Technischer Humbug

12. April 2003, 10:58
3 Postings

Ein "Hoax"-Mail "warnt" Handybenutzer

Andreas H. weiß auch nicht, wie und wieso er zu der "Ehre" kommt, dass sein Telefon täglich rund 200-mal läutet: H. ist Mitarbeiter der Telekom. Und sein Name steht - mit Telefonnummern und Mailadresse - auf einem Kettenbrief der seit kurzem Handynutzer "warnt".

In der E-Mail wird davor "gewarnt", eine bestimmte Nummer, die am Handydisplay als "Anruf in Abwesenheit" aufpoppen könnte, anzurufen: Anrufer gerieten in eine teure, einstündige Schleife, aus der sie nicht einmal mehr sofortiges Auflegen befreien könne.

Das ist zwar technischer Humbug, kann Laien aber dennoch verwirren. Und um Freunde und Bekannte zu warnen, schickt man das dann oft doch weiter.

"Hoaxes" sind im Netz nichts Neues

Derartige "Hoaxes" sind im Netz nichts Neues - und haben eine extrem lange Lebenszeit: Fabeln, wonach eine (nicht existente) Ericsson-Mitarbeiterin Handys verschenke, in Japan Bonsaikatzen gezüchtet würden oder Kinder auf Knochenmarkspender warteten, sind nicht tot zu kriegen. Den angeblichen Absendern - etwa Andreas H. - bleibt da meist nur eines: die eigenen Telefonnummern und Mailadressen zu ändern. (Thomas Rottenberg/Der Standard, Printausgabe vom 12./13.4.2003)

Share if you care.