Stundenlanges Feuergefecht in Kaschmir

12. April 2003, 19:04
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Indische Soldaten töten moslemischen Rebellenführer

Srinagar - Indische und pakistanische Truppen haben sich am Samstag in der umstrittenen Region Kaschmir ein mehrstündiges Feuergefecht geliefert. Polizeisprecher Asghar Ali erklärte, die Kampfhandlungen 250 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Srinagar hätten sieben Stunden gedauert. Auf indischer Seite habe es keine Verletzten gegeben, Dutzende Bewohner eines nahe gelegenen Dorfes seien geflohen.

Indische Truppen töteten in Shajimarg, einem Dorf 50 Kilometer südlich von Srinagar, einen mutmaßlichen Rebellenführer. Die Polizei erklärte, Mohammed Yusuf Hajam werde verdächtigt, ein Kommandant der pakistanischen Organisation Hezb-ul-Mujahedeen zu sein. Bei Granatangriffen wurden an mehreren Stellen in Kaschmir am Samstag insgesamt 31 Zivilisten verletzt. Die Angriffe wurden islamischen Rebellen zugeschrieben, die für die Unabhängigkeit der Region kämpfen.

Im mehrheitlich von Moslems bewohnte Kaschmir kämpfen seit 1989 mehr als ein Dutzend Extremistengruppen für die Unabhängigkeit von Indien oder einen Anschluss an Pakistan. Mehr als 61.000 Menschen wurden dabei getötet. Indien und Pakistan führten seit ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien 1947 bereits zwei Kriege um Kaschmir. Das Gebiet ist zwischen Indien, Pakistan und China aufgeteilt. (APA/AP)

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