Shop till you drop!

KopfHörer, 15. April 2010 13:36

Am Samstag ist Record Store Day.

2007 verwirklichten die US-amerikanischen Musikfreaks Chris Brown, Eric Levin, Michael Kurtz, Carrie Colliton, Amy Dorfman, Don Van Cleave und Brian Poehner erstmals ihre Idee. Sie zelebrierten in den USA den ersten Record Store Day. Die Idee dahinter: Die Bedeutung unabhängiger Plattenläden für die Musik, die Musiker und deren Fans zu unterstreichen, zu würdigen und zu feiern. Gerade in Zeiten, in denen "die Liebe zur Musik" sich bei vielen nur noch in Form gefladerter mp3s niederschlägt.

2010 ist der Record Store Day ein weltweites Phänomen und wird jeweils am dritten Samstag im April begangen. Die Initiative will vor allem auch Plattenläden als soziale Treffpunkte von Musikfans unterstreichen. Orte, an denen man an sich stundenlang Platten und CDs anhören und sich darüber austauschen kann. Quasi High Fidelity in Reinkultur.

Und Gründe zum Partizipieren an diesem Tage gibt es reichlich. Der Initiative ist es nämlich gelungen, von vielen Künstlern Veröffentlichungen zu bekommen, die extra für den Record Store Day aufgelegt werden. Limitiert, versteht sich und nur in den Läden zu kriegen, die am RSD mitmachen. Auf der Frontpage der Homepage des RSD lässt sich ein pdf öffnen, dass das heurige Angebot zeigt. Ich fang hier gar nicht erst an, da einzelne heraus zu picken, man könnte jedenfalls ein paar Meter Regal damit füllen. Sabber! Lechz!

In Österreich machen leider und unverständlicherweise nur zwei Plattenläden mit, das Wiener Substance und das Grazer Inandout Records. Was unter anderem zu jener grausamen Ironie führt, dass man hierzulande gezwungen ist, online zu versuchen, diverser Schmankerln - natürlich gnadenlos überteuert - habhaft zu werden. Damit unterstützt man also wieder nicht die Record Stores, sondern jene virtuellen Händler, die diesen das Leben schwer machen.

(Karl Fluch, derStandard.at, 15.4.2010)

Love, hate & more: kopfhoerer@derstandard.at

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under ground
16.04.2010 20:20

peter steele ist tot und dem standard ist das nicht mal eine zeile wert.

T. B.
16.04.2010 07:47

super, wenn die welt so einfach ist. da die bösen, natürlich "gefladerten" mp3s, dort die braven "sozialen orte" - als solcher versteht sich übrigens lt. homepage auch das rave-up in wien, das mich nach 15 jahren unregelmäßigen besuchs nun garantiert nie mehr zu gesicht bekommt.
ausschlaggebend war letztendlich (nach diversen ahnungslosigkeiten und unfreundlichkeiten des personals), dass lediglich (sic!) sechs tage nachdem die neue joanna newsom offiziell erhältlich war, ich sie dort um sage und schreibe 28,50 € erstehen hätte können (zum Vergleich: Amazon 15,10 € / Substance 18,50 €). kommentar von Shorty (Mitbesitzer): "des is a import aus ameriga, de schwimmt jo net von da oim oba".

sdfad sdfaf
16.04.2010 15:42

Ich hatte diese Erfahrungen noch nie.. wenn überhaupt waren die CDs ein bisschen teurer, aber sicher nicht soviel. Gute und kompetente Bedienung gibts, wie ich finde, auch im recordbag im 7. Bezirk.

michael grasberger
16.04.2010 13:20

na geh, dass ein kleiner unabhängiger laden anders kalkulieren muss als amazon, ist aber jetzt keine große überraschung, oder?
und dass leute, die es meist nicht anders verdienen, in einem laden wie dem rave up auch mal abgekanzelt werden, spricht für den pädagogischen wert des besuchs im plattenladen und für eine renitenz, die mir zumindest immer noch sympathischer ist als die allgegenwärtige professionelle freundlichkeit.

T. B.
16.04.2010 13:34

nein, wieso soll das eine überraschung sein? daher habe ich ja auch den preis vom substance angeführt - bei dem ich schlussendlich auch gekauft habe. die exakt 10 € unterschied zwischen den beiden unabhängigen läden keine 2 km voneinander entfernt allerdings resultieren dann woher?

und es sei dir unbenommen, mich im vorbeigehen als jemanden abzukanzeln, der es nicht anders verdient, "in einem laden wie dem rave up auch mal abgekanzelt zu werden". unbenommen sei aber auch dann bitte mir "sympathische" renitenz mit simpler inkompetenz und/oder stolz vor sich hergetragener uninformiertheit zu verwechseln.

