Kinder sollten nicht ohne Aufsicht fernsehen - 3D-Filme könnten zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen
3D-Kino und -Fernseher sollen der Entertainment-Trend der kommenden Monate werden. Zahlreiche Filmstudios und TV-Hersteller sind bereits auf den Zug aufgesprungen. Doch die dreidimensionalen Bilder können bei einigen Nutzern unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Samsung warnt vor möglichen Gesundheitsschäden durch 3D-Fernseher.
Nebenwirkungen
Als potentielle Nebenwirkungen werden unter anderem Schwindel, Krämpfe, Desorientierung und Übelkeit aufgezählt. Das länge Tragen von 3D-Brillen könne zu Kopfschmerzen führen. Im schlimmsten Fall könne es zu epileptischen Anfällen kommen. Kinder und Jugendliche seien dafür offenbar stärker anfällig. Samsung empfiehlt Schwangeren, älteren und erkrankten Personen, sowie bei Schlafstörungen und unter Einfluss von Alkohol keine 3D-Filme anzusehen. Eltern sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt fernsehen lassen. Außerdem sollten Nutzer gelegentlich Pausen einlegen.
Rechtliche Absicherung
Dazu ist zu sagen, dass epileptische Anfälle unter bestimmten Umständen auch beim normalen Fernsehbild ausgelöst werden können. Die sogenannte virtuelle Seekrankheit (Schwindel und Übelkeit) kann ebenfalls im normalen Kino oder bei Videospielen auftreten, wenn sich das Bild beispielsweise sehr schnell bewegt. Nach dem 3D-Blockbuster Avatar hatten mehrere User in Foren über Kopfweh und Schwindel geklagt (der WebStandard berichtete). Diesen kann man unter anderem verhindern, indem man sich genau in die Mitte des Kinosaals setzt. Dass das Publikum vor den 3D-Fernsehern reihenweise umkippen wird, ist nicht anzunehmen. Die umfangreiche Warnung gilt wohl eher vor allem als rechtliche Absicherung Samsungs vor potentiellen Klagen. Oben genannte Nebenwirkungen sollte man dennoch ernst nehmen und gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen. (br)