Die Wiege der Zivilisation

13. April 2003, 23:04
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Das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris gilt als die Wiege der Zivilisation. Der Garten Eden soll sich dort befunden haben, ebenso die Geburtsstätte Abrahams.

Archäologen haben die erste Besiedelung Mesopotamiens ins 8. Jahrtausend v. Chr. datiert. Um 3000 v. Chr. entstand die Hochkultur der Sumerer: Sie erfanden das Rad und die Keilschrift, von der hoch entwickelten Stadt Uruk aus trieben sie Handel mit den Ägyptern. Das Epos des Gilgamesch aus Uruk gilt als erstes literarisches Dokument der Menschheit. Sargon I. schuf Ende des 3. Jahrtausends das erste orientalische Territorialreich (inkl. Ägypten), Akkad war sein Regierungssitz. Das Bergvolk der Gutäer beendete die Epoche Akkads, die Herrschaft übernahm der Stadtstaat Ur.

Die Ära der Sumerer fand mit dem Aufstieg Babylons zu Beginn des 2. Jahrtausends ihr Ende. Hammurabi erließ ein erstes Gesetzbuch, es gab große wissenschaftliche Fortschritte (Astronomie). In der Zeit der Assyrer (750 v. Chr.) setzte sich u. a. der Monotheismus durch. Die Juden mussten ins neubabylonische Reich des Nebukadnezar (605-562 v. Chr.) ins Exil. (red, DER STANDARD, Printausgabe vom 14.4.2003)

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