Angriff auf christliche Stadt im Süden des Inselstaates fordert 13 Todesopfer
Isabela - Nach dem Angriff militanter Islamisten auf eine südphilippinische Stadt haben
die Sicherheitskräfte am Mittwoch zum Gegenschlag ausgeholt. Soldaten
attackierten eine Gruppe von etwa 60 Kämpfern in einem Mangrovenwald nahe der
Stadt Isabela, wie ein Kommandeur der philippinischen Streitkräfte berichtete.
Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Die Gruppe Abu Sayyaf hatte am
Dienstag den mehrheitlich von Christen bewohnten Ort angegriffen, dabei starben
mindestens 13 Menschen. Sicherheitskräfte vertrieben die Kämpfer.
Nach Angaben der Streitkräfte stehen die Angreifer unter dem Kommando des
hochrangigen Abu-Sayyaf-Führers Puruji Indama, dessen Bruder Bensar bei der
Attacke auf Isabela getötet wurde. Der eigentliche Plan der Extremisten wurde
demnach vereitelt. Ein Militärsprecher sagte, diese hätten Gebäude
niederbrennen, Menschen entführen und Gefängnisinsassen befreien wollen.
Offenbar sei aber eine Bombe zu früh explodiert. Daraufhin seien
Marineinfanteristen auf die Angreifer aufmerksam geworden und hätten sie in
Kämpfe verwickelt.
Größter Angriff seit Monaten
Es war einer der größten Angriffe der Extremisten in den vergangenen Monaten.
Als Vorbild diente offenbar ein ähnlicher Anschlag auf die christliche Stadt
Ipil 1995. Damals wurden mehr als 50 Menschen getötet. Isabela liegt in einer
von zwei christlichen Gegenden auf der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Insel
Basilan im Süden der Philippinen. Abu Sayyaf kämpft seit Jahrzehnten für die
Gründung eines islamischen Staats. (APA)