Zwei Drittel der Energie im Treibstoff gehen bei der Verbrennung im Motor in Form von Wärme verloren. Bisher nutzte man diese Energie im Wesentlichen nur zum Heizen des Innenraums
Zwei Drittel der Energie im Treibstoff gehen bei der Verbrennung im Motor in Form von Wärme verloren. Bisher nutzte man diese Energie im Wesentlichen nur zum Heizen des Innenraums.
Doch es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wenigstens einen Teil dieser Energie zurückzugewinnen. Der Überbegriff lautet Thermomanagement. Ein wichtiger Punkt ist etwa die Verkürzung der Warmlaufphase. So ist es bis heute noch üblich, dass die Motorkühlung schon bei kaltem Motor einsetzt. Ein wichtiger Schritt wäre also, den Kühlkreislauf erst in Gang zu setzen, wenn der Motor warm ist. Gerade im Kurzstreckenverkehr würde das eine merkliche Spritersparnis bringen.
Noch länger als das Kühlwasser braucht die Erwärmung des Motoröls, das bei Kaltstart besonders hoch belastet ist. Weniger Öl würde sich schneller aufheizen. Die meisten Motoren laufen mit weit mehr Öl als notwendig, nur um die heute extrem langen Ölwechselintervalle zu ermöglichen. Man würde mit viel weniger Öl auskommen, wenn man diese wieder etwas verkürzte.
Eine interessante Möglichkeit, die Lichtmaschine zu entlasten, ist der thermoelektrische Generator, der im Abgasstrang sitzt und Abgaswärme in elektrischen Strom umwandelt. Das soll in der Praxis immerhin drei bis fünf Prozent Spritersparnis bringen, allerdings bringt diese relativ teure Einrichtung im derzeitigen Testzyklus praktisch nichts.
Eine relativ billige Möglichkeit lautet hingegen: Den Motor erst gar nicht ganz auskühlen zu lassen. Dazu muss er bloß fest eingepackt werden. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/9.4.2010)