillionär und Premier ist.

    Auch der Rest von Ihrem Geschreibsel sind Propagandamärchen.

    gladio
    01
    17.4.2010, 14:35
    "Was, wenn es sich bei dem Flugzeug nicht um eine 20 Jahre alte russische Tupolew-154, sondern ein neueres, sicheres Modell gehandelt hätte?"

    Das wäre im Nebel genauso abgestürzt.

    philidor85
    00
    18.4.2010, 17:10

    ich glaube sie wollte darauf hinaus, dass in dem fall die verschwörungstheorien noch erheblich mehr zündstoff enthalten würden

    Igor Gassner
    01
    17.4.2010, 14:04
    Die Frühgeschichte

    Russlands lief so ab. Die Polen besetzten Moskau und hielten sich die Russen längere Zeit als Untertanenvolk. Russland konnte sich ieder befreien aber es bleib ein Urmisstrauen gegen den Westen und seinen Zivilisatorischen Bemühungen.

    Ähnlich lief auch die frühe Beziehung zu den Deutschen speziell zu Preussen ab.

    Die jüngsten Erfahrungen Russlands mit der USA in den Neunzigern werden dieses Misstrauen eher bestätigt haben als abschwächen.

    Ein Ähnliches verhältnis hatte ÖPolen auch zu den Ukrainern. Die Art und weise wie Polen die Ukrainischen Bauern behandelte und die polnischen Grafen m,it ihren machansprüchen lösten unmitelbar den Zerfall Polens aus.

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