Israel erhebt Forderungen gegen Syrien

14. April 2003, 13:00
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Verteidigungsminister Mofaz: "Wir haben eine lange Liste von Forderungen, die wir gedenken, den Syrern vorzulegen"

Jerusalem - Nach den USA und Großbritannien hat am Montag auch Israel den Druck auf Syrien erhöht und unter anderem einen Abzug der von Syrien unterstützten Hisbollah-Kämpfer aus dem Südlibanon verlangt.

"Wir haben eine lange Liste von Forderungen, die wir gedenken, den Syrern vorzulegen, sagte Israels Verteidigungsminister Mofaz der Zeitung "Maariv". Zuerst müsse die Bedrohung durch die Hisbollah aus dem Südlibanon beendet werden. Mofaz forderte zugleich die Entwaffnung der Gruppe, deren Angriffe auf israelische Soldaten im Jahr 2000 zum Rückzug aus der seit 1978 besetzten Region geführt hätten. Die Hisbollah wird von Israel und den USA als terroristische Organisationen angesehen.

Israel wirft Syrien seit langem vor, als Ordnungsmacht im Libanon iranische Waffenlieferungen, einschließlich weit reichender Boden-Boden-Raketen an die Hisbollah über sein Gebiet zu tolerieren. Israel verlange, dass diese Raketen außer Reichweite seines Staatsgebiets gebracht werden und ein Ende der iranischen Hilfe über syrische Häfen für die Hisbollah, sagte Mofaz. Zudem dürfe Syrien nicht mehr dulden, dass die militanten Palästinenser-Gruppen Hamas und Islamischer Jihad ihren Hauptsitz in Damaskus haben. Beide Gruppen werden für zahlreiche Selbstmordanschläge in Israel verantwortlich gemacht.(Reuters)

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    Israels Verteidigungsminister Mofaz.

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