trampolene
16.04.2010 19:40


klar gabs immer wieder mal im rave up kasperln im verkauf die oftmals ungefragt ihren senf zu einkäufen oder fragen nach bestimmten platten zum besten gaben.
unnötig und wenn nicht ausdrücklich erwünscht interessiert mich die persönliche meinung eines verkäufers nicht.
ich will ja auch nicht mit dem verkäufer soziale bindungen eingehen sondern mit der schwarzen scheibe.



vinyltom
 
16.04.2010 11:29

der selbstgerechte herr fluch weiss es ja ganz genau wer gut und vor allem wer böse, böse, böse ist! bin ja verwundert, dass ich hier überhaupt posten darf. natürlich nur keinen link zum bösen online händler (da wird sofort zensuriert), den kriegen nur die guten, anständigen und aufrechten (natürlich zu deren online shops)....

vinyltom
 
16.04.2010 14:48

gut, das mit der zensur nehm ich zurück

elkol
16.04.2010 01:04

Ich hasse es in der pampa zu wohnen.... :(

vinyltom
 
16.04.2010 10:36

der virtuelle online händler schickt natürlich auch in die pampa ;-))! selbstverständlich nur um a) den recordstores das leben schwer zu machen und natürlich b) den musikfreaks die scheiben der begierde ins haus zu liefern! check it out => http://www.vinyltom.com

Hofmarschall
23.04.2010 10:34

also sie brauchen nicht so maulen. bei ihren plattenpreisen á €70 oder höher für bestimmte platten brauchen sie sich nicht wundern das das niemand kauft.

natürlich muß man dann wieder dumme käufer finden! das nennt man dann marketing.


p.s. man sieht auch, das sie überhaupt keine ahnung haben über die preisgestaltung mancher scheiben! woher nehmen sie die preise her?
bin schon gespannt auf den nächsten konkurs in der musikbranche und wer das sein wird.
good luck!

sdfad sdfaf
16.04.2010 15:30

Toll, Postings nur aus Werbezwecken, wenigstens weiß ich jetzt, wo ich sicher nicht kaufe...

vinyltom
 
16.04.2010 15:58

ha, der nächste hat die achse des bösen messerscharf erkannt und gnadenlos entlarvt!

Lorenzo von Matterhorn
 
15.04.2010 19:28

an die cd käufer hier: Gibt es in Wien Shops, in denen man CDs/Vinyls aus zweiter Hand kriegen kann? Also um einiges günstiger als beim Saturn oder so?

Danke und lg

nocomment1
16.04.2010 13:13

war schon lang nicht mehr in wien, aber
in der webgasse gibts/gabs einen und in der währinger str. (fast bei der volksoper) gibts ein antiquariat mit vielen büchern und CDs. sehr klein, daher viele gestapelte kisten, aber da kann man viel zeit verbringen...

da UE
20.04.2010 17:19

fischer music an chronicle in der webgasse 41
http://www.sra.at/company/21892

auch sehr empfehlenswert! freundlich, kompetent, sauber

rentnak2
16.04.2010 10:11

Teuchtler Alt&Neu, die Angestellten find ich recht nett dort.
http://www.falter.at/bov/detai... hp?id=2831

hellfast
15.04.2010 21:14

einen?

Lorenzo von Matterhorn
 
15.04.2010 21:38

gerne auch mehrere :)

hellfast
15.04.2010 23:56

sing/ing burggasse. beim naschmarkt sind dann einige (kettenbrückengasse), am besten google bemühen, weil alle doch auf ihre art spezialisiert sind.

viele wiener freunde von mir fahren auf die plattenbörse ab, ich denk, die ist auch am naschmarkt, an irgendeinen samstag im monat.

sdfad sdfaf
16.04.2010 15:40

Die Plattenbörse ist gut, wenn man ausgefallenes Vinyl suchst und nicht auf den Preis schauen muss, bzw. wenn man viel Zeit zum Stöbern hat in kistenweise 1-3€ Platten.

T. B.
16.04.2010 07:50

das sing sing ist ein besonders gutes beispiel für einen besonder schlechten laden. 80% der (gebrauchten!) CDs kosten dort mehr als neu auf Amazon und die Auswahl ist eher mau.

vinyltom
 
15.04.2010 19:19

ich versteh nicht, warum man als online händler gleich einmal pauschal böse ist!? die geschätzten kollegen von substance + inandout betreiben auch webshops und schmankerln und raritäten (die gibt es halt mitunter nicht beim greissler ums eck...) haben sowohl online als auch im guten alten plattengeschäft ihren preis

Lorenzo von Matterhorn
 
15.04.2010 16:13

wie kann man diesen record store day verstehen?
gübstige platten, oder wie?

henryandjune
15.04.2010 17:25
steht eh da

"Der Initiative ist es nämlich gelungen, von vielen Künstlern Veröffentlichungen zu bekommen, die extra für den Record Store Day aufgelegt werden. Limitiert, versteht sich und nur in den Läden zu kriegen, die am RSD mitmachen."

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