Juden-Zentralrat

Scheinheilige Vergangenheitsbewältigung

10. April 2010, 09:24

Größere Bemühungen im Kampf gegen Rechtsextremismus gefordert

Landau - Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisiert die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit Deutschlands als "halbherzig und scheinheilig". Der Fall des Massenmörders Martin Sandberger, der unbehelligt in einem deutschen Seniorenstift gelebt habe, mache erneut deutlich, "wie gering das Interesse an der Verfolgung von Nazi-Verbrechen in Deutschland in all den Jahren gewesen war", sagte Generalsekretär Stephan Kramer der Zeitung "Rheinpfalz am Sonntag". Sandberg sei ein Beispiel dafür, dass weder Politik noch Justiz ernsthaft Hinweisen nachgegangen seien, um die Täter vor Gericht zu bringen.

Die Behauptung, die Bundesrepublik habe ihre Vergangenheit mustergültig aufgearbeitet, spotte jeder Beschreibung, sagte Kramer demnach: "Das betrifft sowohl die Verfolgung der Täter als auch die Entschädigung der Opfer." Es sei geradezu absurd, wenn hochbetagte Überlebende des Holocaust juristisch um ihre Entschädigung kämpfen müssten, "aber ihre Mörder in Deutschland gut versorgt ihren Lebensabend verbringen". Auch sei es in hohem Maße unglaubwürdig, Täter der DDR-Stasi zu verfolgen und bei Nazi-Verbrechen wegzuschauen.

Anstrengungen im Kampf gegen Rechtsextremismus

Kramer forderte zugleich größere Anstrengung bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus. Es sei unverantwortlich, gegen Islamismus und Linksextremismus verstärkt vorzugehen zu wollen, die Gefahren von Rechts aber zu übersehen, sagte er. Bei der Bekämpfung von Neonazis gebe es keinerlei Anlass für Entwarnung. Vor allem CDU/CSU und FDP verharmlosten die von der rechten Szene ausgehende Bedrohung, sagte Kramer demnach. Er schlug vor, einen "Bundesbeauftragten für den Kampf gegen Extremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" einzusetzen. (APA/apn)

Hänsels Gretel
12
11.4.2010, 20:20
Der Zentralrat zeichnet sich aus

durch mangelnde Gegenwartsbewältigung, wenn man in den Nahen Osten guckt.

Karl Buschina
00
14.4.2010, 16:10
Mangelnde Gegenwartsbewältigung.,.

http://tinyurl.com/ybh82cg

Chukche
01
12.4.2010, 13:55

Heute gehört uns Deutschland - und morgen der ganze Nahe Osten....

Und für alle Hänschen und Margaretchen mit dem goldenen Haar: die Rede ist hier vom Zentralrat der Juden IN DEUTSCHLAND!

Sie müssen den jetzt nicht mit den Weisen von Zion verwechseln - und falls Sie dies tun, tun Sie es im Stillen!

gladio
14
10.4.2010, 19:37

Natürlich wurde nicht ordentlich entnazifiziert in der BRD, man brauchte ja die Nazis im Kampf gegen die bösen Kommunisten. Was soll man denn von einem Staat erwarten, der seinen Geheimdienst aus Ex-Nazis rekrutiert hat (Gehlen)

Fritz Wunderlich
11
11.4.2010, 13:09

ausnahmsweise hast du recht

Waldgaenger
16
10.4.2010, 17:14
"Selig die im Schein der Scheinheiligkeit scheinen"

Der Zentralrat bewältigt die Gegenwart äußerst scheinheilig, er unterstützt Israel hemmungslos und beklagt sich dass die deutsche Öffentlichkeit in den vierziger und dreißiger Jahren einfach weggesehen hat.

spekulant_in, realwirtschaftlich
00
11.4.2010, 17:06
gegenstandswechsel

der fehler des einen rechtfertigt nie den fehler des anderen.

BMA
01
12.4.2010, 20:21
Zuerst vor eigener Haustür zusammenkehren!

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