Im Mordfall Tom und Sonja steht ein Speicheltest an

14. April 2003, 12:39
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Staatsanwaltschaft Aachen machte noch keine Angabe über Größe der Zielgruppe

Aachen - Auf der Suche nach dem Mörder der Geschwister Tom und Sonja aus Eschweiler setzen die Ermittler jetzt auf einen "umfangreichen" Speicheltest. Über Größe und Alter der Zielgruppe, die ihren genetischen Fingerabdruck abgeben soll, machte die Staatsanwaltschaft Aachen am Montag keine konkreten Angaben.

Der Test werde noch in dieser Woche beginnen. "Das ist eine größere Gruppe, möglicherweise auch ein Massentest", kündigte Staatsanwalt Alexander Geimer an. Die elf und neun Jahre alten Kinder waren vor über zwei Wochen beim Spielen verschwunden und später tot aufgefunden worden. Die Spurensicherung hatte an einem Fundort DNA-Material gesichert.

Spur zu schwarzem Kleinwagen

Die 80-köpfige Mordkommission verfolgte am Montag weiterhin eine Spur, die zu einem schwarzen Kleinwagen führt. Am Tag des Verschwindens sei Zeugen nur wenige Kilometer vom Wohnort von Sonja und Tom entfernt ein Auto aufgefallen, in dem ein Kind gegen die Scheiben geschlagen habe. Es sei auch ein Dauerhupton zu hören gewesen. Der Fahrer habe Mühe gehabt, das Auto auf der Fahrbahn zu halten. Zu diesem Vorfall seien fünfzehn Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die jetzt überprüft werden, teilten Polizeisprecher in Aachen mit.

Tom und Sonja waren vor über zwei Wochen vom Spielen nicht nach Hause zurückgekehrt. Der Bub wurde einen Tag später erwürgt an einem Waldparkplatz fünfzehn Kilometer entfernt gefunden. Spaziergänger entdeckten das Mädchen nach einer Woche erdrosselt rund hundert Kilometer vom Wohnort entfernt. Die Ermittler stellten an einem Fundort DNA-Material sicher. Der genetische Fingerabdruck gilt als eine der entscheidenden Spuren bei der Aufklärung von Verbrechen. (APA/dpa)

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