"Big Brother" IV: Solide Quoten, aber keine Rekorde

14. April 2003, 13:29
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Durchschnittlich 1,67 Millionen Zuseher - Hohe Resonanz in der jungen Zielgruppe

Obwohl die jetzt nach knapp zwei Jahren Pause bei RTL II ausgestrahlte vierte Staffel den Untertitel "The Battle" trägt und mit härteren Spielregeln gespickt ist, konnten frühere Rekorde bisher nicht eingestellt werden. Die zweite Staffel der TV-Realityshow "Big Brother" im Herbst 2000 bleibt in der Gunst der Zuschauer unerreicht, wie das Baden-Badener Marktforschungsinstitut Media Control in einer am Montag veröffentlichten Auswertung ermittelte. Medial präsent ist die vierte Auflage der Containershow vor allem in Boulevardmedien - und da vornehmlich mit schlüpfrigen Details.

Durchschnittlich 1,67 Millionen Zuseher

Die vierte Staffel sahen pro Ausgabe nach bisher elf Tagen durchschnittlich 1,67 Millionen Interessierte (6,8 Prozent Marktanteil). Bei der zweiten Staffel lag die Durchschnitts-Zuschauerbeteiligung bei 3,20 Millionen Zuschauern (10,5 Prozent) in den ersten 19 Sendungen. Dennoch: Innerhalb der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer beläuft sich der Marktanteil zur Zeit auf durchschnittlich 13,9 Prozent, rund vier Prozentpunkte mehr als bei der 3. Staffel. Besonders hoch ist die Resonanz unter den ganz jungen Fernsehzuschauern zwischen 14 und 29 Jahren. 21,2 Prozent Marktanteil schlagen da bisher in der vierten Staffel zu Buche. In Österreich waren in der vergangenen Woche zwischen 60.000 und 100.000 Zuschauer dabei.

"Knutsch, sabber, lechz"

Längst vergessen scheinen die Tage, als "Big Brother" ein Aufreger war und die Medienwächter auf den Plan rief. "Big Brother - The Battle" hat weder vor noch seit dem Start für medienethische Debatten gesorgt. Und das, obwohl durchaus auf potenzielle Reibethemen gesetzt wird: Knutschen, Sex und die Stripperin Nadja dominieren die Homepage der Show (bigbrother.de). "Knutsch, sabber, lechz" lautet etwa der bezeichnende Aufmacher am Montag.

Aufgenommen wird der Ball vor allem von Boulevardmedien, allen voran der "Bild"-Zeitung: Kein Tag vergeht ohne neueste Enthüllungen über "Nackt-Nadja", ihre "Romanze" mit Ulf und das angeblich wilde Treiben im Container. Die "Bild" (Onlineausgabe) textet denn auch schon voll Ungeduld: "Ene mene miste, wann sexelt's endlich in der Kiste?" (APA/dpa)

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