DNA: Desoxyribonukleinsäure, die chemische Substanz, aus der unser Erbgut besteht. Langes Kettenmolekül (Polymer), das sich in Nukleotide zerlegen lässt. Diese bestehen aus den vier organischen Basen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C). Die Abfolge der Basen legt die Abfolge der Aminosäuren und der Proteine, die ein Gen erzeugt, fest. Im genetischen Code stehen jeweils drei Basen für eine Aminosäure.
Chromosomen: Eng zusammengepackte DNA-Stränge, die Gene enthalten. Sie assoziieren DNA mit bindenden Proteinen (Chromatin). Das menschliche Genom hat mehr als drei Gigabasenpaare.
Doppelhelix: Die DNA ist in einer Doppelhelix organisiert und teilt sich beim Menschen auf 46 Chromosome auf. Die DNA in jeder menschlichen Zelle ist zwei Meter lang, jedes Chromosom hat Millionen Basenpaare und einen DNA-Faden von 5 cm mit über1000 Genen. Das menschliche Erbgut besteht aus 23 Chromsomenpaaren.
RNA: Ribonukleinsäure, die chemische Substanz, aus der unter anderem die Arbeitskopien der Gene (mRNA) bestehen.
Nukleinsäure: chemischer Überbegriff für DNA und RNA - kettenförmige Moleküle, die aus Nukleotiden bestehen.
Sequenz: Abfolge der Bausteine der DNA.
Gene: Funktionsabschnitte des Erbguts, Bauanleitung vor allem für Proteine.
Genom: Die Gesamtheit der Gene.
Protein: Kettenförmiges Molekül, dessen einzelne Bausteine aus Aminosäuren bestehen. Proteine können sehr unterschiedliche Formen haben und Funktionen übernehmen.
Proteom: Die Gesamtheit der Proteine.
Proteomik: Die Wissenschaft von Form, Funktion, Interaktion der Proteine.
Genetik: Vererbungslehre.
Genomik: Lehre von der systematischen Erfassung der Gene.
Genotyp: Variation eines bestimmten Gens. Zum Beispiel: ein nicht oder zu stark funktionierendes Gen.
(DER STANDARD, Printausgabe, 17./18. 4. 2010)