Powell warnt Syrien vor Aufnahme von Saddams Gefolgsleuten

13. April 2003, 11:50
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Nahost-Land von USA "seit langer Zeit mit Sorge beobachtet"

London - US-Außenminister Colin Powell hat Syrien davor gewarnt, flüchtige Gefolgsleute des irakischen Präsidenten Saddam Hussein aufzunehmen. "Wir denken, dass es sehr unklug wäre, wenn Syrien plötzlich ein Zufluchtsort für all diese Leute würde, die vor Gericht gehören", sagte Powell im britischen BBC-Fernsehen am Sonntag. Syrien werde von Washington seit langer Zeit mit Sorge beobachtet. Das Land unterstütze den Terrorismus und habe Waffen an den Irak geliefert. "Wir hoffen, dass Syrien sich angemessen verhalten wird", sagte Powell.

"Grenze schließen"

Am Freitag hatte US-Präsident George W. Bush Syrien aufgefordert, seine Grenze zum Irak für die Anhänger Saddam Husseins zu schließen. Zudem solle die Regierung in Damaskus diejenigen ausliefern, die sich bereits in das Nachbarland geflüchtet hätten. Die USA werfen Syrien außerdem vor, irakische Massenvernichtungswaffen zu lagern, um sie vor den Alliierten zu verstecken. Damaskus wies sämtliche Vorwürfe zurück. (APA/AFP)

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