Das outgesourcte Sekretariat

Olivera Stajić, 12. April 2010, 17:15
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Die Palette an Tätigkeiten, die Call Center für KMU übernehmen können, ist breit. Flexibilität und Kostentransparenz sind bei der Wahl ausschlaggebend

Besonders in Krisenzeiten geht der Trend zunehmend dahin Büroarbeiten, Telefondienst, Buchhaltung und andere interne Aufgaben auszulagern. Das Outsourcing einfacher Büroarbeiten, wie des Telefonservice, ist für KMU von besonderem Interesse. Personalmangel und hohe Personalkosten begünstigen die Entscheidung Sekretariatsdienste an ein Call Center zu delegieren. Werden diese Aufgaben sinnvoll an ein externes Unternehmen abgegeben, hat der Kleinunternehmer viele Vorteile auf seiner Seite.

In- und Outbound

Die Palette an Tätigkeiten, die Call Center für KMU übernehmen können, ist breit. Meist werden im sogenannten Inbound Bereich, Aktivitäten wie Telefonzentrale, 24-Stunden-Erreichbarkeit, Erstinformationen über das Unternehmen bzw. die angebotenen Produkte und Dienstleistungen - also die klassische Informations-Hotline - bis hin zur Aufnahme von Adressen, Bestellung in Anspruch genommen, erzählt Georg Mack, Präsident des callcenterforum.at. Es gibt auch Tätigkeiten die im sogenannten Outbound-Bereich der Call Center übernommen werden. Sporadisch anfallende Arbeiten wie Datenpflege, Nachfassen von Angeboten, Mailings gehören dazu, wie auch Einladungsanrufe, Marktanalyse oder Terminvereinbarung.

Es wird gespart

"Das Oursorcing von Personal ist, in Zeiten in denen gespart werden muss, immer beliebt. Besonders kleine Unternehmen greifen gerne auf Telefondienste zurück", weiß Otmar Rüscher Geschäftsführer von Bürodienst.at zu berichten. Durch das Telefonservice-Angebot seines Unternehmens sparen die Kunden bis zu 90 Prozent der Kosten, "die sie ansonsten für ein Vollzeit-besetztes Sekretariat ausgeben würden", so Rüscher. Die Kunden von Bürodienst.at zahlen monatlich, laut Rüscher, im Durchschnitt 180 Euro für den Telefondienst. 

Anrufentgegennahme und die anschließende Verständigung des Kunden gehören zum Standardangebot der Call Center-Dienstleister. Wenn das Unternehmen einen Anruf nicht selbst annehmen kann oder möchte, wird dieser an das Call Center weitergeleitet. Im Idealfall merkt der Anrufer nicht, dass er in einem ausgelagerten Sekretariat gelandet ist. Je nach Bedarf und Branche können die Servicezeiten bei den meisten Anbietern ganz individuell gebucht werde. „Das meist gebuchte Paket ist nach wie vor die Servicezeit 'Bürozeiten' (Mo-Fr 9-17 Uhr), jedoch wird immer häufiger auch die Verlängerung Bereitschaftszeit auf 'Erweiterte Bürozeiten' gebucht (Mo - Sa 7-21 Uhr). Der rund um die Uhr Service wird vor allem von IT Unternehmen mit 7/24 Supportverträgen genutzt", berichtet Peter Stamminger, Geschäftsführer von Servotel.

Speziallösungen

Im vergangenen Jahr hat auch der Spezialisten für Call Center- Dienstleistungen Servotel einen verstärkten Kundenzuwachs im Bereich der Telefonservices verzeichnet, berichtet Peter Stamminger. "Vor allem die Branchen der Arzt und Anwalt haben sich sehr gut entwickelt, was uns dazu veranlasst hat für diese Branchen Speziallösungen zu entwickeln", so Stamminger. Der Konkurrent Bürodienst.at kann Ähnliches berichten: "Am interessantesten sind natürlich die Kernzeiten von 7.00 bis 19.00 Uhr. Einige international agierende Unternehmen greifen auch auf den 24-Stunden-Service zurück", so der Bürodienst.at-Geschäftsführer. Interessant sei das Service auch für jene, die das Chefsekretariat stundenweise entlasten wollen. Alle Anrufe die über "Büroservice.at" abgewickelt werden, werden erfasst und, je nach Wunsch, per SMS, Mail oder Fax, übermittelt. "So dass die Sekretärin, wenn sie am nächsten Tag wieder im Büro ist, das Anrufprotokoll genau im Blick hat", so Rüscher. Ähnlich wie die meisten Konkurrenzanbieter verrechnet Bürodienst.at eine Grundgebühr, die angenommenen Anrufe werden einzeln verrechnet.

