Wie Verleger Steve Jobs und seinem neuen "iPad" huldigen
"Hält sich Steve Jobs für Gott?", fragt das Blog "Gizmodo" heute schelmisch. Grund: Bei der Präsentation der neuen iPhone-Software OS 4.0 sagte der Apple-Chef auf eine Journalistenfrage zum "iPad": "Wir haben es am Samstag ausgeliefert. Dann, am Sonntag, ruhten wir."
Seine "Jünger" hat der "iGod" jedenfalls auch unter den Verlegern gefunden.
Für den australischen Medienmulti Rupert Murdoch scheint Apples neues Tablet ein "Erlöser" zu sein: "Es mag wohl die Rettung der Zeitungsbranche werden", zitierte ihn "The Australian".
"Jeder Verleger auf der Welt sollte sich einmal am Tag hinsetzen und Steve Jobs danken, dass er die Verlagsindustrie rettet", sagte Springer-Chef Mathias Döpfner in einem Interview im US-Fernsehen.
Warum, erklärte Zeitungsdesigner Mario Garcia in der "Bild vom Sonntag": "Internet und Zeitungen haben nie richtig zusammengepasst. Das Internet hat Zeitungen quasi gekidnappt und ihre Inhalte ins Netz gestellt, ohne sie schön aufzubereiten. Das Web ist ein entfernter Verwandter der Zeitung, das 'iPad' ihr Bruder: Man kann umblättern, Dinge überfliegen oder genau lesen."
Dabei fehlte doch nur etwas Zauberei: "Hier haben wir die Chance, Journalismus auch digital wieder ein bisschen "magisch" zu machen", erklärt Lukas Kircher von der Agentur KircherBurkhardt in einem Text über "das Ende der Maus".
Aber, liebe Fanboys, Magie gibt es doch auch am MacBook. Ganz sicher gibt es eine Zukunft für Anhänger des Lesens am iPad und am MacBook.