Depressive Symptome bei Adoptiveltern

11. April 2010, 07:14

Unrealistische Erwartungen an die Elternschaft

New York - Nach der Geburt des Nachwuchses erleiden manche Mütter und auch Väter eine Depression. Aber auch viele Adoptiveltern verfallen nach der Aufnahme eines Kindes in niedergeschlagene Stimmung. Die Ursache dafür sind einer Studie zufolge oft übersteigerte und unrealistische Erwartungen an die Elternschaft.

Die Forscher der Purdue Universität im US-Staat Indiana befragten neben Experten auch 21 Elternpaare, die nach der Adoption depressive Symptome wie Schwermut, Interesselosigkeit, Müdigkeit oder Schuldgefühle entwickelt hatten. "Man hört viel über die Kindbettdepression nach einer Entbindung, aber das emotionale Wohl von Adoptiveltern nach der Aufnahme eines Kindes wird nicht thematisiert", sagte Studienleiterin Karen Foli.

Wenig Unterstützung

Wie die Forscherin im "Western Journal of Nursing Research" berichtete, haben viele Eltern überhöhte Erwartungen - an sich selbst, an ihre Freunde und Verwandten und nicht zuletzt auch an das Kind. "Manche Eltern rechneten nicht damit, dass die Bindung zu dem Kind ein Kampf sein würde oder dass Verwandte und Freunde ihnen weniger Unterstützung anboten als anderen leiblichen Eltern", sagt Foli. Trotz der rigorosen Vermittlungsverfahren seien manche Adoptiveltern nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Kinder vorbereitet.

Stellt sich dann Enttäuschung ein, reagieren manche Väter und Mütter mit Schuldgefühlen, über die viele aus Scham nicht reden. Dabei sei es gerade wichtig, mit Freunden oder Experten über solche Probleme zu sprechen, betont Foli. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 35
1 2
mediview
 
10
12.4.2010, 11:49
Depression?

Fällt dies wirklich unter Depression, oder wird hier dieser Begriff wieder einmal universell eingesetzt. Denn eine Depression ist eine Gehirnstoffwechselerkrankung, tirfft dies hier zu? http://mediview.wordpress.com/

Christiane Amanpour
 
24
11.4.2010, 14:58
Es gibt eine KFZ-Führerschein, einen Computer-Führerschein, einen Wirtschaftsführerschein. Wann gibt es endlich einen Familien-Führerschein?

Ja, den neuen Hunde-Führerschein hab ich noch vergessen.

Die meisten Leute sind dafür geeignet, eine Familie zu haben, sie können Liebe empfinden & geben & für andere Menschen sorgen.

Eine Minderheit ist leider NICHT dafür geeignet. Diese Leute wissen das aber manchmal nicht von sich selbst. Sie überschätzen sich. Sie möchten das haben, was die anderen haben (eine Familie), können das aber nicht. Wenn sie leibliche oder adoptierte Kinder haben, geht's diesen Kindern schlecht, sehr schlecht.

Im Namen aller mißhandelten Kinder und aller erwachsenen ehemaligen mißhandelten Kinder: Ein Teil der enormen Familienförderungsgelder muss endlich in den Familien-Führerschein investiert werden.

Laran Wish
03
12.4.2010, 08:41
guter Ansatz

Ich würde noch einen Schritt weitergehn und Wissen über funktionierende Familie, Partnerschaft, seelische Gesundheit und Wohlbefinden, etc. in der Schule vermitteln.

Kinder lernen chemische Formeln, Mathematik, Geschichte etc - das ist ja alles gut und schön - aber für die Gesellschaft und das Leben jedes einzelnen wäre es wichtiger, zu lernen, wie man eigentlich ein erfülltes Leben führen, Liebe geben und nehmen kann und diese auch an seine Kinder weitergibt.

Daran scheitern viele, dabei ist es das einzige, was uns glücklich macht - funktionierende Beziehungen, und nicht der Job.

Dass dazu ein massiver gesellschaftlicher Wandel nötig ist, der sich über lange Zeit hinzieht, ist mir klar, doch ich denke, wir gehen in diese Richtung.

forever52
40
12.4.2010, 04:12
Was sind denn Sie...

