Angriff gegen Adobe und Co. - Untersagen Nutzung von anderen Entwicklungsumgebungen - Flash-to-iPhone und MonoTouch betroffen
Mit iPhone OS 4.0 hat Apple nun eine neue Generation des eigenen Smartphone-Betriebssystems vorgestellt, die einige wichtig Neuerungen mit sich bringen soll. Doch während sich Steve Jobs persönlich für das Nachziehen gegenüber der Konkurrenz bei Multitasking und Co. feiern ließ, vollzog das Unternehmen auch eine zentrale Änderung am Entwicklungsabkommen, die nachhaltige Auswirkungen haben könnte.
Einschränkung
So untersagt das neue Developer Agreement nun sämtliche Anwendungsentwicklung, die nicht direkt in C, C++ oder Objective-C vorgenommen wurde, oder Javascript per Webkit nutzt. De fakto bedeutet dies, dass sämtliche extern erhältlichen Cross-Compiler nicht mehr länger genutzt werden können, so interpretiert man zumindest bei Daring Fireball, wo man diese Änderung aufgespürt hat, das Abkommen.
Ausgesperrt
Damit liefert Apple einen weiteren direkten Angriff gegen Adobe, hat dieses doch mit Flash-to-iPhone ein Tool im Angebot, das die Entwicklung von Anwendungen mit der eigenen Laufzeitumgebung ermöglicht, das Programm selbst wird dann aber für die Auslieferung selbst in nativen Code umgewandelt. Einen ähnlichen Weg beschreitet auch Novell mit der .Net-Umgebung MonoTouch, sowie Innerworks mit dem JM2E-to-iPhone-Compiler, diese sind also wohl ebenfalls von dieser Änderung betroffen. Zusätzlich untersagt Apple künftig auch jeglichen Wrapper für die eigenen APIs, diese müssen direkt genutzt werden. (apo, derStandard.at, 09.04.10)