Pro Frauenquoten

Die zielführendste Lösung

15. April 2010, 18:54

Eine gut ausgebildete Frau würde schon ihren Weg machen? Die Realität ist leider anders, meint Johanna Ruzicka

Es sind vor allem die ausgezeichnet vernetzten "Old Boys" in den diversen Gremien, die sich vehement und gerne ein bisschen verächtlich dagegen aussprechen, dass via Quoten mehr Frauen in Toppositionen Einzug halten sollen. Diese Herren verweisen gerne darauf, dass eine solche Quote zum Ausdruck bringe, dass die Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht einen Nachteil darstelle, und diese Diskriminierung hätten Frauen, bitte schön, doch nicht notwendig. Eine gut ausgebildete Frau würde schon ihren Weg machen.

Die Realität ist leider anders. Bei mittlerweile mehr Abschlüssen von weiblichen Studenten an österreichischen Universitäten sind Frauen in Geschäftsführerpositionen, Vorständen und Aufsichtsräten noch immer eine rare Spezies. Und die paar, die es geschafft haben, werden dann auch noch als sogenannte Alibifrauen abgekanzelt. Im 21. Jahrhundert wird so getan, als ob die Frau in einer hohen Position eine Art Tschapperl wäre, das den Job aufgrund günstiger gesellschaftlicher Umstände bekommen habe.

Man muss jetzt gar nicht die Finanzkrise anführen, bei der sich das männerdominierte Aufsichtssystem umfassend blamierte, um auf mehr weibliche Mitsprache zu pochen. Da dies ohne Regeln anscheinend erst am Sankt-Nimmerleins-Tag passieren würde, muss die Quotenfrau her. Dies ist vielleicht nicht die eleganteste Lösung, aber die zielführendste. (Johanna Ruzicka/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.4. 2010)

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Posting 1 bis 25 von 65
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Mario Ahner
13
16.4.2010, 14:53

Es sind mitnichten "vor allem die ausgezeichnet vernetzten "Old Boys" in den diversen Gremien", die sich gegen Quoten aussprechen. Nein, es sind die jungen auf den Arbeitsmarkt Drängenden, die nicht einsehen, dass ihnen eine Bewerberin ausschließlich des Geschlechts wegen vorgezogen werden soll.

wiesenwuz
00
16.4.2010, 17:03

würde ich im anschluss an mein studium auch nicht verstehen (wollen).

dass würde die diskriminierung ja auch nicht beenden sondern einfach umdrehen: auge um auge?

vertraut man im anschluss darauf dass dann die "old boys" einer ähnlich gearteten frauenschar gegenübersteht und sich damit das problem in luft auflöst? warum nicht gegen die diskriminierung vorgehen anstatt gegen ihre symptome?

verinus
01
16.4.2010, 15:57

is ja auch logisch.

als sog old boy hab ichs ja schon an die spitze geschafft.

die, die über die entsprechenden netze verfügen wissen, dass sich für sie sowieso nichts ändern wird.

zu spüren bekommens nur jene, die jetzt schon unsere gesellschaft tragen: die männer die sich durch leistung ihre karriere erkämpfen und unseren staat finanzieren.

zwergleviathan
00
16.4.2010, 14:48
mich kotzt dieses "wir haben Vaginas, deshalb sind wir immer Opfer und die besseren Menschen"-Gelaber aber sowas von an...

könnten sie bitte ihren Misandrischen Sexismus endlich stecken lassen?

wieviele durchschnittsmänner sitzen im Top-Management? oder in der Finanzaufsicht? oder der Politik?

alles total durchschnittliche Typen

da wird einem ja auch klar warum Gusenbauer damals mittelstand mit 16.000,- monatlich gleichgesetzt hat

nach definition der durchschnittlichen Feministin ist der durchschnittliche Mann wohl ein Top-Manager mit Nokia-Klub-Mitgliedschaft

ich frag mich nur wie diese Wirtschaft funktioniert in der ein Großteil der Männer als Chefs herumsitzt...

wer holt denn dann Müllcontainer ab oder reinigt den Kanal?
wer baut die Häuser und Straßen?

sicher alles die Durchschnittsfeministinnen nehme ich an...

klausenpown
00
16.4.2010, 14:39

"Man muss jetzt gar nicht die Finanzkrise anführen, bei der sich das männerdominierte Aufsichtssystem umfassend blamierte, um auf mehr weibliche Mitsprache zu pochen. Da dies ohne Regeln anscheinend erst am Sankt-Nimmerleins-Tag passieren würde, muss die Quotenfrau her."

