Nepal: Verhandlungen zwischen Maoistenanführern und Regierung

14. April 2003, 14:29
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Erstes Spitzentreffen seit Waffenstillstand

Kathmandu - Sieben Jahre nach Beginn des Maoistenkriegs im Himalaya-Königreich Nepal haben sich die Anführer der Rebellen zu Friedensverhandlungen mit der Regierung getroffen. Baburam Bhattarai, einer der beiden Maoistenanführer, der bisher im Untergrund gelebt hatte, sprach am Sonntag in Kathmandu mit Planungsminister Narayan Singh Pun. Das berichteten die nepalesischen Zeitungen am Montag.

Es war das erste Spitzentreffen seit dem Ende Jänner vereinbarten Waffenstillstand. Die Maoisten hatten für ein kommunistisches Regime und für mehr Entwicklung in den ländlichen Gebieten gekämpft. Dabei kamen seit 1996 fast 8.000 Menschen ums Leben. König Gyanendra sagte in seiner Botschaft zum nepalesischen Neujahrsfest am Montag, nach der Gewalt im vergangenen Jahr habe sich die Lage bereits verbessert.

Die Regierung von Premierminister Lokendra Bahadur Chand ist nicht demokratisch legitimiert, sondern war im vergangenen Oktober vom König eingesetzt worden. König Gyanendra hatte den damaligen Regierungschef Sher Bahadur Deuba entlassen, weil er das Parlament zwar schon aufgelöst hatte, wegen des Maoistenkriegs Neuwahlen jedoch hinausschieben wollte. (APA/dpa)

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