Kaschierter Bungee-Sprung

13. April 2003, 14:57
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Zwölfjähriger Deutscher erfand aus Furcht Entführungsgeschichte

Frankfurt/Oder - Mit einer wilden Geschichte über eine angebliche Entführung hat ein Zwölfjähriger in Brandenburg die Polizei genarrt. Der Bursch war nach Angaben des Präsidiums in Frankfurt an der Oder am Samstagabend von einem Spaziergänger in einem Wald nahe Müllrose kopfüber an einem Baum hängend entdeckt und befreit worden.

Als Hintergrund gab der Bub laut Polizei an, ein Mann habe ihn in der Nähe seines Elternhauses geschlagen, ins Auto gezerrt und in den Wald gefahren. Dort habe der Unbekannte ihn mit einem an den Füßen befestigten Seil kopfüber an dem Baum aufgeknüpft. Nach etwa neunzig Minuten sei der Spaziergänger vorbeigekommen. Der Zwölfjährige kam laut Polizei mit Schürfwunden ins Krankenhaus.

Tatsächlich habe das angebliche Opfer mit einem Freund von einem Ast des Baumes einen "Bungee-Sprung" gemacht und sei hängen geblieben. "Aus Angst erfand er die angezeigte Straftat", gab die Polizei am Sonntagnachmittag Entwarnung. Dies hätten die "polizeilich intensiv geführten Ermittlungen" ergeben. (APA/AP)

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