Kopfschmerzen

Regelmäßiger Tagesablauf reduziert Migräne-Attacken

9. April 2010, 11:46
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    foto: derstandard.at/ursula schersch

    Auslösende Reize kennen und vermeiden gilt als wichtiger Beitrag zur Vorbeugung von Kopfschmerzanfällen.

Stabiler Blutzucker und geregelter Schlaf als nicht-medikamentöse Prophylaxe - Moderater Ausdauersport ebenfalls geeignet

Krefeld - Migräne-Patienten sollten bei Schlaf und Ernährung auf einen möglichst gleichmäßigen Ablauf achten. "Geregelte Mahlzeiten sind wichtig, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und Schwankungen zu vermeiden", so der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte, Frank Bergmann. Empfehlenswert sei außerdem, wenig bis gar keinen Alkohol zu trinken und für einen geregelten Schlaf mit ausreichender Dauer zu sorgen.

Auch Ausdauersport sei eine Möglichkeit für eine nicht-medikamentöse Migräne-Vorbeugung. "Ideal sind Disziplinen wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren mit einer moderaten Belastung", sagt Bergmann. Betroffene sollten dabei darauf achten, sich nicht zu überfordern und den Körper zu überanstrengen.

Die Auslöser einer Migräneattacke können nach Angaben des Nervenarztes individuell sehr unterschiedlich sein. Dabei spielten äußere Faktoren eine Rolle wie bestimmte Lebens- und Genussmittel, Nahrungsmittelzusätze oder auch Witterungsbedingungen. Zu den inneren Faktoren zählten Hormonschwankungen sowie auch Stress und Anspannung. Diese auslösenden Reize zu kennen und zu vermeiden, sei ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung von Kopfschmerzanfällen.

Strategien entwickeln

"Manchen Betroffenen kann eine Verhaltenstherapie dabei helfen, herauszufinden, welche Situationen Migräneattacken begünstigen, und Strategien zu entwickeln, mit diesen Situationen anders umzugehen", sagt Bergmann. Mit einer solchen gezielten Migräne-Prophylaxe könnten Häufigkeit, Schwere und Dauer der Attacken im Idealfall um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Zudem könne dadurch einem medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz vorgebeugt werden.

Gegen Migräne, die durch Stress und Anspannung hervorgerufen werde, helfen häufig Entspannungsübungen, wie beispielsweise die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Auch mit Hilfe von Biofeedback können Patienten laut Bergmann lernen, sich anbahnende Kopfschmerz-Anfälle abzuwenden.

Wenn Menschen mehr als zwei Anfälle im Monat erleiden oder die Attacken länger als 72 Stunden dauern, bietet sich nach Angaben des Mediziners auch eine medikamentöse Prophylaxe an. Sogenannte Betablocker wie Metoprolol und Propanolol, der Membranstabilisierer Topiramat sowie Flunarizin könnten dann die Häufigkeit wiederkehrender Migräneattacken wirksam reduzieren. (APA)

leitfaden
00
11.4.2010, 08:41
das hab ich im selbstversuch schon vor jahren herausgefunden -

schön, wenn man nachträglich bestätigt wird.

Fritz Meyer
00
11.4.2010, 08:20
Der Mediziner führt sich selbst ad absurdum.


"Die Auslöser einer Migräneattacke können nach Angaben des Nervenarztes individuell sehr unterschiedlich sein."

Man spricht von bis zu sechs verschiedenen Auslösern ("Trigger"). In vielen Fällen liegt eine genetische Disposition vor - eine schlechte (oder nicht vorhandene) Brille kann auch ein Grund sein, ebenso ein nicht diagnostiziertes Schielen.

Am besten zum Spezialisten gehen und diverse Tests machen. Auch Verwandtschaft mit Migräneanfälligkeit ist ein Anhaltspunkt.

Auf keinen Fall aber mit ein paar Übungen und schlauen Ratschlägen zufrieden geben und meinen, das genügt!

Migräne ist keine "Strafe" oder eine Krankheit der "falschen Lebensumstände"! Und oft genug hängt auch noch mehr daran (z.B. Hypertonie).

