Die Initiative "Pyrotechnik ist kein Verbrechen!" prangert ein Schreiben von Ligavorstand Pangl an, in dem Spieler aufgefordert werden, positive Stellungnahmen zu Pyrotechnik zu unterlassen
Das Pyrotechnikverbot auf heimischen Fußballplätzen erhitzt weiter die Gemüter. Die Initiative "Pyrotechnik ist kein Verbrechen!" bemängelt in einer Aussendung die Vorgehensweise von Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, der in einem Brief an die Präsidenten der 1. und 2. Liga fordert,
positive
Stellungnahmen von Spielern zu Pyrotechnik zu unterbinden. Eine Vorgehensweise, die
die Initiative "mehr als nachdenklich stimmt", weil sie "an Methoden
von Ländern, wo Bürgern die Meinungsfreiheit genommen wird, erinnert."
"Wie auch immer man zum Thema Pyrotechnik stehen mag: die Tatsache, dass zur Zeit ALLE österreichischen Fankurven gemeinsam versuchen, die Verantwortlichen dazu zu bringen, bessere Lösungen zum Thema Pyrotechnik in Fußballstadien zu finden, ist nicht von der Hand zu weisen", berichtet die Initiative.
"Ebensowenig von der Hand zu weisen ist, dass mittlerweile über ein Dutzend Bundesliga-Spieler auf unserer Homepage für uns Stellung beziehen und auch einige Vereine Unmut über die bestehende Gesetzeslage geäußert haben. Beim Spiel SK Sturm Graz vs. SK Rapid Wien am 20. März 2010 wärmten die Spieler beider (!) Mannschaften mit T-Shirts unserer Initiative auf. Somit zeigten sowohl die Akteure auf dem Spielfeld, als auch die Vereinsverantwortlichen - allen voran die Präsidenten Rudolf Edlinger und Hans Rinner - deutlich, wie sie zu dieser Causa stehen", schreibt die Initiative in ihrer Aussendung.
Pangl hatte die Journalisten in einer Pressekonferenz schon vor dem Start der Rückrunde darum gebeten, nicht positiv über Pyrotechnik zu berichten, nun wurden die Präsidenten zur Einhaltung des einstimmig gefassten Beschlusses ermahnt. (red)