"iPad"

Der "iGod" "ruhte am Sonntag"

Sabine Bürger, 9. April 2010, 13:32
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    foto: reuters/frank polich

    Mitarbeiter eines Apple-Geschäfts in Chicago begrüßen die auf den "iPad" wartenden Fanboys und Fangirls.

Wie Verleger Steve Jobs und seinem neuen "iPad" huldigen

"Hält sich Steve Jobs für Gott?", fragt das Blog "Gizmodo" heute schelmisch. Grund: Bei der Präsentation der neuen iPhone-Software OS 4.0 sagte der Apple-Chef auf eine Journalistenfrage zum "iPad": "Wir haben es am Samstag ausgeliefert. Dann, am Sonntag, ruhten wir."

Seine "Jünger" hat der "iGod" jedenfalls auch unter den Verlegern gefunden.

Für den australischen Medienmulti Rupert Murdoch scheint Apples neues Tablet ein "Erlöser" zu sein: "Es mag wohl die Rettung der Zeitungsbranche werden", zitierte ihn "The Australian".

"Jeder Verleger auf der Welt sollte sich einmal am Tag hinsetzen und Steve Jobs danken, dass er die Verlagsindustrie rettet", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner in einem Interview im US-Fernsehen.

Warum, erklärte Zeitungsdesigner Mario Garcia in der "Bild vom Sonntag": "Internet und Zeitungen haben nie richtig zusammengepasst. Das Internet hat Zeitungen quasi gekidnappt und ihre Inhalte ins Netz gestellt, ohne sie schön aufzubereiten. Das Web ist ein entfernter Verwandter der Zeitung, das 'iPad' ihr Bruder: Man kann umblättern, Dinge überfliegen oder genau lesen."

Dabei fehlte doch nur etwas Zauberei: "Hier haben wir die Chance, Journalismus auch digital wieder ein bisschen "magisch" zu machen", erklärt Lukas Kircher von der Agentur KircherBurkhardt in einem Text über "das Ende der Maus".

Aber, liebe Fanboys, Magie gibt es doch auch am MacBook. Ganz sicher gibt es eine Zukunft für Anhänger des Lesens am iPad und am MacBook.

kleeklee
00
18.4.2010, 12:30
Bei allem Hin und Her

finde ich es interessant dass es Apple schafft eine geschlossene Zone im Netz aufzubauen.

Wer das nicht mag muss diese ja nicht betreten.
Kritischer ist da schon dass Apple auf seinen Produktenn andere Protokolle kastriert.

am Besten kaufen wir demnach zwei Geräte, eines für alles freie, vielleicht ein zweites mit PAY-Internet von Apple.

sirnicha
01
14.4.2010, 17:09
schluss!

jetzt könnts einmal aufhörn, von diesem unnützen ding zu schwärmen. solls kaufen, wer zuviel geld hat. aber gratis werbung kann man für bessere zwecke anbieten...

Zappelzapp
01
12.4.2010, 00:06
Die meisten Medien werden von Alten für Alte gemacht,

und dann fabrizieren altgediente 50-Jährige lächerliche Feigenblatt-Jugendseiten. Dass die Jungen so was nicht konsumieren wollen wundert wen? Genau, die alten Deppen (wie ich einer bin, mich wunderts aber trotzdem nicht).

Ein teurer Apple für Bobos wird daran genau gar nichts ändern, den kaufen eh nur Berufsjugendliche.

der_geniesser
02
ahso

Das Internet hat Zeitungen quasi gekidnappt und ihre Inhalte ins Netz gestellt, ohne sie schön aufzubereiten

naja schöner im sinne von lesbarer ists im inet jedenfalls als auf papier.

und schneller

beispiel standard

alles was auf der welt ab freitag mitternacht passiert könnte ich auf rosa papier erst am montag 0600 lesen

das ist in unserer zeit nicht mehr zeitgemäß

da habe ich es nicht nur in jeder tv station gesehen, im radio gehört und im inet gelesen.

un die meldung an sich genügt mir.
frey hat pandoras box geöffnet. ir genügt eine meldung, gratis... muss kein artikel sein.
für seine hm kolumne krisenfrey oder brickners sozialfantasien etc. zahl ich sicher keinen cent. eine print zeitung wird im inet nicht 1:1 verkäuflich sein!

Heimwerkerkönig
 
010
Diese ganzen frohlockenden Medien-Heinis....

... inklusive der Standard mit all seinen Spudichs, werden sich noch wundern, wenn die Anwender zwar iPads kaufen, aber damit weiterhin in erster Linie die teils hochqualitativen Gratisangebote ansteuern, anstatt sich auf die Bezahl-Seiten von Murdoch und Co zu verirren.
Bestenfalls wird es eine gewisse Verschiebung der bisherigen Abonnenten der Papieraussgabe, hin zur Internetausgabe geben.
Womit jedoch nur einer verdient, nämlich Jobs. Die Verlage schauen durch die Finger.
Und letzteres begrüße ich nach dieser ungustiösen, journalistisch letztklassigen Hochjubelaktion des iPads, aufs Heftigste.

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