...für ein Halbschuh !?!

Kathi1609
 
26
11.4.2010, 20:58
Nur wenig würde mich mehr ängstigen.


Wer entscheidet über die "Lehrinhalte"? Welche Schwerpunkte werden gesetzt? Wer exekutiert sie in weiterer Folge? Lesen Sie mal ein paar Pädagogik-Bücher, oder einfach Bücher für werdende Eltern. Da widersprechen sich Ansichten ständig. Welchen dieser Grundlagen wird dann gefolgt?

Haben Sie den Eindruck, dass irgendein österreichisches Schulsystem dazu in der Lage ist, mehrheitlich selbstständig denkende, selbstkritische und lernfähige Leute zu "produzieren"?

Ich bin ganz Ihrer Meinung, viele Leute sind nicht fähig, sich selbst mündig und realistisch um ihre Kinder zu kümmern. Aber ein Vorschreiben von bestimmten Parametern von "oben" wird daran nicht viel verbessern.
Diese ganze Regulierungs- und Kontrollwut macht mich schon ganz kirre.

m.k.
00
11.4.2010, 19:13

Zumindest wenn man adoptiv oder pfelgeelter werden will, braucht man eh einen "führerschein". an dem dürft es also nicht liegen.
herzlichst, m

GevatterTod
10
11.4.2010, 21:11
leider ist die Fortpflanzung

biolgisch automatisch, bei homo sapiens sogar ein legal verbrieftes Recht.
Aber homo sapiens hat in Teilbereichen Darwin auszer Kraft gesetzt!

Dagmar Rehak
 
00
12.4.2010, 09:48
Warum "leider"?

Wäre es dir lieber, Fortpflanzung würde staatlich reguliert?

GevatterTod
00
12.4.2010, 10:49
der Satz lautete

leider ist die Fortpflanzung biolgisch automatisch.

d.h. das bei der Partnerwahl des H.S. ( dem Verlieben ) der Intellekt weitgehend ausgeschalten ist.

war also nicht in Richtung staatlicher Regulierung gezielt. Stand des WIssens ist daß das Veromonasalorgan - bei Frauen mehr, bei Männern weniger den Major Histocompatibilitykomplex des potentiellen Geschlechtspartners auf seine Eignung gesunde Nachkommen mit einem selbst zu zeugen prüft. Im positiven Falle gibts Schmetterlinge im Bauch.

Dagmar Rehak
 
00
12.4.2010, 13:45

Deswegen ist es immer noch nicht "leider", sondern im Gegenteil ist es gut, dass es so funktioniert.

GevatterTod
00
12.4.2010, 13:50
leider kommt von Leid

und was bei der rein animalischem Selektion häufig herauskommt ist dann kein Leserpotential dieser Zeitung - und auch nicht ihres Postings.

Dagmar Rehak
 
00
13.4.2010, 16:32
Geh, so a Schmoarrn!

Beim animalischen Kopulieren kommen die schönsten und intelligentesten Kinder heraus.

GevatterTod
00
13.4.2010, 22:07
vor allem nach

der Disko
nach Alkohol
nach Drogen
etc...

meine Ernte ist reichlich

Chocoholic
01
11.4.2010, 17:49
Das Problem: wer entscheidet, wer geeignet ist oder nicht?

Und wie unterbinden Sie das Kinder kriegen.... (ich mein bei Adoptiveltern bin ich voll Ihrer Meinung, aber das passiert ohnehin schon und es werden dennoch Kinder wieder zurueck gegeben, als ob sie Modepuppen waeren)

Und was unternehmen Sie gegen Schwangerschaft der Ungeeigneten. In Schweden wurden bis in die 70er Jahre behinderte Frauen zwangssterilisiert bzw. zwangsabtreibungen durchgefuehrt. Nicht sehr nachahmenswert.

witchdoctor
12
11.4.2010, 11:58
Das Alter des Adoptivkinds spielt eine äusserst wichteige Rolle

Während Adoption von Babys meist nur zu Ängsten bezüglich des Backgrounds des Kindes führt, sind Adoptionen älterer Kinder oft sehr stark mit Spannungen belastet, da die Kinder durch die soziale Vorgeschichte sehr wohl geprägt sind, und die Integration in eine neue Familie oft viel schwieriger ist, als es sich selbst wohlmeinende Eltern vorstellen können.

