Vier Palästinenser wegen Anschlags zu Lebenslänglich verurteilt

14. April 2003, 17:43
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Mitglieder der Hamas wegen der Ausstattung von Selbstmordattentätern mit Sprengsätzen verurteilt

Jerusalem - Ein israelisches Militärgericht hat vier Palästinenser wegen ihrer Beteiligung an einem Selbstmordanschlag zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Die Mitglieder der radikalislamischen Hamas-Bewegung seien überführt worden, Ende März vergangenen Jahres einen Selbstmordattentäter mit Sprengsätzen ausgestattet zu haben, berichtete der israelische Rundfunk am Montag.

Die Richter verhängten demnach gegen die vier Männer jeweils 29 lebenslange Haftstrafen sowie je 20 Jahre für ein weiteres geplantes Attentat. Die Angeklagten hätten sich mit dem Hinweis verteidigt, sie hätten sich gegen die israelische Besatzung der Palästinensergebiete wehren und Tote unter der palästinensischen Zivilbevölkerung rächen wollen, berichtete der Rundfunk weiter.

Bei dem bisher schwersten Anschlag der palästinensischen Intifada waren in einem Hotel in der Stadt Netanya 29 Menschen getötet worden, die gerade das jüdische Pessach-Fest feierten. Die israelische Armee hatte daraufhin die groß angelegte "Operation Schutzschild" gegen Ziele im Westjordanland gestartet.(APA)

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