Wien

Tochter ersticht Mutter: Streit um Internet als Motiv

Michael Möseneder , 14. April 2010, 19:04
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    foto: apa/herbert p. oczeret

    In ihrem Geständnis sagte die Schülerin, sie habe die Mutter nicht töten wollen. "Als die Kollegen sie am Abend festnahmen, schien sie über die Todesnachricht wirklich erschüttert gewesen zu sein", berichtete Polizeisprecher Roman Hahslinger

Welche Strafe der 14-Jährigen droht, ist völlig offen - Im Fall einer Verurteilung wegen Mordes sind bis zu zehn Jahre möglich

Knapp einen Tag nach der Tat gestand am Mittwoch eine 14-jährige Wienerin, ihre Mutter erstochen zu haben. Es soll bereits jahrelang immer wieder Auseinandersetzungen gegeben haben, sagt der Teenager

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Wien - Das soziale Internetnetzwerk Facebook war der Auslöser für den Tod von Svetlana D., die Dienstagnachmittag von ihrer 14-jährigen Tochter erstochen wurde. Die 37-Jährige soll ihrem Kind die Nutzung des Computers verboten haben, worauf der tödliche Streit seinen Ausgang nahm. Das gestand die Jugendliche am Mittwoch im Polizeiverhör, ehe sie in Untersuchungshaft genommen wurde.

Was dann genau geschah, ist noch nicht restlos geklärt

"Sie ist nach der Schule nach Hause gekommen, hat die Schultasche in die Ecke geschmissen und ist zum Computer gegangen" , schildert ein Polizist die Vorgänge in Wien-Margareten. Was dann genau geschah, ist noch nicht restlos geklärt, sagt Polizeisprecher Roman Hahslinger: "Die Leiche wurde im Badezimmer gefunden, die Tatwaffe war allerdings ein Küchenmesser. Es ist daher möglich, dass die Auseinandersetzung in der Küche begonnen hat."

Nach Schilderung des Teenagers soll es auch zu Körperkontakt gekommen sein:"Die Mutter habe sie gestoßen, sagt sie" , erzählt Hahslinger. Die Messerattacke muss für die Mutter schließlich überraschend gekommen sein - sie hatte mehrere Einstiche im Rücken und einen in der Brust, ehe sie zusammenbrach. In ihrem Geständnis sagte die Schülerin, sie habe die Mutter nicht töten wollen. "Das ist möglich. Als die Kollegen sie am Abend festnahmen, schien sie über die Todesnachricht wirklich erschüttert gewesen zu sein" , sagt Hahslinger.

Das Mutter-Tochter-Verhältnis dürfte bereits länger gestört gewesen sein. Seit drei Jahren habe es immer wieder Konflikte gegeben. Amtsbekannt wurden diese aber nicht, weder bei der Polizei noch beim Jugendamt liegen Meldungen auf. Insgesamt habe die Familie, zu der neben dem Vater auch ein zwölfjähriger Sohn gehört, völlig unauffällig gelebt.

Bewährungsstrafe möglich

Welche Strafe der 14-Jährigen nun droht, ist völlig offen. Im Fall einer Verurteilung wegen Mordes sind maximal zehn Jahre möglich. Urteilt das Gericht aber beispielsweise, die Tat sei eine Körperverletzung mit tödlichem Ausgang gewesen, ist sogar eine Bewährungsstrafe möglich, sagt Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien.

Zweiter Fall in diesem Jahr

Dass Minderjährige töten, ist in Österreich insgesamt eine Seltenheit, auch wenn es heuer bereits der zweite Fall ist. Am 7. Februar erstach ein 15-Jähriger in Wien seinen Onkel, der angeblich aggressiv gewesen sei. Im Frühjahr 2009 tötete ein 17-Jähriger, ebenfalls in der Bundeshauptstadt, seine 19-jährige Ex-Freundin mit 50 Messerstichen. Der Teenager wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. (Michael Möseneder, DER STANDARD Printausgabe 15.4.2010)

Kommentar posten
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tg70
00
30.4.2010, 11:33
Ein paar Gedanken zu Facebook und Kommunikation

siehe dazu: http://tiny.cc/c1ky3

zippy
01
17.4.2010, 15:21

Wer kümmert sich eigentlich um eine adäquate Rechtsvertretung?