Fritz Meyer.

Aracni Santini
00
18.4.2010, 09:25
hängt oft zusammen mit Histaminen

Z.B. Stress führt mehr zu Histaminen, Hormone können Histamine ausschütten, Nahrungsmittel können Histamine enthalten bzw. fei setzen, Medikamnte können Histamine frei setzen bzw. den Abbau verhindern Also schon sehr viele verschiedene Auslöser aber mit einem einzigem Hintergrund...

Ingen Ting
21

Migräne ist als extrem starker Schmerz ein Warnsignal. Durch die Begleiterscheinungen werden andere Aktivitäten verhindert und eine Ruhepause erzwungen. Abgesehen von allem Möglichen tritt Migräne bei manchen Berufstätigen besonders oft gegen bzw.am Wochenende oder zu Beginn des Urlaubs auf, wenn die (berufsbedingten) Stressfaktoren endlich nachlassen. Dies kann das Kollegenumfeld, die/der Vorgesetzte, das Spannungsfeld Familie-Beruf oder auch die Tätigkeit an sich usw. sein. Diese Menschen "reissen" sich solange es sein muss, "zusammen".Wenn es nach diesem Artikel geht, müßten die Betroffenen einfach, wegen der schönen Regelmäßigkeit, auch am WE arbeiten (in ein paar Jahren haben die Betroffenen halt dann etwas noch Schlimmeres)

leitfaden
00
11.4.2010, 08:44

mit kuchl-psychologie helfen sie den betroffenen nicht.

da migräne hoch individualisierte erscheidungsformen haben kann, bringt letztlich nur eine individualisierte herangehensweise mit sorgfältiger medikamenten-einstellung und individuellen lebensstil-entscheidungen hilfe.

ich kenne eine menge migräniker, die ihre trigger recht genau kennen und trotzdem nichts am lebensstil ändern.

Anuntiata
00
10.4.2010, 23:40
Das, was Sie da beschreiben

ist die weitläufig als "Wochenend-Migräne" bezeichnete Form. Soweit richtig. Die weiter Schlussfolgerung hingegen ist nicht richtig. Sie können auf die Faktoren "Essen", "Schlaf" und "Alkoholkonsum" am Wochenende genauso Einfluss nehmen wie unter der Woche.

FraKrawa
00
was meine Migräneattacken ganz entschieden verbessert hat,

war das ganz Verzichten auf Tee bzw Kaffee und ein tägliches 20 Minuten-Radeln auf dem Hometrainer in der Früh, seitdem ich das mache, habe ich fast kein Migräne Kopfweh mehr, und ich trinke regelmäßig abends mein Achtel Rotwein, und esse gar nicht wenig Schokolade und Käse

kmmm
00
erst einmal würde ich die anfälle in unvermeidbare und vermeidbare einteilen.

während zu ersteren ganz klar die wettersituation zu zählen ist (wind, wetterumschwünge), bedarf es bei der anderen einer langfristigen eigenbeobachtung. beispielsweise kann man in negativer weise sehr intensiv auf kohlensäure reagieren, im besonderen auf ganz spezielle mineralwasser (mit deren mineralischen inhalten), aber zb auch auf gewisse biersorten mit deren kohlensäureanteil. zu viel schokolade mag zuweilen auch zu den auslösern zählen. bluthochdruck ist ganz allgemein zu vermeiden, wenn nötig medikamentös. wichtig: ausreichender schlaf (ev. einschlafhilfe). allein diese bedachtnahmen können erfahrungsgemäss schon in den allermeisten fällen helfen, wenngleich manche attacken scheinbar auch ohne nachvollziehbaren anlass zu tage treten

grazing snake
01
Ein geregelter Ablauf ist gegen alle möglichen Beschwerden gut,

ähnliches gilt sicher für Gastritis, Bluthochdruck - das Herumgetreten werden durch den Alltag von Pagern, Mobiltelefonen, "kannst du bitte schnell mal zwischendurch "... tut höchstens Adrenalinjunkies gut.

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