Maßgeschneidert

"Zusätzlich zur klassischen Anrufentgegennahme und anschließender Verständigung wird auch immer öfter auf unseren Onlinekalender zurückgegriffen", erklärt Peter Stamminger. Speziell für Ärzte programmieren die Spezialisten von Servotel nach den Kundenvorgaben die gewünschten Zeitfenster für die unterschiedlichen Themenbereiche (Erstgespäch, Kontrolle, Eingriff, ect). Der Vorteil liegt darin, dass sowohl der Arzt und seine MitarbieterInnen als auch die Call Center-Agenten in Echtzeit auf den Kalender zugreifen und sofort den gewünschten Termin vergeben können.

Flexibel

KMU, Freiberufler oder Existenzgründer, die die Kosten für ein eigenes Sekretariat schwer aufbringen können, werden in der Palette der Call Center-Dienstleistungen bestimmt das passende Angebot finden. Wichtig ist es dabei auf die Flexibilität des Angebotspakets zu achten: Phasen mit vielen Aufträgen sind von stark schwankendem Telefonaufkommen begleitet, was besonders personalschwachen Unternehmen in schwierige Situationen bringen kann. In auftragsschwachen Phasen können die internen Kapazitäten wieder genutzt werden. Aus diesem Grund sollte bei der Wahl des Angebotes darauf geachtet werden, dass die Buchung tageweise, wochenweise oder monatsweise erfolgt und die taggenaue Abrechnung garantiert wird. Folgende Leistungen sollten ebenfalls im Basisangebot eines Telefonservices inkludiert sein: Annahme von Telefonaten und Anlegen von Gesprächsnotizen, Übermittlung der Gesprächsnotizen per E-Mail, Fax, SMS und keine Mindestvertragslaufzeiten.

Es spricht auch nichts dagegen sich bei der Suche nach dem passenden Angebot in Deutschland oder der Schweiz umzuschauen. In diesen Ländern gibt es einige Telefonservices, die in allen deutschsprachigen Ländern über das Internet gebucht werden können. Angeboten wird ein virtueller Firmen-Telefon-Empfang, ein Telefonanschluss ist nicht mehr nötig, der Internetzugang ist ausreichend.

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18 Postings
Beiddenker
00
23.7.2010, 23:16
Wenn man sich als KMU keine Sekräterin leisten kann ...

... die natürlich auch noch andere Tätigkeiten (Rechnungslegung, ...) übernimmt, leisten kann, dann sollte man vielleicht gar nicht erst aufsperren.

Mathias
 
00
15.4.2010, 16:20
Besonders in Krisenzeiten geht der Trend zunehmend dahin Büroarbeiten, Telefondienst, Buchhaltung und andere interne Aufgaben auszulagern.

MOMENT! Das Thema "Outsourcing" war doch vor Jahren noch DIE Lösung für Einsparungen und Wirtschaftsaufschwung!

Jetzt kommen die bei der Krise mit genau der selben Lösung daher!

Wolfgang Ambros konnte wohl in die Zukunft blicken?

"Zwickt's mi, I glaab I tram
Des derf net wohr sein, wo sammer daham?
Zwickt' mi, egal wohin
I kann's net glaub'n, des gibt doch kaan Sinn!"

grizzley81
02
14.4.2010, 08:17
ich würde keinem menschen empfehlen

in einem callcenter zu arbeiten:

1) miese bezahlung für extrem viel stress (ja 1300€ ist wenig für die leistung die man bringt)
2) kunden sprechen mit dir wie sie wollen
3) genervte mitarbeiter da keiner den job machen will
4) mitarbeiter kommen und gehen am laufenden band
5) miese pausenzeiten
6) BSPL: Arbeit bis 20:00, um 19:59 kommt ein anruf der 30 min dauert und es besteht auflegeverbot

der_mann_der_ganz_oben_wohnt
00
13.4.2010, 17:21
Kundenservice ?