Schrumpfschlauch
00
17.4.2010, 12:25
Andere schlittern in die Essstörung

Johannes St.
 
01
17.4.2010, 09:07
Selbst wenn die Mutter die Tochter geschlagen haben sollte (was möglicherweise auch stimmen wird), dann rechtfertig das keine Gewalttat

Besser wäre gewesen, die Tochter hätte zur Verringerung der Dunkelziffer der Gewalttaten innerhalb der Familie beigetragen und sich an das Jugendamt gewandt.

Und der Vater hat von all dem nichts mitgekommen??
oder die Tochter hätte sich nie ihrem Vater gegenüber wegen der angeblichen Übergriffe beschwert oder sich das Herz ausgeweint?

Wenn jemand eine Gewalttätigkeit duldet und dabei zuschaut, dann ist es genau so, als hätte er es selbst gemacht.
Es wurden schon Personen verurteilt, weil sie einen Selbstmord nicht verhindert haben!

parapente
12
17.4.2010, 08:51
Vielleicht handelt es sich auch nur


um ganz gewöhnliches "G`sindl" ??

A.B. Artig
 
20
17.4.2010, 17:49

Bei Ihnen handelt es sich jedenfalls um einen ganz ueblichen Troll.

schlitzohr2
10
16.4.2010, 15:15
Nichts kann mehr rückgängig gemacht werden. Die Unabänderlichkeit und Endgültigkeit des Todes ist die situationsbedingte Momentaufnahme Stoffwechselkranker Willkür. Die Reue kommt dann zu spät. Die junge Frau, SIE, wird unerbittlich von ihr...

...eingeholt werden.
Außergewöhnliche Geschehnisse vor der Geburt, bei der Geburt, nach der Geburt, haben diesen jungen Menschen, vielleicht nicht einmal (un???)-gewollt, in die erlöschend-lichterlohe Wut getrieben.

fibiundchillie
01
16.4.2010, 13:17

lt der im thread mehrfach genannten mistzeitung
ritzt sich das mädel seit mehreren jahren (heut issie 14, eh schon).
zuerst leiden die familien nach innen, ohne hilfe explodiert so a eitertippel v. familie irgendwann...
zu hoffen ist, daß das kind in der jugendhaft psychologische hilfe und eine ausbildung bekommt.
afaik hat österreich dafür ka geld.

aenema_lateralis
 
00
16.4.2010, 10:32
stoppt facebook jetzt!!

bevor es noch mehr leben kostet!!
gleiches gilt fuer grausame killerspiele!!

Ringweltler
21
16.4.2010, 09:56
So ein Mist!

Streit um Internet als Motiv. Wenn man sich in diesen Fall etwas reinliest bzw. versucht, die Situation zu verstehen, dann ist völlig klar, dass NICHT das Internet schuld dran war.

Wenn mir meine Mutter auch immer wieder ne reingehauen hätte, mir meine Hobbys wegnehmen wollte und sogar meine Hobby-Gegenstände auf den Boden wirft ... wer weiß ob da nicht auch mal die Sicherungen durchgebrannt wären. Wenn man auf einen wehrlosen Hund ständig einprügelt ... irgendwann wird er mal zurück beißen.

Sheriff Jack Mauer
54
15.4.2010, 14:37

Zeichen einer verwahrlosten,dekadenten und verkommenen Gesellschaft.

Im Endeffekt wir das "arme" Mädchen wohl kaum eine Strafe bekommen.

HeinzPrüller
61
15.4.2010, 14:29

Bestimmt Migrahigru.

A.B. Artig
 
04
16.4.2010, 01:09

Müllkübeldiskussionsniveau.

Grusoleum - nur echt auf derstandard
42
15.4.2010, 11:30
Dank Österreich und Krone werden wir es bald wissen

Direkt Schade daß der Nazikinderrzt Heinrich Gross das nicht mehr erleben durfte.
Der hätte ein Ergebnis binnen Minuten geliefert.
http://warteschlange.twoday.net/stories/w... dienethik/

Blanc de Blancs
14
15.4.2010, 12:53

Bitte, was hat das hochrangige SPÖ-Mitglied Gross mit diesem Fall zu tun ?!?

