Software "Agroffice" - Hightech für den Landwirt

14. April 2003, 12:49
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Modernste Satellitentechnik für die Arbeiten am Bauernhof

Antiquierte Methoden in der Landwirtschaft und Agrarromantik locken bestenfalls noch Touristen auf Show-Bauernhöfe. Landwirte, die heute noch konkurrenzfähig arbeiten wollen, müssen immer mehr auch zu absoluten Hightech-Produkten greifen. Die Villacher Firma "Progis" hat mit Unterstützung des Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) die Software "Agroffice" entwickelt, mit der ein Bauer praktisch seine ganzen Arbeiten exakt planen und den Ertrag steigern kann.

Karte

Basis von "Agroffice" ist eine so genannte Hofkarte, zusammengestellt durch maßstabsgetreue Luftbildaufnahmen und der digitalen Katastermappe. Dabei werden die tatsächlichen Nutzflächen erfasst, die individuellen Daten für jeden Kunden festgestellt und zur Installation auf dem PC bereitgehalten. Der Landwirt kann dann seine gesamten Planungen entwerfen, Risiken und Chancen abschätzen und eine laufende Kontrolle durchführen. Auf Knopfdruck bekommt er Daten, die er etwa zum Ausfüllen von Formularen und Anträgen braucht.

Modular

Zur Basis-Version gibt es zahlreiche Zusatzmodule. So ermöglicht der Euro-Manager die Erfassung von Plankosten für Betriebsmittel, Maschinen und auch den Arbeitsaufwand. Voreingestellte Plandaten können vom Benutzer betriebsspezifisch angepasst werden. Ein Versicherungs-Manager verwaltet Versicherungspolizzen und Schadensfälle und gibt sogar Entscheidungshilfen für Versicherungsvarianten oder Prämienberechnungen.

Karten

Mit einem eigenen Bodenmanager können Analysedaten importiert und dann zur automatischen Berechnung einer so genannten Nährstoffkarte herangezogen werden. So kann der Landwirt etwa Düngergaben ganz gezielt steuern, wo es nötig ist mehr, andernorts dafür weniger geben. Im Kombination mit GPS können Düngung und/oder Pestizidmenge automatisch vom Computer gesteuert werden.

Preise

Das Grundmodul "Hofkarte" kostet nach Firmenangaben 345 Euro, mit allen Modulen zusammen kommt man auf rund 4.000 Euro. Außerdem werden auch in Zukunft immer wieder Erweiterungssysteme zur Verfügung stehen. Die Schnittstellen sind so gestaltet, dass sie mit den gängigen Systemen zusammenpassen. (APA)

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