Japan: Weniger Firmenpleiten

14. April 2003, 11:22
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Tokio - Die Zahl der Firmenpleiten in Japan ist gesunken. Im Ende März abgelaufenen Finanzjahr 2002/2003 meldeten 18.928 Unternehmen Insolvenz an, wie das Privatforschungsinstitut Teikoku Databank am Montag in Tokio mitteilte. Dies waren 5,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor, allerdings war es zugleich weiterhin die vierthöchste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Verbindlichkeiten der zusammengebrochenen Firmen beliefen sich demnach auf 13,3 Bill. Yen (103 Mrd. Euro), 17,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Trotz der Verbesserung wollten die Teikoku-Experten keine Entwarnung geben. Deflation, eine schwache Konjunktur und fehlende Unterstützung bedrohter Firmen durch die Regierung könne wieder zu einer steigenden Zahl von Pleiten in den nächsten Monaten führen, hieß es. Eine verlässliche Vorhersage sei nicht möglich.

Im März als letztem Monat des Finanzjahres fiel der Rückgang laut Teikoku Databank am deutlichsten aus. Die Zahl der Firmenzusammenbrüche sank um 12,3 Prozent auf noch 1568. Der März war damit der dritte Monat in Folge, in dem ein Rückgang bei Unternehmenspleiten verzeichnet wurde. Die Verbindlichkeiten der betroffenen Firmen beliefen sich nach Angaben der Experten auf 1,18 Bill. Yen. Dies waren rund 42 Prozent weniger als vor einem Jahr.(APA)

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