Deutsche Ärzte willkommen

13. April 2010, 21:08

Die Zugangsbeschränkungen beim Studium dürften nicht dazu führen, dass EU-Ausländer in medizinischen Tätigkeiten quasi Berufsverbot bekommen

Die Freude österreichischer Bildungs- und Universitätspolitiker über das Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs zu Zulassungsquoten bei medizinischen Studien ist verständlich. Und berechtigt. Die Höchstrichter sind gewillt, den meistbetroffenen Staaten mit überlaufenen Med-Unis etwas Luft zu verschaffen; ihnen Zeit zu geben, die Strukturprobleme in den Griff zu bekommen, sich auf eine gänzlich offene europäische Studienlandschaft (und Studiengebühren) einzustellen.

So lange dürfen sie mit höchstrichterlicher Erlaubnis geltendes EU-Recht unterlaufen, ausnahmsweise sozusagen. Das ist auch eine weise Lösung. Niemand hätte etwas davon, wenn zwei kleine EU-Staaten von Studierenden aus riesigen Nachbarländern wie Frankreich und Deutschland "überrannt" werden, nur weil diese ihre Medizinstudien kranksparen bis zum Ärztemangel.

Aber für nationale Euphorie besteht in Wien und Brüssel kein Anlass. Der EuGH hat dieser "Erlaubnis" auch eine andere, vermutlich weniger willkommene Auflage mitgegeben: Die Zugangsbeschränkungen beim Studium dürften nicht dazu führen, dass EU-Ausländer in medizinischen Tätigkeiten quasi Berufsverbot bekommen. Personenfreizügigkeit muss gewährleistet sein. Man kann also schon anfangen, darüber nachzudenken, was zu tun ist, wenn es in Deutschland einmal keinen Ärztemangel mehr gibt, wenn viele Doktoren mit deutschem Pass im Land bleiben.(Thomas Mayer, DER STANDARD, Printausgabe, 14.4.2010)

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4 Postings
www.aerztepfusch.at

Ärzte haben wir genug in Österreich nur gut ausgebildete sind zu wenig vorhanden. Herumdoktern und seinen Pfusch unter den Teppich kehren das können viele. "Die Spital Mafia" ein interessantes Buch schreibt von Machenschaften in unseren Spitälern....

Ich denke, daß es in Österreich schon relativ viele Ärzte aus Deutschland, und aus Ungarn, und aus der Slowakei, etc. gibt. Daß Mediziner, die ihr Studium abgeschlossen haben hier bleiben, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wenn sie in der BRD praktisch, so hört man, sofort einen Ausbildungsplatz bekommt. In Österreich gibt es noch immer lange Wartezeiten auf einen Turnus.

bitte etwas näher erklären

" Die Zugangsbeschränkungen beim Studium dürften nicht dazu führen, dass EU-Ausländer in medizinischen Tätigkeiten quasi Berufsverbot bekommen. Personenfreizügigkeit muss gewährleistet sein. Man kann also schon anfangen, darüber nachzudenken, was zu tun ist, wenn es in Deutschland einmal keinen Ärztemangel mehr gibt, wenn viele Doktoren mit deutschem Pass im Land bleiben."

1. frage: seit wann haben deutsche ärzte in Ö berufsverbot? das wär ja was ganz neues.

2. frage: wann soll deutschland keinen ärztmangel mehr haben? in 2000 jahren? für das kommende jahrhundert ist dieses szenario eher unrealistisch bis psychotisch.

solange

ist eigentlich so wie ich das lese nicht zeitlich beschränkt, die entscheidung. sie können das also auch unbegrenzt unterlaufen, nur muss gezeigt werden, dass die quote/was auch immer dauerhaft notwendig ist, um das funktionieren des gesundheitssystems sicherzustellen.

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