27 Prozent bilden den Kern der Gentechnikgegner

16. April 2010, 18:46

22 Prozent der Österreicher verfolgen die Diskussionen über Gentechnik intensiv, 63 Prozent immerhin gelegentlich

Sie kommen mit relativer Mehrheit zum Schluss, dass Gentechnik nützlich ist - zumindest in manchen Bereichen.

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Die entscheidende Frage kam am Schluss eines umfangreichen Katalogs zum Thema Gentechnik, den der Standard diese Woche bei 510 repräsentativ ausgewählten Österreicherinnen und Österreichern telefonisch durch das Linzer Market-Institut abfragen ließ: "Alles in allem gesehen: Ist Gentechnik eigentlich eine gute Sache, oder ist Gentechnik eher eine schlechte Sache?"

Darauf entschieden sich 31 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen, Gentechnik generell abzulehnen. Macht im Schnitt 27 Prozent erklärte Gentechnikgegner - während 48 Prozent (53 Prozent der männlichen Bevölkerung, 44 der weiblichen) die Gentechnik für eine gute Sache halten.

Jene Befragten, die sich selbst als gut informiert zur Gentechnik beschreiben, haben auch ausgeprägtere (positive wie negative) Meinungen dazu. Parteipräferenzen spielen dabei fast keine Rolle - wenn man von der auf den ersten Blick überraschenden Tatsache absieht, dass die FPÖ-Wähler die Gentechnik insgesamt kritischer sehen als die Grünen.

Erklärung dafür: Grün-Wähler sind nach eigener Darstellung enger am Thema dran; sie sind im Schnitt auch höher gebildet. Sie sehen das Thema daher differenzierter. Sie lehnen etwa in höherem Maß die gentechnisch gestützte Schaffung schädlingsresistenter Pflanzen ab. Dafür sind die FPÖ-Wähler eher bereit, gentechnisch basierte Prognosen über mögliche Geburtsfehler und zu späteren Krankheitsrisiken anzuwenden - ein Punkt, in dem sie sich mit SPÖ-Wählern treffen.

Gentests, die zur Aufklärung von Verbrechen führen können, sind inzwischen so bekannt, dass sie auch vier von fünf Gentechnikgegnern gutheißen.

Wo es aber um Landwirtschaft und Lebensmittel geht, sind auch die prinzipiellen Befürworter sehr kritisch: 59 Prozent der Gentechnikbefürworter lehnen die Schaffung schädlingsresistenter Pflanzen ab.

der Standard ließ auch fragen, wie die Chancen österreichischer Unternehmen im Gentechnikgeschäft eingeschätzt werden. Hier sehen sieben Prozent sehr große und weitere 31 eher große Chancen. 44 Prozent sehen aber weniger (39) bis gar keine (fünf Prozent) wirtschaftliche Chance. (Conrad Seidl/DER STANDARD, Printausgabe, 17./18. 4. 2010)

phaidros
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20.4.2010, 17:00

einen solchen fragebogen zu erstellen, ist fast schon wieder eine geistige meisterleistung und zeigt, dass der ersteller sowas von keine ahnung davon hat, was gentechnik eigentlich ist und was gentechnik von bioinformatik/genetik/praenataldiagnostik unterscheidet, dass es einfach unpackbar ist.

forensische DNA-analysen: keine gentechnik
phylogenetische analysen: keine gentechnik
frueherkennung von erbkrankheiten: keine gentechnik.

"klonen von tieren, die dann alle die gleichen genetischen eigenschaften haben". auch so ein schenkelklopfer.

aber das traurige ist, dass wohl kaum einer der befragten imstande war, dieses himmelschreiende unwissen als solches zu erkennen.

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