Auflagen: Stabilisierung bei deutschen Magazinen

14. April 2003, 16:04
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"Stern" überholt den "Spiegel" - Tageszeitungen rückläufig

Die Auflagenzahlen der aktuellen deutschen Magazine aus der ersten Reihe wie "Spiegel", "Stern" und "Focus" haben sich im ersten Quartal 2003 stabilisiert. Die Entwicklung bei den überregionalen Tageszeitungen ist im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres jedoch weiter rückläufig. Das geht aus den am Montag veröffentlichten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) für das erste Quartal 2003 hervor.

"Stern" mit einem Plus von 9,7 Prozent

Den größten Sprung machte im Segment der aktuellen Magazine die Hamburger Illustrierte "Stern" mit einem Plus von 9,7 Prozent (1,141 Millionen) und überholte damit den "Spiegel", der seinerseits um 5,5 Prozent auf 1,123 Millionen verkaufte Exemplare zulegte. Der "Focus" gewann 2,9 Prozent (knapp 791.000) hinzu. Leichte Verluste musste die "Bild am Sonntag" (minus 1,3 Prozent) auf 2,193 Millionen hinnehmen. Auch die "Bunte" (um 1,8 Prozent auf 759 000) verlor etwas, während das Konkurrenzblatt "Gala" 6,3 Prozent auf 344 000 Stück gewann.

"Die Welt" mit einem Minus von 10,5 Prozent

Die überregionalen Tageszeitungen konnten sich noch nicht so recht erholen. Den größten Einbruch verzeichnete "Die Welt" mit einem Minus von 10,5 Prozent (209 000). Die "Bild"-Zeitung rutschte mit 3,976 Millionen Exemplaren (minus 2,6 Prozent) unter die Vier-Millionen- Marke, die "Süddeutsche Zeitung" um 2,0 Prozent auf knapp 430 000. Die "Frankfurter Rundschau" sackte um 1,2 Prozent auf knapp 186 000 ab. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Montag noch nicht gemeldet.

Auf dem Weg nach oben sind die täglichen Wirtschaftstitel wie die "Financial Times Deutschland" (plus 12,5 Prozent auf mehr als 90.000) sowie das "Handelsblatt" (plus 2,6 Prozent auf 145.000).

Wirtschaftsmagazine: Unterschiedliche Entwicklung

Die Wirtschaftsmagazine verzeichneten unterschiedliche Entwicklungen. Die "Wirtschaftswoche" gewann 6,4 Prozent (auf 196.000) und "Capital" 2,2 Prozent (auf 221.500). Dagegen mussten das "Manager Magazin" 7,1 Prozent (auf 120 000) und "Euro am Sonntag" 11,0 Prozent (auf 126.000) abgeben. Finanz-Fachblätter wie "Börse Online" (minus 22,6 Prozent auf 133.000) und "Der Aktionär" (minus 29,3 auf 35.600) mussten wiederum zweistellige Verluste einstecken.

Verlierer: Fernsehprogrammillustrierten

Auch die Fernsehprogrammillustrierten gehören nach wie vor zu den Verlierern. Nur die günstigen Magazine wie "TV direkt" (plus 12,3 Prozent auf 1,115 Millionen) und "TV pur" (plus 2,6 Prozent auf 767.000) gewannen. Den größten Rückschlag erlitt der Titel "Die Zwei" (minus 16,3 Prozent), der nur 176.500 Mal einen Käufer fand. (APA/dpa)

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