Natürlich. Dabei muss man aber auch anmerken: "Da die Finanzkrise vor allem von Menschen verursacht wurde, die von Frauen erzogen wurden, ist es längst an der Zeit, Männer nicht nur an der Erziehung zu beteiligen, nein - Männer müssen die Erziehung vollständig übernehmen, um dieses aus dem Ruder gelaufene weibliche Erziehungssystem zu korrigieren."

Richtig so?

eltrombone
13
16.4.2010, 14:13
quotenlösung ist NICHT sinnvoll

ich habe mich bei der jobsuche unter anderem als horterzieher in innsbruck beworben (meine schwester hat mich darauf gebracht). ich wollte mir das mal anschauen.

ich habe weniger als 0 erfahrung als erzieher. keinen tau von tuten und blasen. und ich hätte den job bekommen - wegen der quote.

ich habe natürlich abgelehnt. man kann nicht völlig unqualifiziertes personal nur wegen der quote einstellen.

uhu21
02
16.4.2010, 14:08
der internationale vergleich zeigt

in österreich sind die männer besonders herrlich und die frauen aber besonders dämlich(?)
und die herrlichen schreien (und posten) immer ganz besonders laut ...
was könnte da helfen?

ravenna
00
16.4.2010, 16:47

Sie beziehen sich jetzt wohl darauf, dass Frauen bei der MedUni-Prüfung als "dümmer" austeigen. Oder?

TheMarti
00
16.4.2010, 13:47
Habe es jetzt 3x durchgelesen

Aber keine Argumente gefunden. Hatte jemand mehr glück? Nur Vereinfachungen und Allgemeinplätze. Selten schlechtes Kommentar-artiges Erzeugnis

Der Geist der Ahnung
 
14
16.4.2010, 13:10
So viel Vereinfachung in einem Kommentar. Wo soll man da anfangen?

Nur ein Beispiel: '... mittlerweile mehr Abschlüssen von weiblichen Studenten an österreichischen Universitäten ...'.

Vielleicht sollte man sich ja auch anschauen, in welchen Fächern die Ausbildungen gemacht werden. Um's mal bewusst polemisch zu formulieren: Wer ist auf dem Arbeitsmarkt mehr wert – der männliche Nicht-Akademiker mit HTL-Matura oder die Frau Mag. in angewandten Pferdewissenschaften?

The Chaos Path
11
16.4.2010, 13:38

gut zu wissen, dass alle unternehmen in österreich reine technik unternehmen sind - und auch ganz ohne irgend eine andere abteilung.... autsch

Der Geist der Ahnung
 
03
16.4.2010, 14:31
Das hat niemand behauptet. Aber: Es wurde inzwischen zigfach nachgewiesen,...

...dass Technik/NaWi nach wie vor mehrheitl von M studiert wird, GeiWi deutl mehr von F (hab ein Verhältnis von ca 3 : 1 im Kopf – bitte selber googeln); andere Fächer (BWL, Jus, Med...) sind eher ausgewogen. Von all diesen Akademikern sind nunmal Geisteswissenschaftler die am Arbeitsmarkt am wenigsten Gesuchten, während man mit den anderen Abschlüssen tendenziell gute (zB BWL) bis sehr gute (zB Nawi) Jobchancen hat. F drängen also überproportional an jene Fakultäten, die wenig Aussichten auf (Spitzen-)Jobs versprechen, M überproportional in gefragte Fächer. Daher ist es klar, dass der 'durchschnittl Akademiker' am Arbeitsmarkt mehr vom Studium profitiert als die 'durchschnittl Akademikerin'.

Ausbildungs-/Berufswahl = Eigenverantwortung!

bum jacques
00
16.4.2010, 13:09

59% der Bachelorabschlüsse sind ein guter Start. Leider hören bei jeder Station zum Doktorat mehr Frauen auf. Außerdem kommt auf der Veterinärmedizinischen auf 1 Mann 4 Frauen, während auf der Montanuni auf 1 Frau 3 Männer kommen.

kmmm
01
16.4.2010, 13:04
allein schon wegen

den ständigen unnötigen diskussionen und sonstigen befindlichkeiten würde ich in meinem betrieb nicht mehr eine einzige frau einstellen.
(sogar bei putztrupps kann man männliches personal bestellen)

Lunar_Park_Fan
21
16.4.2010, 12:55
Was für ein Schwachsinn...

