Elektronikschrott durch Mobiltelefone wächst

14. April 2003, 13:27
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Vodafone startet neues Recycling-System für Alt-Handys

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt zirkulieren derzeit nach Ansicht von Experten 120 bis 130 Mio. Handys. Davon sind nur die Hälfte im Einsatz. Denn Mobiltelefone werden meist nach einer Lebensdauer von 18 bis 24 Monaten ausgetauscht. Dies entspricht in der Regel der Vertragslaufzeit bei einem Anbieter. Um die Kunden bei der Stange zu halten, können sie nach dieser Zeit für wenig Geld ein subventioniertes neues Handy kaufen.

Elektronikschrott im Volumen von 5.000 Tonnen

Bis 2005 sollen zu den derzeit vorhandenen 60 Mio. Althandys weitere 35 Mio. hinzukommen. Hierdurch entsteht jährlich Elektronikschrott im Volumen von 5.000 Tonnen, der fachgerecht entsorgt werden muss. Handys enthalten unter anderem Schadstoffe wie Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Nickel, Zink und Quecksilber - vor allem in Einzelteilen wie der Leiterplatte und der Flüssigkristall-Anzeige.

Recycling-Kampagne für alte Handys

Als erster Mobilfunkbetreiber in Deutschland startet Vodafone D2 eine Recycling-Kampagne für alte Handys. Innerhalb von 100 Tagen wolle das Unternehmen mindestens 100.000 Geräte einsammeln, kündigte der zweitgrößte deutsche Anbieter am Montag in Düsseldorf an. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland rund 60 Millionen Mobiltelefone nicht mehr in Gebrauch sind. Der jährlich anfallende Elektronikschrott soll sich auf rund 5.000 Tonnen belaufen.

Alte oder defekte Handys können kostenlos in Vodafone-Filialen abgegeben werden. Funktionierende Mobiltelefone würden aussortiert und in Entwicklungsländer verschickt. Die anderen Geräte sollen in Einzelteile zerlegt, weiterverwendet oder entsorgt werden. Recycling- Partner von Vodafone D2 ist die Münchner Greener Solutions GmbH. Für jedes eingesammelte Alt-Handy spendet der Mobilfunkbetreiber fünf Euro an eine regionale gemeinnützige Organisation. (APA/dpa)

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