Mukoviszidose mit Diabetes Typ 3

15. April 2010, 11:06

Frühe Insulin-Therapie verlängert Leben

Berlin - Ein Viertel der Menschen mit der Erbkrankheit Mukoviszidose oder zystische Fibrose (CF) erkrankt bereits im Kindesalter an einem Diabetes mellitus Typ 3. Neueste Daten zeigen, dass sich eine frühzeitige Diabetes-Diagnose und -Behandlung positiv auswirkt. diabetesDE und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) raten Betroffenen deshalb zu einer konsequenten Insulin-Therapie.
CF ist die häufigste unheilbare Erbkrankheit. Etwa 8000 Menschen sind in Deutschland daran erkrankt. Der Gendefekt führt in verschiedenen Organen zur Bildung eines zähen Sekrets. In der Lunge begünstigt dies häufige und schwerwiegende Infektionen, an denen die Patienten früher oft bereits im Jugendalter starben.

Sekret verursacht Insulinmangel

Dank der verbesserten Therapie ist die Lebenserwartung von Patienten in den letzten Jahren auf durchschnittlich 36 Jahre gestiegen. Dadurch erlangen andere Folgen der Erbkrankheit zunehmend Bedeutung. "Die häufigste Begleiterkrankung ist ein Diabetes mellitus, an dem bis zu 30 Prozent der Patienten im Verlauf ihres Lebens erkranken", erläutert Manfred Ballmann von der Abteilung Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Insulinmangel bei CF-Patienten entsteht durch die Bildung von Sekret in der Bauchspeicheldrüse. Es verstopft die Ausführungsgänge und schädigt die benachbarten Inselzellen, in denen Insulin und andere Hormone gebildet werden. Diese Form des Diabetes mellitus wird dem Diabetes Typ 3 zugeordnet.

Jährlich oraler Glukosetoleranztest

"Diabetes beginnt bei 25 Prozent der CF-Patienten bereits im frühen Kindesalter", erläutert Ballmann in einem Fachzeitschriften-Artikel. Sinnvoll sei deshalb ein jährlicher oraler Glukosetoleranztest (OGT) ab dem zehnten Lebensjahr. Die frühe Diagnose ist wichtig, weil Diabetes die Lungenfunktion verschlechtern kann. Der Verlust von Lungenfunktion kann selten wieder hergestellt werden. Vor allem weibliche Patienten hatten bisher eine niedrigere Lebenserwartung, wenn sie zusätzlich an Diabetes erkrankten. Die neuen Zahlen zeigen, dass dies heute nicht mehr der Fall ist. Ballmann führt diesen Erfolg auf die frühzeitige Diabetes-Therapie zurück. Die Gabe von Insulin ist bisher die einzige geprüfte Diabetes-Therapie für CF-Patienten. In klinischen Studien wird derzeit auch die Wirkung von Blutzucker senkenden Tabletten, die sogenannten oralen Antidiabetika, überprüft.

Unter dem Namen Diabetes Typ 3 sind Diabetes-Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen zusammengefasst. Dazu gehört Diabetes als Folge von Erkrankungen wie CF, Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Infektionen. Auch Tumore, Operationen, genetische Defekte oder Medikamente können einen Diabetes Typ 3 auslösen. (red)

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00
16.4.2010, 11:09

damit werden wir immer mehr dieser patienten bekommen. die pharmaindustrie lacht, während immer mehr menschen unglaubliches leid erfahren.

l. ron. h.
01
16.4.2010, 07:31
Es lebe die Pharmaindustrie!

Runter mit den Zuckerwerten - 75 ist genug.........

Bonair
00
15.4.2010, 11:26

Öh...es stimmt zwar, dass es neben den bekannten Typ 1 und 2-Diabetes einige Ursachen gibt, die in keines der beiden Schemata fallen, aber kein Mensch bezeichnet das als Typ 3-Diabetes - noch dazu werden fast alle diese Sonderfälle wie ein Typ 1 oder 2-Diabetes behandelt.

Toeris
21
15.4.2010, 11:35
Ist in Österreich so,

weil bei uns die Schulung der Mediziner unter jeder Sau ist, was Diabetes betrifft. Selbst Internisten reden da häufig was der Tag lang ist.
In Deutschland ist das längst anders.
http://www.diabetesinfo.de/grundlage... und-4.html

Dante Alighieri
00
15.4.2010, 15:02

Und dann geben Sie SO eine Quelle an? ^^ Ernstzunehmende Quellen sprechen nie von Typ 3. Das ist eine sehr junge Nomenklatur die bisher null Anerkennung gefunden hat.

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