"Man muss jetzt gar nicht die Finanzkrise anführen, bei der sich das männerdominierte Aufsichtssystem umfassend blamierte"

Karl Krammer
01
16.4.2010, 12:50
mit einem Abschluß in Publizistik, Germanistik oder Lehramt

hat man wohl rein formell einen Anspruch auf ein Blatt Papier, wo das Wort "Diplom" oben steht, aber man ist damit nicht nur vom Abschluß eines anspruchsvollen Studiums weit entfernt, sondern auch meilenweit vom Anspruch, mit ein paar Pimperlkursen einen Geschäftsführer geben zu wollen.

Hans Laschnig
24
16.4.2010, 12:08
...wird so getan, als ob Frau den Job aufgrund günstiger gesellschaftlicher Umstände bekommen habe...

Hä, und was genau ist "Pro-Frauenquote" anderst, als genau das? Ist diese Argumentation so verquer oder versteh ich was komplett falsch?

mika33
00
16.4.2010, 11:25
Frau Ruzicka, denken doch mal nach.

Wann haben die Männer, die heute in den Aufsichtsdräten sitzen ihren Abschluss gemacht? So, das hätt ma mal. Und wie hoch war damals der Anteil an Frauen?
Klingelts?

Bon Cheauvi
11
16.4.2010, 10:36
Dieses Thema scheint das Hauptdiskussionsthema im Standard zu sein!

Und die Redaktion tut offenbar auch noch alles, damit dies auch so bleibt. Spalten, statt vereinen, schon klar! Dividae et imperia, daran muss ich dabei immer denken.

Hans Meiser2
00
16.4.2010, 17:17
Didive et imperare

Stimmt! Aber da gibt es bekanntlich noch mehr Themen... Raucher/Nichtraucher, Studenten/Beschäftigte, Pensionisten/Beschäftige, Inländer/Ausländer, Arme/Ärmere... Am besten jeder gegen jeden.
Nach oben treten geht jo eh ned. Oda?

shangl
47
16.4.2010, 09:54
an diesem artikel...

...sieht man wieder mal, warum ich absolut gegen quoten bin...die unfähigkeit dieser frau ist ja nicht zu ertragen...nicht nur, dass sie nicht in der lage ist, zwischen verschiedenen studienabschlüssen zu unterscheiden, sie hat dann auch noch die arroganz zu behaupten, die finanzkrise ist eine reine männerkrise...auch ist sie nicht fähig einen unterschied in der anzahl der bewerber zu sehn...ich kenne genügend gut ausgebildete frauen, die eine steile karriere hingelegt haben...und denen vergönne ich es, die können nämlich was...aber solche unreflektierten *schimpfwort hier einfügen* sind aus gutem grund nicht in top positionen

shangl
00
16.4.2010, 13:46
du scheinst...

...nicht zu verstehen, dass wenn die meisten frauen in dieselben studien drängen nur den kleinen teilmarkt bedienen können, den halt dieses studium abdeckt...es muss nix technisches sein (steht auch nicht oben?!?!)...genauso wenn alle männer z.b. informatik studieren, wird auch dort entweder ein großteil arbeitslos sein, oder zu niedrigen preisen arbeiten...was ist an solch einfachen prinzipien nicht zu verstehn?

bratak
11
16.4.2010, 09:47

ja, unsere liebe frau justizministerin hat diesen job sicher wegen ihrer "qualifikation" erhalten
oder unsere bildungsministerin
oder wissenschaftsministerin
etc.
diese regierung ist gelebte gleichberechtigung. egal ob mann oder frau ... alle gleich unfähig

angelvoices
72
16.4.2010, 08:59
als Frau muss man das dreifache

leisten um nach oben zu kommen - das ist doch alles bekannt und ist nicht abzustreiten...
eine Frau, die nach oben will verzichtet oft auf Familie, oder sie bekommt ihre Kinder später (viele Beispiele aus Politik, Management, Kunst)
leider spielen die Ur-Instinkte noch immer eine große Rolle...

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