Radaktivitäten in Wien

Radwege, Radretter, Radtankstelle

8. April 2010, 19:30

Erste Wiener E-Bike-Ladestation an der Donau

Wien - Die Wiener Stadtpolitiker werden wieder für die Radfahrer aktiv: 25 neue Radwegkilometer stellte Verkehrsstadtrat Rudi Schicker (SP) am Donnerstag den Wienern in Aussicht. Mit 30 Projekten in zwölf Bezirken sollen weitere Lücken im Radwegnetz geschlossen werden, das dann 1200 Kilometer lang sein soll.

Auch die "grüne Radrettung" rückt heuer wieder aus. Ein mobiler Mechanikertrupp prüft die Räder kostenlos und führt kleinere Reparaturen an Ort und Stelle durch. Etwa 100 Termine sind geplant, sie werden auf www.radrettung.at bekanntgegeben. Sechs Prozent betrage der Radverkehrsanteil in Wien derzeit - für den grünen Gemeinderat Christoph Chorherr viel zu wenig.

Graz habe einen Anteil von 15, Kopenhagen von 38 Prozent: "Dort müssen wir hin", befand Chorherr.

Zwar nicht muskelkraftbetrieben, aber umweltfreundlich sind E-Bikes, für die es in Wien seit Donnerstag nun erstmals eine "Tankstelle" gibt. Bei der E-Bike-Ladestation an der Donau nahe dem Bahnhof Nussdorf - direkt am Donauradweg beim Fahrradgeschäft und -verleih Donau-Fritzi - können Räder mit Elektromotor zwischen 8 und 20 Uhr gratis befüllt werden. Sind die Akkus leer, dauert die Befüllung viereinhalb Stunden; damit kann man dann 90 Minuten fahren. Weitere Ladestationen sollen laut Umweltstadträtin Ulli Sima (SP) in den nächsten Monaten folgen. (APA, hei, DER STANDARD - Printausgabe, 9. April 2010)

Weltfremd ?
30
Es ist unglaublich, was in letzter Zeit alles

an Ideen für mehr Freiheit der Radfahrer und Einschränkung der Fußgänger und Autofahrer geboren wird. Dafür soll dann auch noch die Allgemeinheit herhalten, wenn die Einrichtung eines Radweges 133.000 € pro hunder Meter kostet.
Aber auch die Forderung nach Schaffung mehrspuriger Radwege, ausschließlicher Nutzung von Straßen als Radwegen, oder Abschaffung der Radwegnutzungspflicht ist unverständlich und unberechtigt.
Wofür wurde denn die Radwege angelegt ? Es ist jedoch gerechtfertigt, dann auszuweichen, wenn er nicht sinnvoll benutzt werden kann, beispielswese verparkt ist. Angesichts der teilweisen Rücksichtslosigkeit der Radfahrer gegenüber Füßgängern auf gemeinsam genutzten Verkehrsflächen ist eigentlich ein Führerschein erforderlich.

Ambra7474
00
24.5.2011, 11:44
Weltfremd?

Bitte wo wird man als Fußgänger oder gar Autofahrer in Wien eingeschränkt? Leider haben die wenigsten Leute noch eine Verkehrserziehung (Rücksichtnahme auf schwächere Verkehrsteilnehmer). Die Fußgänger gehen mit Hund und Kinderwagen gerne auf den Radfahrwegen spazieren. Für die Autofahrer sind die meisten Fußgänger und auch Radfahrer Freiwild. Radfahrer mit Rennrädern sollten im Stadtgebiet halt berücksichtigen, dass sie sich hier nicht auf einer Freilandstraße befinden!

one coin, two sides
01
10.4.2010, 17:09
Aufhebung der Radweg-Benützungspflicht

wer ist bereit, für die Aufhebung dieser unseligen Verpflichtung was zu tun?
Ich möchte wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch auf den normalen Verkehrsflächen=Strassen unterwegs sein.
Ich bin kein professioneller Fahrradwege-Sucher und wenn ich Hinderniss- und Geschicklichkeitsparcours befahren möchte, gibts dafür auch bessere MÖglichkeiten.

Proconsul
00
11.4.2010, 18:42

Für Rennräder gilt diese Pflicht ohnehin nicht.

Wenn der Radweg im schlechten Zustand ist, muss er auch nicht benutzt werden - oder wenn er verparkt ist.

mediocrity
05
Es gibt 1200 Kilometer Radwege?

Das ist wohl ein Witz. Dazu zaehlen auch alle Tempo-30-Strassen usw.usf.

In Wirklichkeit ist das Wiener Radwegenetz minimal. Und die Wegfuehrung z.B. am Ring oder am Guertel derart bescheurt, dass nur Masochisten drauf fahren wollen.

Ambra7474
00
24.5.2011, 11:40
1200 km Radwege?

Gebe Ihnen vollkommen Recht!

Radfahrwege im Lainzer Tiergarten wären z.B. eine Supersache. Auch hätte ich gerne, aus Niederösterreich (Thermenradweg) kommend, genaue Hinweistafeln wie man von der Stadtgrenze am Schnellsten ins Zentrum kommt. Viele Touristen wollen Wien (auch mehr wie die City) mit dem Rad erkunden. Der 13. Bezirk ist sehr gut beschriftet, leider gilt das nicht für alle Wiener Bezirke.

R. Lexer
10
25.2.2011, 22:05

Und darum ist's eigentlich gut, dass es nicht mehr gibt. Nicht jammern ...

bloody-nine
 
02
25 km?!?!?!

in einem GANZEN JAHR? schon so viel?

augenauswischerei, können sie sich gleich sparen.
weg mit der radwegbenützungspflicht, geld in sichere abstellanlagen investieren.

amber103
01

aber die Fahrradfahrer müssen weg von der Straße, darum werden baut man den Radweg. Heißt ja auch praktischer weise Rad_weg! genau so wie die wütenden Autofahrer rufen, wenn sie einen Radfahrer von der Straße schneiden wollen: Rad weg!

Wenn dann alle Räder weg sind, können sich die Autos wieder ganz alleine gegenseitig die schmaler gewordenen Straßen verstopfen.

Weise Verkehrsplaner bauen die Rad_weg!e gleich so kurvenreich, hügelig, umwegig und vergattern die Radfahrer auf niederrangige Wege, dass diese dann auch nicht schneller am Ziel sind wie die im Stau steckenden Autofahrer.




Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.