A Voice
01
11.4.2010, 20:41
Wer gibt da

bitte rot?
Das ist einfach eine Tatsache.

Dagmar Rehak
 
50
12.4.2010, 09:45
Ich.

Erstens, weil ich witchdoctor von Haus aus nicht mag, und zweitens, weil es einfach falsch ist.
Ältere adoptierte Kinder sind in der Regel das Kind des langjährigen Partners. Manchmal werden auch verwandte Kinder adoptiert, wenn die Eltern verstorben sind. Das ist die einzige "soziale Vorgeschichte".
Die anderen älteren Kinder, die nicht schon lange bekannt oder verwandt sind, sind bewusst aus dem Ausland aus schlechten Heimen geholte Kinder oder in Wirklichkeit keine Adoptivkinder, sondern Pflegekinder, die aber sehr wohl eine "soziale Vorgeschichte" haben.
Irgendwie bricht da immer bei allen die verhinderte Sozialarbeiterin durch, und dann wird unheimlich drauflos emotionalisiert.

A Voice
00
12.4.2010, 13:24
außerdem ist es nicht falsch

ältere adoptierte Kinder haben durchaus oft eine Biographie mit Heimen etc hinter sich.

Selbst wenn nicht, werden sie verpflanzt. Auch ned so unproblematisch.

Dagmar Rehak
 
10
12.4.2010, 13:48

Ja, ältere adoptierte Kinder aus dem Ausland.
Ältere adoptierte Kinder in Österreich sind dem Adoptierenden bestens bekannt und werden auch nicht verpflanzt.

Tethys
04
12.4.2010, 09:54
Erstens, weil ich witchdoctor von Haus aus nicht mag

Wie kindergartenlike ist das denn??

global_citizen
410
11.4.2010, 08:02
Um ein Kind großzuziehen braucht es ein ganzes Dorf

ein afrikanischer Spruch mit viel Wahrheit. Die moderne urbane Lebensweise ist einfach weitgehend
inkompatibel mit dem Aufziehen von Kindern.
Wenn die Großeltern auf dem Selbstverwirklichungstrip sind, auch sonst keine
Vertrauenspersonen da sind, dann wird es hart (für
Eltern und Kinder).

Angelika70
01
12.4.2010, 09:04

Großeltern auf dem Selbstverwirklichungstrip? Schwachsinn. Heutzutage sind Großeltern meist noch berufstätig, das ist es auch schon.

Ausserdem, warum sollen die Großeltern dafür herhalten, wenn deren Kinder Kinder wollen?

contains sugar
02
11.4.2010, 14:49

kindergeld, gratiskindergarten, schule für alle ab 6, sozialversicherung,..... was verlangen wir eigentlich noch???
großeltern zu haben ist schön, aber es sind die ELTERN, die sich entscheiden, ein kind zu bekommen oder auch nicht. im 21. jahrhundert muss niemand ein kind bekommen, der keines will, verhütung und abtreibungsgesetzen sei dank.

Chocoholic
37
11.4.2010, 14:07
Was soll das heissen, die Grosseltern sind auf dem Selbstverwirklichungstrip?

Hat es noch nicht gereicht, Sie Rotznase gross zu ziehen? Wollen Sie immer am Rockkittel haengen bleiben?

Woher kommt denn diese 'übersteigerte und unrealistische Erwartungen an die Elternschaft'? Sie haben sie ja offensichtlich auch, mit Ihnen alle Gruenstrichler, die uebersehen, dass es nicht die Grosseltern sind, die sich fuer eine Adoption entscheiden, sondern die ELTERN. Und die sollten ja vorher abchecken, inwieferne ihre eigenen Eltern noch Kraft und Energie und Freude haben, sich zu involvieren.

contains sugar
00
11.4.2010, 14:50

das selbe gilt auch für die eigenen kinder.

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