Sechs Tore bei Sturm gegen Ried

12. April 2003, 17:52
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4:2-Arbeitssieg der Grazer gegen ambitionierte Innviertler

Graz - Sturm Graz ist die Revanche für die 1:2-Niederlage in der T-Mobile Fußball-Bundesliga vor einer Woche in Ried gelungen. Die Grazer besiegten die Oberösterreicher am Samstag im "Retourspiel" im Arnold-Schwarzenegger-Stadion 4:2 (3:1) und bleiben somit im Rennen um einen Platz in der Champions-League-Qualifikation. Die Tore erzielten Amoah (10.), Mujiri (36.), Bosnar (43.) und Haas (87.) bzw. Ortlechner (16.) und Sidibe (58.). Die Steirer bleiben in der Tabelle Vierter, Ried fiel hinter Salzburg auf Rang sechs zurück.

Ried vor der Pause druckvoller

Der dritte Sieg der Grazer im vierten direkten Duell stand trotz des deutlichen Endergebnisses fast die ganze Partie über in Frage. Vor der Pause bestimmten die Gäste vor allem durch die im Mittelfeld rackernden Angerschmid und Drechsel das Geschehen, im Angriff waren Radovic und Sidibe quirliger als Mujiri und Amoah auf der Gegenseite. Doch effektive Chancen wurden vor dem Wechsel auf beiden Seiten keine heraus gespielt, die Treffer fielen so quasi ohne Vorankündigung.

Sturm effizienter

Das 1:0 entsprang einer Kombination von Säumel, Masudi und Amoah, dieser ließ Ried-Torhüter Oraze keine Chance. Nur sechs Minuten später bereitete Drechsel den Ausgleich mit einem schönen Solo vor. Der von Sturm-Goalie Gratzei abgewehrte Ball gelangte zu Ortlechner, dessen Schuss ging von Strafner abgefälscht ins Grazer Tor. Mit diesem Treffer fielen die Heimischen vom Spielerischen weiter zurück, dennoch erhöhten sie durch Mujiri per 16-m-Schuss und Bosnar per schönem Freistoß ins Kreuzeck zum 3:1.

Bei Ried fehlte der Abschluss

Mit vertauschter Spielrichtung änderte sich an der Charakteristik wenig, bei Ried fehlte aber ein Vollstrecker. Doch nach zwei vergebenen Sturm-Chancen klappte es doch ein zweites Mal bei den Innviertlern, Sidibe setzte eine Angerschmid-Flanke aus rund sieben Metern volley ins Netz. Zu Beginn der 15 Minuten vergab Säumel allein stehend vor Gratzei, danach rechtfertigten die Grazer die drei Punkte mit einer Reihe von Chancen aber doch. Haas nützte eine dieser Möglichkeiten aus fünf Metern, womit der Arbeitssieg fixiert war. (APA)

  • Sturm Graz - SV Ried 4:2 (3:1)
    Arnold-Schwarzenegger-Stadion, 4.400, Stuchlik.

    Torfolge: 1:0 (10.) Amoah, 1:1 (16.) Ortlechner, 2:1 (36.) Mujiri, 3:1 (43.) Bosnar (Freistoß), 3:2 (58.) Sidibe, 4:2 (87.) Haas

    Sturm: Gratzei - Angan, Strafner, Bosnar - Neukirchner (67. Rojas), Masudi, Wetl (64. Mählich), Säumel, Dag - Mujiri (67. Haas), Amoah

    Ried: Oraze - Lesiak (86. Laimer) - Nentwich, Steininger - Kührer, Angerschmid, Grassler (79. Darasz), Drechsel, Ortlechner (86. Kauz) - Radovic, Sidibe

    Gelbe Karten: Strafner bzw. Angerschmid, Ortlechner, Nentwich, Grassler

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Amoah (l) und Nentwich im Zweikampf

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