Grusoleum - nur echt auf derstandard
00
16.4.2010, 09:55
Hochrangig war der Gross schon die letzten 50 Jahre bei der SPÖ nicht mehr

Mathias
 
23
15.4.2010, 11:45
unglaublich...

... was sich so manche Boulevardzeitung für Mühen macht!

(http://www.oe24.at/oesterrei... 87814.ece)

Das Mädchen sieht dort genauso aus wie die "Schurken" aus diversen Onlinerollenspielen. Womöglich soll so diese grausige Tat wieder instrumentalisiert werden?

Scheinbar ist laut "Österreich" die Schuld schon gefunden: Horrofilme wurden "verherrlicht", und sie war ein Emo

Ringweltler
01
16.4.2010, 09:53

Hatte gestern in der Pause auch die "Österreich" zu lesen ... unglaublich, was die dort für nen Mist reinschreiben. Natürlich ist das Internet an allem Schuld. Horrorfilme natürlich auch. Glaub Shooter haben sie noch nicht gefunden ... sollte man aber auch vorsichtshalber gleich auflisten.

Dass es das Umfeld gewesen sein kann? die dauernden Schläge der Mutter? Das Mobbing in der Schule ... pfff das wäre jetzt zu kompliziert. Nein es war ganz sicher Internet und co. jetzt haben wir den Schuldigen. ich bin erleichtert.

Rosa Stahl
02
15.4.2010, 13:37

na, so eine große Mühe ist das auch wieder nicht. Jedenfalls sieht man deutlich, dass das Mädel schwere psychische Störungen haben muss. Sie schreibt ja auch, dass sie sich selbst verletzt.

Die dauernden Prügeleien und Schreierein müssen jedenfalls im Haus gehört worden sein. Offenbar hat niemand es für nötig erachtet, Polizei oder Jugendamt zu informieren.

Mathias
 
03
15.4.2010, 15:39
Offenbar hat niemand es für nötig erachtet, Polizei oder Jugendamt zu informieren.

Leider wirft das auf denjenigen, welcher die Polizei informiert, kein gutes Licht! Dabei wird man schnell als Spitzel oder "Nazi" beschimpft, wenn man sich traut, sich in fremde Angelegenheiten einzumischen.

Ob da das Jugendamt einschreitet, wenn solche Zustände sind? Wie oft ist etwas passiert, wo hinterher heraus gekommen ist, dass das Jugendamt informiert wurde, aber nichts bis zu wenig unternommen wurde? Vielleicht ist das wieder so ein trauriger Fall, wo das Jugendamt "machtlos" war?

Grusoleum - nur echt auf derstandard
02
15.4.2010, 13:07
Realität und Medien

die Sims ;)

Irgendwas böses braucht die "schöne,heile" Welt.
Sonst müßte man sich damit wirklich beschäftigen.
Auf Papier sehen die Bilder noch ärger aus, auch wenn der Grafiker nicht zeichnen kann.

Dem Grafiker von Österreich möchte ich auf diesem Weg das neueste Stephen King Buch (die Bilderausgabe) empfehlen.

FlOliv
20
15.4.2010, 16:20
Großmaul!

Bevor du Idiot das Maul blöd aufreißt, solltest du mal wissen in welcher Zeit, unter welchem Druck und Umständen wir Sachen in letzte Minute rausschießen müssen!

Ich kann schon zeichnen. Nur sind die Bilder, die du meinst in einem 3D-Programm gerendert. Also rede nicht von Dingen, von denen du keine Ahnung hast, du Genie.

Grusoleum - nur echt auf derstandard
10
16.4.2010, 09:59
LOL

Caroline Schmelz
01
15.4.2010, 12:41
sollte der dreck

wieder nicht stimmen wie der in wien praktizierende karadzic oder die anpinkelungsgeschichten gegen das angebliche emo-kind gusenbauer: klagen, dass die noch mehr krachen, als sie schon tun.

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