update kann Verluste deutlich reduzieren

14. April 2003, 12:38
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Umsatz beim Wiener Softwarehaus aber weiterhin rückläufig

Der börsennotierte Wiener CRM-Software-Anbieter update software AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Verlust deutlich reduzieren können, bleibt aber dennoch tief in den roten Zahlen. Laut vorläufigen Zahlen wurde der Nettoverlust von 16,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 6,99 Millionen Euro verbessert, teilte das Unternehmen heute, Montag, mit. Auch das operative Ergebnis "stieg" um 60 Prozent von minus 16,5 auf minus 6,7 Millionen Euro. Der Umsatz in Höhe von 14,8 Millionen Euro ging gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Prozent zurück. Am Ziel, noch im Sommer dieses Jahres den Turnaround zu erreichen, wird weiterhin festgehalten, hieß es auf Anfrage von pte.

Rückläufig

"Bedingt durch die unsichere Wirtschaftsentwicklung in 2002 ging der CRM-Markt um ein Viertel zurück. Nach Einschätzungen von Analysten haben andere führende Anbieter Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent hinnehmen müssen", so update-CEO Thomas Deutschmann. Im Vergleich dazu habe sich sein Unternehmen "wacker" geschlagen. Deutschmann hat nach seinem Amtsantritt im November des Vorjahres umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. So wurde etwa der Vertrieb intensiviert, indem ein gemischtes Modell aufgesetzt wurde. Die Implementierung des Partnervertriebes hat im ersten Halbjahr 2002 zu einem Umsatzwachstum von 8,5 Prozent geführt, hieß es weiter. Insgesamt konnten die Kosten um 35 Prozent reduziert werden. Deutschmann hatte zu Jahresbeginn eine Reduktion für 2003 von 50 Prozent angekündigt.

Trends

Dem Trend zur Vertikalisierung will auch auch update weiter Rechnung tragen und sich auf die vier Kernbereiche Pharma/Chemical, Financial Services, Manufacturing sowie vormals verstaatlichte Unternehmen konzentrieren. Im Focus liegen Unternehmen mit 70 bis 700 Mitarbeitern bzw. usern , denen laut Marktforschungsunternehmen Datamonitor die größten Wachstumsraten bis zum Jahr 2005 vorausgesagt werden. Prinzipiell sei der CRM-Markt allerdings von einem Wachstums- zu einem Verdrängungsmarkt geworden. Eine große Chance für update sieht Deutschmann im zu beobachtenden Rückzug vieler amerikanischer CRM-Anbieter vom europäischen Markt. (pte)

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