In Realität : meistens "Salzamt" mit pseudofreundlichen CallcenterAgents und -Agentinnen die Ihr Wissen vom A4 Blatt ablesen oder maximal vom Monitor (Wenn der Computer dann endlich soweit ist..)
Als Kleinunternehmer würde ich so wichtige Dinge wie Terminvereinbarungen nie einem Callcenter übergeben.Da sind mir meine Kunden dann doch zu wichtig !Bei großen Unternehmen mag das anders sein, aber das ist eine andere Geschichte ...

Thomas Jackson
05
13.4.2010, 13:03

Ist das obige Geschreibsel eine bezahlte Werbeeinschaltung?

RichardRoe
00
14.4.2010, 19:14

Ja, wahrscheinlich.

na ehrlich...
01
13.4.2010, 12:59
Callcenter

sind die Firewall der Unternehmen. Nichts, aber auch gar nichts kommt durch.

Conan der Knusperkönig
07
13.4.2010, 12:34
Sollten Sie an den Fakten interessiert sein:

1.) Callcentermitarbeiter können keine fundierte Beratungsleistung bieten.
2.) Die Arbeitsbedingungen in den CC sind meist sehr schlecht.
3.) Callcenter sind teuer (fragen sie doch einfach einmal die WKÖ)
4.) Kunden LIEBEN es mit Leuten zu sprechen, die nichts mit dem eigentlichen Unternehmen zu tun haben.

Es gibt durchaus Gebiete, in denen ein CC Sinn machen kann (bspw. Umfragen), aber die Auslagerung des Sekretariats gehört definitiv nicht dazu.

Ihr Knusperkönig

P.S.: Obiger Artikel ist alles andere als sachlich und kritisch.

chiwato
00
13.4.2010, 12:12
wie

man einen der besch....en jobs, die es gibt, so umschleimen kann, nötigt fast schon wieder respekt ab.

Achmo Ledbid
31
13.4.2010, 11:36
wo ich mit irgendwem...

...spreche und stadt dem schmied nicht einmal den schmiedl sondern eine überfreundliche "herzlich willkommen bei xyz, was kann ich für sie tun"-tussi bekomm die irgend ein ticket aufnimmt und nach klaren wünschen bestenfalls was verspricht was sie nicht versprechen kann - DANN gehört so eine firma nicht mehr zu meinen geschäftspratnern. punkt!

Achmo Ledbid
00
13.4.2010, 11:42
sorry

meinte statt und nicht stadt.

Duck of Death
14
13.4.2010, 10:47

Aus dem neoliberalen Wörterbuch:

outgesourct: an einen Sklavenbetrieb übergeben

MBR
11
13.4.2010, 08:43
outsourcing

besonders nach länder wo die löhne 'günstiger' sind
ist eine ganz tolle sache

Dominique Lautrec
08
13.4.2010, 08:14
"outgesourct", inbound, outbound,...

I guess it is more appropriate to coordinate on using one language instead of using two all the time. As it seems infeasible to leave out English words from German texts, I propose to drop German altogether.

her mit den Strichen!
00
13.4.2010, 09:51
You should only do so if...

...your English was sufficient!

friedrich wilhelm voigt
011
13.4.2010, 02:53
sie lasen eine bezahlte einschaltung des fachverbands für telefondiensteanbieter.

jeffk
03
12.4.2010, 20:52

alle die auslagern kommen früher oder später drauf dass der vorschlag vom berater dann doch nicht so gut war
der nächste unternehmensberater ändert das dann wieder und somit haben zumindest 2 etwas von der sache gehabt

cannery row
020
12.4.2010, 17:33
da stehn die kunden besonders drauf..

wenn sie mit jemandem verbunden werden, der null ahnung von nichts hat. und besonders gerne sprechen sie mit bandschleifen oder werden voicegeroutet.

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