CAT und kein Museum

11. April 2003, 23:02
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Das Gegenwartskunst-Depot

Das Museum für angewandte Kunst in Wien (MAK) unterhält derzeit im Flakturm Arenbergpark ein Gegenwartskunst-Depot, das ab 1. Mai der Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Die CAT-Planungen von Peter Noever, Sepp Müller und Michael Embacher gehen freilich weit über diesen Depotgedanken hinaus: Würde der Turm umgebaut, stünden 12 Geschoße mit insgesamt etwa 13.000 Quadratmeter bespielbarer Fläche zur Verfügung. Die architektonischen Interventionen beschränken sich auf das Nötigste, wie Klimatisierung, Erschließung, Entkernung etc., einzige neue Architekturelemente sind ein transparenter Dachaufbau sowie ein außen geführter Liftturm.

Der CAT-Plan sieht kommerzielle Nutzungen in den ersten drei Geschoßen vor, ganz oben finden Restaurants, Café und eine von James Turrell bespielte Skyspace Bar Platz. Bleiben noch enorme Flächen, die allein der Kunst gewidmet sind. Benötigt wird ein Investitionsvolumen von 22 Millionen Euro, ein Drittel davon soll aus öffentlichen Töpfen stammen, der Rest von Investoren. Wichtiger Punkt: Nicht zusätzliche Ausstellungsflächen sollen geschaffen werden, sondern eine Sammlung zeitgenössischer Spitzenkunst. (uwo/DER STANDARD; Printausgabe, 12.04.2003)

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