Algerien kritisiert vermisste Touristen

13. April 2003, 11:21
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Diese hatten sich ohne Führer in die Sahara gewagt und Behörden nicht über Route informiert

Algier - Die algerischen Behörden haben erstmals Kritik am Verhalten der 31 vermissten Touristen - darunter zehn Österreicher - geübt. Diese hätten sich ohne Führer in die Sahara gewagt und die Behörden nicht über die geplante Route informiert. Die Suche nach den Vermissten gehe aber "Tag und Nacht" weiter, bekräftigten Offizielle in der Zeitung "El Moudjahid". Rund 1.200 Polizisten und Soldaten stünden im Einsatz, dazu Helikopter und ein US-Aufklärungsflugzeug mit Nachtsicht-Ausrüstung.

Aufenthalt in Algerien ungewiss

Die Kritik am Verhalten der Touristen wurde vom Ministerium für Fremdenverkehr erhoben. "Sie werden immer noch als in der Weite der Sahara vermisst angesehen, obwohl es keinen Beleg dafür gibt, dass sie sich überhaupt noch in Algerien aufhalten und nicht schon die algerische Südgrenze überschritten haben", schrieb die Zeitung weiter.

In Algerien wurden mittlerweile Sorgen über das touristische Image des Landes laut. In den kühleren Monaten zwischen Oktober und April ist die südliche Region mit ihren zerklüfteten Felslandschaften, Dünen und weiten, steinigen Ebenen Anziehungspunkt für 15.000 bis 20.000 Touristen. (APA/sda/Reuters)

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